Schlagwortarchiv: Zwangsstörung

Zwangsland. Leben mit Ängsten, Unsicherheiten und Zweifeln von Ina Jahn (Hg.)

„Zwangsland ist ein hartes Land, schwarzwolkig, eintönig und kalt. Zermürbend sind die ewigen Schleifen der Gedanken und Handlungen, die ausgeführt werden müssen, wenn man erst einmal dieses Land betreten hat. Trotzdem bietet der Aufenthalt in diesem Land auch Schutz, Sicherheit und Abgrenzung.“ (Seite 16)

Dieses Buch, in dem Frauen und Männer, Erwachsene und Kinder, Betroffene und Angehörige zu Wort kommen, setzt sich mit verschiedenen Facetten von Zwangsstörungen auseinander, zum Beispiel Sammeln, Horten, Kontrollieren, Sortieren, Waschen, Trichotillomanie und Dermatillomanie. Dabei enthält das Buch Prosa-Texte, aber auch Gedichte sowie bildliche Auseinandersetzungen mit dem Thema Zwang.

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Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie bei Zwangsstörungen. Das Behandlungsmanual von Fabrizio Didonna

„Zunächst lehrt das Programm die Patienten, ihre eigenen Sinneserfahrungen zu validieren, indem es ihnen beibringt, Achtsamkeit auf die Empfindungen selbst zu richten – sie zu fokussieren.“ (Seite 8)

Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie bei Zwangsstörungen setzt sich zunächst damit auseinander, was eine Zwangsstörung ist, wie eine achtsamkeitsbasierte Herangehensweise an Zwangsstörungen gelingen kann, stellt den Kerngedanken, die Struktur und Grundprinzipien des Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT)-Programms für Zwangsstörungen vor und bietet eine Vorbereitung auf die Durchführung von MBCT bei Zwangsstörungen.

Im zweiten und ausführlicheren Teil des Buches stellt Fabrizio Didonna das MBCT-Programm für Zwangsstörungen vor, geht auf die einzelnen Sitzungen ein und vermittelt Inhalte so detailliert, dass man anhand des Buches direkt das MBCT-Programm für Zwangsstörungen umsetzen kann.

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Zwangsstörung (Fortschritte der Psychotherapie) von Tanja Endrass und Andrea S. Hartmann

„Die Zwangsstörung ist eine schwere psychische Störung. Betroffene geben häufig an, dass sie sich gezwungen fühlen, bestimmte Verhaltensweisen […] auszuführen. In der Regel dienen die Verhaltensweisen dazu, befürchtete schlimmere Konsequenzen […] oder aufdringliche und wiederkehrende Gedanken […] abzuwenden.“ (Seite 1)

Tanja Endrass und Andrea S. Hartmann fassen in ihrem „Fortschritte der Psychotherapie“-Band initial die wichtigsten Basics zum Thema Zwangsstörungen zusammen: Symptome, diagnostische Kriterien, Epidemiologie, Verlauf und Prognose, Komorbidität und Differenzialdiagnostik.

Danach gehen die Autorinnen näher auf Ätiologie und Störungsmodelle in, stellen diagnostische Verfahren vor und setzen sich detailliert mit der psychotherapeutischen und der medikamentösen Behandlung auseinander.

Darauf folgen knappere Kapitel zu Effektivität, mit einem Fallbeispiel, mit Literatur und mit Lernkontrollfragen. Im Anhang finden sich Informationen für Betroffene und für Angehörige, ein Störungsmodell, ein Symptomprotokoll, ein Arbeitsblatt zur Vorbereitung einer Exposition mit Reaktionsmanagement etc.

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Tyrannen in meinem Kopf. Zwangsgedanken überwinden – ein Selbsthilfeprogramm von Sally M. Winston und Martin N. Seif

„Verwechseln Sie Gedanken nicht mit Tatsachen!“ (Seite 57)

Sally M. Winston und Martin N. Seif erzählen in ihrem Ratgeber von normalen inneren Stimmen und sich festbohrenden Gedanken, von aufdringlichen Gedanken und Impulsen, von den verschiedenen Arten aufdringlicher Gedanken, von Fakten und Fiktion bezüglich der Bedeutung unserer Gedanken, wie das Gehirn unerwünschte Gedanken kreiert, was ineffektive Strategien sind und warum manche Dinge nicht funktionieren, was man tatsächlich tun kann, um weniger unter bestimmten Gedanken zu leiden etc.

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Aggressive und sexuelle Zwangsgedanken. Ein Therapieleitfaden von Thomas Hillebrand

„[…] diese Art von Zwangsgedanken suggerieren mit hoher emotionaler Intensität eine Bedrohung, die gar nicht existiert. Diese Menschen sind genau das NICHT, was sie befürchten, sondern sie sind Opfer komplexer kognitiver und emotionaler Fehlinterpretationen […].“ (Seite 9)

Thomas Hillebrand beschreibt initial die Merkmale aggressiver und sexueller Zwangsgedanken (z.B. Inhalte, Häufigkeit, Geschlechterverteilung, Abgrenzung zu normalen Intrusionen).

Danach geht er detailliert auf Ätiologiemodelle ein, stellt u.a. den kognitiv-behavioralen Ansatz, den metakognitiven Ansatz und den inferenzbasierten Ansatz vor.

Schließlich bietet Hillebrand einen Abriss diagnostischer Verfahren, bevor er ausführlich auf die Therapie aggressiver und sexueller Zwangsgedanken eingeht. Hierbei widmet er sich anfangs grundsätzlichen Aspekten der Behandlungsrationale, befasst sich mit Bewertungsfehlern und beschreibt das genaue Vorgehen bei einer Exposition in sensu und in vivo. Auch die Pharmakotherapie wird (kurz) erwähnt.

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Zwangsstörungen erfolgreich behandeln. Ein fallorientiertes Therapiemanual von Ulrich Förstner, Anne Katrin Külz und Ulrich Voderholzer

„Zwangsstörungen sind oft eindrucksvolle psychische Erkrankungen. […] Für die betroffenen Personen bedeuten sie meist eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität und ihres Aktionsradius, nicht selten bedeuten schwere Zwangsstörungen eine lebenslange Qual, ein Leben wie in einem Gefängnis. Es gibt wohl kaum eine psychische Störung, die so gut verheimlicht werden kann und sich oft im Verborgenen abwickelt und gleichzeitig so starke Auswirkungen auf das alltägliche Leben hat, wie Zwangsstörungen.“ (Seite 5)

Die Autoren beschreiben initial, was bezüglich der Diagnose und Behandlung der Zwangsstörung wichtig ist (Epidemiologie, Klinik, diagnostische Kriterien, Differenzialdiagnosen und Komorbidität, Zwangsspektrumstörungen, Neurobiologie, psychologische Erklärungs- und Behandlungsmodelle, alternative und ergänzende Therapieformen).

Danach gehen sie konkret auf die störungsspezifische Psychotherapie der Zwangsstörung ein (u.a. wissenschaftliche Evidenz, therapeutische Beziehung, Reizkonfrontation, Besonderheiten bei Kontrollzwängen, Wiederholungszwängen, aggressiven, blasphemischen bzw. sexuellen Zwangsgedanken).

Im letzten Abschnitt setzen sich die Autoren mit störungsspezifischer Pharmakotherapie der Zwangsstörung auseinander.

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Zwangsstörung. Grundlagen – Formen – Interventionen von Charles Benoy und Marc Walter (Herausgeber)

„All dies erscheint bitter, wenn man bedenkt, welch gute Behandlungsmöglichkeiten heute für Zwangsstörungen zur Verfügung stehen. Doch leider erreichen die effektiven Therapiemethoden letztlich nur einen kleinen Teil der Betroffenen.“ (Seite 13f)

Das Buch befasst sich initial mit den Grundlagen der Zwangsstörung: Erscheinungsbild und Klassifikation, Epidemiologie und Verlauf, theoretische Modelle, psychodynamische und systemische Aspekte sowie Neurobiologie.

Danach gehen die Autorinnen und Autoren näher auf die Diagnostik, die Differenzialdiagnosen und Komorbidität ein. Sie befassen sich mit spezifischen Perspektiven (Kindes- und Jugendalter, höheres Lebensalter, kulturspezifische Aspekte) und schließlich mit der Behandlung (kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze, kognitive Techniken, dritte Welle, Pharmakotherapie, psychosoziale Behandlungsinterventionen, technologiegestützte Behandlung, Einbezug von Angehörigen).

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Zwangsstörungen. 75 Therapiekarten von Anne Katrin Külz

„Zwangsgedanken haben einen eigentümlichen Charakter: Sie drängen sich auf wie bedrohliche Wahrheiten, doch mit Abstand werden sie als unwahr erkannt. Sie gaukeln Einstellungen vor, die diametral entgegengesetzt zu den eigenen Werten stehen. Und obwohl sie der Wirklichkeit bei genauerer Betrachtung nicht standhalten, verleiten sie zu Handlungen, die zumindest als übertrieben, oft sogar als sinnlos und zumeist auch als unangenehm empfunden werden.“ (Seite 7)

Die Therapiekarten sind in neun Module untergliedert:
1 Das Wesen der Zwänge
2 Den Zwang unter die Lupe nehmen
3 Wohin soll die Reise gehen?
4 Umgang mit speziellen Zwangsinhalten
5 Exposition – dem Zwang mutig begegnen
6 Schwierige Gefühle meistern
7 Zwangsgedanken bewältigen
8 Die Freiheit vergrößern
9 Rückfällen vorbeugen

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Zwangsstörungen verstehen und bewältigen. Hilfe zur Selbsthilfe von Susanne Fricke und Iver Hand

„Der Zwang hat sich langsam in Ihrem Haus ausgebreitet und es sich so richtig gemütlich gemacht. Er lässt sich nicht so schnell vertreiben, sondern leistet Widerstand und arbeitet mit Tricks, um bleiben zu können. Also ist Geduld ganz wichtig!“ (Seite 116)

Susanne Fricke und Iver Hand klären initial, was eine Zwangsstörung ist, welche Zwänge es gibt, wie man Zwänge von anderen Erkrankungen unterscheiden kann. Danach beschreiben sie, wie Zwänge entstehen und wie sie aufrechterhalten werden, wie man Zwänge behandelt, wie Partner und Familie einbezogen werden können sowie wie man weitere Unterstützung erhält.

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Für mich soll es Neurosen regnen. Mein Leben mit Zwangsstörungen von Peter Wittkamp

„Gefühl der Angst, obwohl man erkennt, dass alles an dieser Angst irrational ist.“ (Seite 44)

Die ersten Zwangshandlungen (ein Waschzwang) traten bei Peter Wittkamp – Autor, Werber, Gagschreiber – in seiner Jugend auf, doch verschwanden dann wieder. Zwanzig Jahre später kehren sie zurück, diesmal als eine ganze Palette an Zwängen, v.a. als Kontrollzwang und als magisches Denken.

In Für mich soll es Neurosen regnen erzählt Wittkamp von seinen Zwängen, wie sein Alltag aussieht, was er gegen die Zwänge tagtäglich tut und wie schwer das ist.

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