„Alles liegt tot in seiner Erinnerung, mit Ausnahme der Tigerfrau […]“
Natalia befindet sich gerade in einem Waisenhaus in Südosteuropa, als sie vom Tod ihres geliebten Großvaters erfährt. Um die Umstände seines Todes zu klären und zu verstehen, macht sich Natalia auf den Weg in die Provinz, wohin ihr Großvater kurz vor seinem Tod reiste und wo er schließlich starb, und erinnert sich an ihre eigene Kindheit, die eng mit ihrem Großvater verbunden war, an den Tiger, den sie mit dem Großvater über Jahre hinweg regelmäßig im Zoo besucht hat, und an Ereignisse aus dem Leben des Großvaters, von denen er immer wieder erzählte – vom Mann, der nicht sterben konnte, vom Tiger, der in den Wirren des 2. Weltkriegs aus einem Zoo ausgebrochen war und sich in der Heimat des Großvaters niedergelassen hatte, und von der Tigerfrau. Die Tigerfrau von Téa Obreht weiterlesen




„Im Herzen aller unsäglichen Dinge haust ein abscheuliches Schweigen.“
„Ich sage dir jetzt mal, wo du Freundschaften schließt. Freundschaften schließt man in der Armee, im Schützengraben und an der Front. Mit Männern, die sich für dich vor eine Kugel werfen, die mit dir ihre letzte Zigarette und den letzten Tropfen Wasser aus ihrer Feldflasche teilen.“ (Seite 17f)
