
„Ich suchte den Frieden überall und fand ihn nirgends außer in einer Ecke mit einem Buch.“ (Seite 3, Zitat von Thomas von Kempen)
Ende November 1327: Der Franziskaner William von Baskerville und sein Schüler Adson von Melk reisen in eine abgelegene Benediktinerabtei in den italienischen Alpen. William soll hier in einem Glaubensstreit vermitteln.
Der Abt des Klosters bittet den scharfsinnigen William um Hilfe bei der Aufklärung eines geheimnisvollen Todesfalls: Adelmo, ein junger Mönch, der bereits als Meister der Buchmalerei berühmt war, wurde eines Morgens von einem Ziegenhirten am Fuße des Steilhangs gefunden.
Während William an dem Fall arbeitet, sterben vier weitere Mönche.
Der Name der Rose erschien bereits 1980 im italienischen Original und 1982 in der deutschen Übersetzung.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie stimmungsvoll ich den Film fand und wie lange ich vor über 30 Jahren an diesem Roman gelesen habe. Auch wenn dieses Buch mir insgesamt sehr gut gefallen hatte, fand ich ihn oft auch langatmig und weitschweifig.
Von der Graphic Novel hatte ich mir versprochen, dass sie ähnlich stimmungsvoll wie der Film und gleichzeitig durch die Kürzungen durchweg fesselnd ist. Genau dies ist Milo Manara extrem gut gelungen: Dies ist eine sehr lebensnah und detailreich gezeichnete Graphic Novel, Manara fasst die Geschichte des Romans auf gelungene Weise zusammen, lässt den Leser mitfiebern und staunen und versetzt ihn ins Mittelalter.
Die Graphic Novel hat mir angenehme Lesestunden bereitet und ich kann sie sehr empfehlen.
Umberto Eco und Milo Manara: Der Name der Rose. Graphic Novel. Übersetzung von Adelaide da Controguerra. Carl Hanser Verlag, 2026, 144 Seiten; 28 Euro.