Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie bei Zwangsstörungen. Das Behandlungsmanual von Fabrizio Didonna

„Zunächst lehrt das Programm die Patienten, ihre eigenen Sinneserfahrungen zu validieren, indem es ihnen beibringt, Achtsamkeit auf die Empfindungen selbst zu richten – sie zu fokussieren.“ (Seite 8)

Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie bei Zwangsstörungen setzt sich zunächst damit auseinander, was eine Zwangsstörung ist, wie eine achtsamkeitsbasierte Herangehensweise an Zwangsstörungen gelingen kann, stellt den Kerngedanken, die Struktur und Grundprinzipien des Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT)-Programms für Zwangsstörungen vor und bietet eine Vorbereitung auf die Durchführung von MBCT bei Zwangsstörungen.

Im zweiten und ausführlicheren Teil des Buches stellt Fabrizio Didonna das MBCT-Programm für Zwangsstörungen vor, geht auf die einzelnen Sitzungen ein und vermittelt Inhalte so detailliert, dass man anhand des Buches direkt das MBCT-Programm für Zwangsstörungen umsetzen kann.

Neben Psychosen, für die mein Herz schlägt, behandle ich besonders gern Menschen mit Zwangsstörungen – klassisch und erfolgreich mit Exposition mit Reaktionsverhinderung. Da dies für manche Betroffene nicht passt oder sie sich nicht an eine Expo heranwagen, fand ich das Kennenlernen einer anderen therapeutischen Methode sehr spannend.

Der Autor bietet hier eine gelungene Einführung ins Thema Zwangsstörungen. Gefallen hat mir auch, dass hier die einzelnen Sitzungen sehr genau und sehr praxisnah vorgestellt werden, sodass auch Personen, die noch wenig Erfahrung mit der Thematik haben, viel lernen können und sich gewappnet fühlen können.

Richtig gut fand ich auch die oft sehr passenden Zitate zu Beginn der jeweiligen Kapitel, die auch etwas sind, das ich Betroffenen mitgeben möchte, weil sie oft ins Schwarze treffen und sehr pointiert den Kern von menschlichem Erleben, Wahrnehmungsphänomenen, Bewertungen etc. treffen.

Fabrizio Didonna: Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie bei Zwangsstörungen. Das Behandlungsmanual. Übersetzung von Alexandra Viechtbauer. Schattauer, 2025, 560 Euro; 62 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!