„Die Angst, die dir die Kehle schnürt,
soll haben keine Macht;
wohin der längste Weg auch führt,
da ist nichts als die Nacht.“
(A.E. Housman)
„Er spürte heftige Enttäuschung, als er den Hörer zurück auf die Gabel legte. Er hatte sich vor der Stimme seines Vaters gefürchtet. Als er sie dann aber nicht hörte, war er enttäuscht. Und mit der Enttäuschung kam die Angst.“
Die Novelle Nichts als die Nacht erschien bereits 1948 im englischsprachigen Original, wurde aber erst jetzt – nach den großen Erfolgen von John Williams Romanen Stoner, Butcher‘s Crossing und Augustus – ins Deutsche übersetzt. Es handelt sich bei Nichts als die Nacht um Williams‘ Debüt, das er mit Anfang 20 geschrieben hatte und das initial von mehreren Verlagen abgelehnt wurde.
Im Mittelpunkt der Novelle steht Arthur Maxley, der ein schwermütiger Mensch ist und noch immer von einem Trauma aus seiner Kindheit geplagt wird. Maxley scheint weder zu arbeiten noch zu studieren und versucht, sein Leben durch tägliche Spaziergänge zu strukturieren. Dann reißt ihn ein Brief seines verhassten Vaters aus der Lethargie und aus seinem lähmenden Alltag, und nach einem anfänglichen Widerstreben, den Vater zu treffen, durchströmt Maxley eine seltsame Wärme beim Gedanken an seinen Vater, mit dem er lange keinen Kontakt hatte, und er greift zum Telefon. Nichts als die Nacht von John Williams (Hörbuch) weiterlesen
„Glücklicher konnte das Leben für mich nicht sein.“
„Als sie die Luft in sich einsog, sah ich auf ihrem Gesicht etwas, das ich nie zuvor gesehen hatte: einen Ausdruck der Erleichterung, als hätte sie nicht Sekunden ohne Luft zugebracht, sondern ein ganzes Leben, und als sei sie jetzt endlich frei.“
„Ich fand es schon immer merkwürdig“, sagte Doc, „daß alles, was wir Menschen bewundern, Edelmut, Güte, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Anstand, Mitgefühl, Herz, in unserem Gesellschaftssystem nur zu Fehlschlägen führt. Während alle Eigenschaften, die wir angeblich verachten, Härte, Raffsucht, Selbstsucht und Charakterlosigkeit, zum Erfolg beitragen. Jenen guten Eigenschaften gilt die Bewunderung der Menschen, doch was sie mit Vorliebe produzieren, sind die grundschlechten.“
„Doch im Grunde ist er derselbe Mensch, ein Mensch, der in anderen Abscheu hervorruft, ein Mensch, der existiert, um gehasst zu werden.“
In diesem Post liste ich Belletristik, Reiseberichte, Bildbände und Sachbücher auf, die in Nordamerika spielen, von kanadischen oder US-amerikanischen Autoren stammen, sich mit der Geschichte/Politik der beiden Länder beschäftigen und/oder bestimmte Facetten Nordamerikas zeigen.
„Was zum Teufel ist mit diesen beiden Kerlen los?“
„Charles to all neighbors: guys – it’s minus sixty one five Celsius.“
„Jedes Foto ist wie eine Geschichte, die uns auffordert, unsere Rolle auf diesem Planeten zu überdenken […].“
„Je weniger man vom anderen weiß, desto überzeugter ist man, ihn zu kennen.“