Schlagwort-Archiv: Roman

Das Geheimnis von Zimmer 622 von Joël Dicker (Buch und Hörbuch)

„Wenn man etwas unbedingt glauben möchte, dann sieht man nur noch, was man sehen will.“ (Seite 579)

Eines Morgens findet ein Angestellter des Palace de Verbier auf dem Teppichboden der Suite 622 eine Leiche. Das Verbrechen wird nie aufgeklärt, und aus Prestigegründen ändert das Hotel die Zimmernummer in 621a.

Jahre später übernachtet der Autor Joël Dicker in dem exquisiten Hotel in den Schweizer Alpen und macht dort Bekanntschaft mit der Engländerin Scarlett Leonas, der auffällt, dass es kein Zimmer 622 gibt, und die mehr über die Hintergründe erfahren möchte.

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Tell von Joachim B. Schmidt

„Dass mit Wilhelm etwas nicht in Ordnung ist, ist mir leider zu spät bewusst geworden. An dem Kerl hängt das Unheil.“ (Seite 45)

Walter und sein strenger Vater Wilhelm sind im Gebirge unterwegs, verfolgen einen Bären und treffen dabei zum ersten Mal auf den Landvogt Gessler und seinen ebenso brutalen wie hinterlistigen Gefolgsmann Harras.

Diese Begegnung soll nicht die letzte mit Gessler und Harras sein, und schließlich kommt es zum berühmten Apfelschuss.

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Das Genie von Klaus Cäsar Zehrer

„[…] er wusste, dass die Dummen dieser Welt ein unerschütterliches Überlegenheitsgefühl aus der schieren Tatsache bezogen, dass sie immer und überall in der Überzahl waren.“ (Seite 30)

Boris Sidis hat die Ukraine verlassen, um sich ein neues Leben in den USA aufzubauen. Als er 1886 in New York eintrifft, hat er nichts dabei außer der Kleidung am Körper und Erinnerungen an die Heimat.

Sidis sucht sich einen Job, gibt (als großes Sprachgenie) Sprachkurse und lernt Sarah kennen, die er heiratet und deren Bildung er fördert. Er selbst studiert Psychologie in Harvard und forscht am Subwaking Self, brilliert als Wissenschaftler, während Sarah Medizin studiert.

Als ihr Sohn William James geboren wird, widmet sich sein Vater dessen Erziehung und Förderung – in der Hoffnung und im Bestreben, das Beste aus dem Jungen herauszuholen.

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Der Automobilclub von Kairo von Alaa al-Aswani

„Wir sind aus Ihrer Vorstellung ins richtige Leben hinausgetreten. Sie haben uns im Roman geschaffen. Sie haben sich die Details unseres Lebens ausgemalt und aufgeschrieben. An einem bestimmten Punkt der Zeichnung einer Persönlichkeit entsteht diese gewissermaßen wirklich. Sie verschiebt sich von der Vorstellungswelt in die reale Existenz.“

Der Ich-Erzähler des einleitenden Kapitels braucht Abstand von seiner Familie und zieht sich in sein Haus an der Küste zurück, um dort seinen neuen Roman zu beenden. Da bekommt er unerwarteten Besuch: Kâmil Gaafar und seine Schwester Sâliha, die vom Ich-Erzähler entworfenen Romanfiguren, stehen vor der Tür. Sie möchten den Schriftsteller davon überzeugen, dass sein aktueller Roman noch nicht gedruckt werden kann, da in diesem ihre Gefühle und Gedanken noch fehlen. Der Ich-Erzähler wirft sie aus seinem Haus, bereut aber später seine unfreundliche Art und fängt an, das veränderte Manuskript auf einer für ihn hinterlassenen CD zu lesen. Der Automobilclub von Kairo von Alaa al-Aswani weiterlesen

Die Engel sterben an unseren Wunden von Yasmina Khadra

„Schläge gehören zum Leben, sie sind das Pfand für das Durchhalten, der Preis, um zu glauben und zu träumen.“

Turambo ist 27 Jahre alt, sitzt im Gefängnis und wartet auf seinen Tod.

In Die Engel sterben an unseren Wunden erzählt er als Ich-Erzähler von seinem Leben – von seiner Kindheit in Graba und in Oran, von Armut und Elend, von seiner Freundschaft mit Gino und von seiner Karriere als Boxer. Die Engel sterben an unseren Wunden von Yasmina Khadra weiterlesen

Im Land der Männer von Hisham Matar

Unbegreifbare Dinge geschehen im Leben des 9-jährigen Suleiman, der in der Neubausiedlung Gergarish in der libyschen Hauptstadt Tripolis lebt. Suleimans Vater ist angeblich auf einer Dienstreise im Ausland, wird jedoch von Suleiman auf dem Marktplatz in Tripolis entdeckt. Suleimans Mutter wird immer, wenn der Vater unterwegs ist, „krank“ und muss eine klare „Medizin“ zu sich nehmen, die dazu führt, dass die Mutter ihrem Sohn von ihrer arrangierten Heirat mit dem neun Jahre älteren Vater Suleimans erzählt. Im Land der Männer von Hisham Matar weiterlesen

Die Schuld des Tages an die Nacht von Yasmina Khadra

Yasmina Khadra erzählt von der Kindheit und Jugend des Arabers Younes/Jonas im Algerien des 20. Jahrhunderts, von den französischen Kolonialisten, die das Land und seine muslimischen Bewohner unterjochen, vom Kampf um Unabhängigkeit, von politischen Unruhen und der algerischen Nationalbewegung. Der Leser erfährt von den Verlockungen der Städte, die die arme Landbevölkerung anziehen, weil ein besseres Leben erhofft wird, und von zerplatzten Träumen und enttäuschten Hoffnungen. Der Autor berichtet von der Rechtlosigkeit der Araber, die in ihrem eigenen Land nur noch Menschen zweiter Klasse sind und die von den Franzosen politisch und kulturell unterdrückt und klein gehalten werden. Die Schuld des Tages an die Nacht von Yasmina Khadra weiterlesen

So reich wie der König von Abigail Assor

„Dieser Typ ist der Reichste der Reichen. Reicher als wir alle zusammen. Vielleicht so reich wie der König.“ (Seite 15)

Casablanca in den 1990er Jahren: Die 16-jährige Sarah ist bettelarm, und sie ist gewillt, alles zu tun, um dieser Armut zu entfliehen.

Deshalb hat Sarah Kamils Nähe gesucht, doch dann erfährt sie von Driss, der einer der wohlhabendsten muslimischen Familien Marokkos angehört und anscheinend so reich wie der König ist.

Driss scheint nichts für sie übrig zu haben, also greift Sarah zu allerlei Tricks, um auf sich aufmerksam zu machen und so letztendlich ihr altes Leben hinter sich lassen zu können.

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Der Medicus von Noah Gordon (Hörbuch)

„Wie musste es sein, so fragte er sich, wenn man alles lernte, was es zu lernen gab? Zum erstenmal verspürte er den Wunsch, Medicus zu werden.“ (CD 2, Track 7)

London im 11. Jahrhundert: Nach dem Tod seiner Eltern schließt sich der neunjährige Rob Cole einem Bader an und wird sein Schüler. In ihm wächst der Wunsch, noch mehr zu erfahren, noch besser heilen zu können, und so reist er eines Tages nach Persien, gibt sich dort als Jude aus und lernt in Isfahan bei dem berühmten Arzt Ibn Sina Avicenna die Heilkunst.

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Agfa Leverkusen von Boris Hillen

„Keine einzige Frage nach der Aufnahmetechnik, kein Staunen über die Authentizität! Farbe, Farbe, Farbe, das ist alles, was sie interessiert.“

Kishone Kumar lebt in Rajasthan und ist Fotograf. Er hält seine s/w-Fotografien für perfekt, und sein Geschäft boomt. Doch dann wünschen sich immer mehr Kunden Farbfotos, und Kishone beschließt, sich mit dem Motorrad auf den Weg nach Leverkusen zu machen, um bei Agfa zu lernen, was man bei der Farbfotografie beachten muss, wie man Farbfilme entwickelt und reproduziert. Zusammen mit seinem Freund Amitabh begibt sich Kishone auf eine abenteuerliche Reise durch Indien, Afghanistan, den Iran und die Türkei.

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