Fettnäpfchenführer Frankreich von Felicitas Meyer

„Frankreich ist das Land, in dem jeder Tag mit einem frisch gebackenen Baguette beginnt und mit einem Glas Rotwein endet. Dazwischen sitzen die Franzosen stundenlang im Straßencafé und philosophieren über das Leben, die Liebe und guten Käse.“ (Klappentext)

Sophie, die eigentlich eine Uni in Berlin besucht, aber an einem Erasmus-Programm teilnimmt und zehn Monate am Rand von Aix-en-Provence studiert, gerät immer wieder in Situationen, in denen sie in ein Fettnäpfchen tritt.

Im Buch wird dabei die Situation näher beschrieben, dann beantwortet, was schiefgegangen ist und wie man es besser machen kann.

Ich mag Frankreich sehr, vor allem die Provence, sodass ich mich sehr auf dieses Buch gefreut habe.

Es liest sich sehr unterhaltsam, hat für mich aber relativ wenig Neues geboten, was vielleicht an meiner ausgeprägten Frankreich-Affinität liegt. Nichtsdestotrotz hat mir die Lektüre viel Spaß gemacht, und auch die Ausflüge in andere Regionen Frankreichs haben mir gut gefallen, sicherlich auch deshalb, weil sie eigene Erinnerungen an Reisen aufgefrischt haben.

Selbstverständlich sind die Situationen im Buch alle etwas konstruiert, was beim Lesen aber kein bisschen stört. Doch bisweilen war mir Sophie schon ein wenig zu naiv, und auch Pierre, ein Provenzale, den Sophie kennen und lieben lernt, verhält sich bisweilen etwas unnachvollziehbar, denn als Franzose sollten ihm viele Dinge geläufig sein, z.B. dass man rund um den 14. Juli nicht die einzige Person ist, die auf den Eiffelturm oder in den Louvre gehen möchte. Diese Passagen im Buch fand ich sehr unrealistisch, was das Lesevergnügen etwas trübt.

Trotzdem hatte ich hier viel Spaß und kann das Buch für Frankophile sehr empfehlen.

Felicitas Meyer: Fettnäpfchenführer Frankreich. Bruckmann, 2026, 224 Seiten; 14,99 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!