Schlagwort-Archive: Frankreich

Ein französisches Abenteuer. Wie aus einem alten Haus in Südfrankreich unser zweites Zuhause wurde von Trevor Dolby

„Irgendwas an der Place de l‘Église Nr. 1 hat uns in den Bann gezogen.“ (Seite 150)

Trevor Dolby lebt mit seiner Familie im Vereinigten Königreich und träumt von einem Haus im Süden Frankreichs.

Im mittelalterlichen Dorf Causses-et-Veyran findet er ein heruntergekommenes Haus, das direkt am Kirchplatz steht und ihn mit seinem Charme sofort überzeugt. Er verliebt sich Hals über Kopf und kauft die Immobilie.

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Die Kinder sind Könige von Delphine de Vigan

„Mehr als alles andere liebte sie das Fernsehen. Denn das Gefühl einer Leere, das sie empfand, ohne es beschreiben zu können, vielleicht eine Art Unruhe oder die Angst, ihr Leben entgleite ihr, ein Gefühl, das sich manchmal in ihrem Bauch bildete wie ein enger, aber bodenloser Brunnenschacht, ließ nur nach, wenn sie sich vor den Fernseher setzte.“ (Seite 12)

Schon als Teenagerin liebte Mélanie Claux TV-Formate wie Loft Story, einer mit Big Brother verwandten Show, und schaute auch später, als sie in einem Reisebüro arbeitete, gerne Reality-TV-Sendungen. Als sie zur ersten Staffel von Rendez-vous dans le noir eingeladen wird, aber die Sendung bald wieder verlassen muss, fasst sie einen Entschluss:

„Sie würde […] eines Tages berühmt werden.“ (Seite 34)

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Elsässer Machenschaften (Jules-Gabin-Reihe 6) von Jean Jacques Laurent

„In dubio pro reo“

Major Jules Gabin von der Gendarmerie in Colmar und seine Lebensgefährtin Joanna Laffargue, eine Untersuchungsrichterin, sind mit dem Rad unterwegs, als sie fast vom Cabrio des Klatschkolumnisten Yves Morel umgefahren werden. Dann beobachten die beiden, wie sich der Wagen überschlägt.

Auf den ersten Blick handelt es sich um einen tragischen Unfall, doch Jules folgt stets seinem Instinkt und ahnt auch hier von Anfang an, dass etwas faul ist.

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Anleitung ein anderer zu werden von Édouard Louis

„Als ich sechs oder sieben Jahre alt war, sah ich die Männer um mich herum und dachte, dass mein Leben genauso werden würde wie ihres, dass ich eines Tages wie sie in der Fabrik arbeiten und die Fabrik auch mir den Rücken kaputtmachen würde.“ (Seite 12)

Édouard Louis erzählt in seinem autobiografischen Roman von einer Kindheit in Armut und mit vielen Entbehrungen, vom Alkoholismus des Bruders und körperlicher Krankheit des Vaters, von seiner Flucht aus dieser Welt, in der sein Weg vorbestimmt schien und es wenig Hoffnung auf ein andersartiges Leben gab.

Louis schreibt mit großer Offenheit, ehrlich und selbstkritisch von Prostitution und Scham, Homosexualität und Homophobie, Rassismus und Mobbing, Ehrgeiz und Verzweiflung, Theater und Gymnasium, Amiens und Elena, Studium und Jobs, Didier Eribon und Geoffroy de Lagasnerie, Paris und Freiheit.

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Die Anomalie von Hervé Le Tellier (Hörbuch)

„Die Hoffnung lässt uns auf dem Treppenabsatz des Glücks warten. Lasst uns bekommen, was wir erhofften, und wir betreten das Vorzimmer des Unglücks.“ (CD 1, Track 16)

Blake hat sich eine zweite Identität als Auftragskiller aufgebaut. Er befindet sich im März 2021 in einer Boeing 787 von Paris nach New York. Die Maschine gerät in ein Unwetter, die Passagiere geraten in Todesangst, doch es gelingt die sichere Landung.

Dennoch ist auf dem Flug etwas sehr Sonderbares geschehen, denn drei Monate später landet die gleiche Boeing mit den gleichen Passagieren nochmals in New York. Und nun gibt es nicht nur Blake, der schon lange ein Doppelleben führte, doppelt, sondern auch die anderen Passagiere, z.B. den nigerianischen Afro-Pop-Sänger Slimboy und den französischen Schriftsteller Victor Miesel.

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Späte Rache im Luberon von Ralf Nestmeyer

„In welche verwunschene Dorfidylle war er geraten?“

Capitaine Olivier Malbec stammt eigentlich aus Paris, aber vor 10 Jahren hat es ihn in der Provence verschlagen, wo er in der Dienststelle der Polizei in Carpentras tätig ist.

Eines Tages wird er zu einem mysteriösen Todesfall nach Trouvac gerufen, einem Dorf in den Bergen nordwestlich von Saint-Saturnin-lès-Apt. Ein alter Mann wurde dort tot gefunden – offensichtlich erschlagen. Bald stellt sich heraus, dass es sich um Dieter Steger handelt, dem das ganze Dorf gehört. Er hatte es vor langer Zeit gekauft, als es nahezu unbewohnbar gewesen war – bereits seit Jahrzehnten von allen Bewohnern verlassen, halb verfallen. Steger hat Trouvac wieder aufgebaut und das Dorf zu einem besonderen Kleinod gemacht, das fernab der touristischen Pfade authentisch und ursprünglich geblieben ist.

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Bretonische Nächte von Jean-Luc Bannalec (Hörbuch)

„Vorzeichen des Todes, eindeutig. Intersignes de la mort. […]
Die Elster fliegt schon eine ganze Zeit lang ums Haus. Ab und zu setzt sie sich aufs Dach. […] Vor ein paar Wochen fing ein Hahn an, vor Mitternacht zu krähen. Schließlich hat meine Tante ein Wiesel im Garten gesehen. – Und letzte Woche ist die Elster dann auch noch gegen die Scheibe des Schlafzimmerfensters geflogen.“
(CD 1, Track 1)

Inspektor Kadeg ist für gewöhnlich ein pragmatischer, bodenständiger Typ, der wenig auf den Aberglauben der Bretonen gibt, aber als sich die Vorzeichen eines baldigen Todes seiner Lieblingstante häufen, ist auch er besorgt.

Und dann tritt genau diese Befürchtung ein: Die Tante wird von ihrer Nichte tot im Liegestuhl auf der Terrasse gefunden.

Als Kadeg in der Nacht nach dem Tod der Tante ihr Grundstück betritt, wird er niedergeschlagen und muss ins Krankenhaus.

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9/11. Ein Tag, der die Welt veränderte von Baptiste Bouthier und Héloïse Chochois

„Eines dieser Ereignisse, bei dem jeder genau weiß, wo er gewesen ist, als er davon erfahren hat.“ (Seite 5)

Im Jahre 2001 ist die Heldin der Graphic Novel 14 Jahre alt. Zwanzig Jahre später sitzt sie in einem Flugzeug nach New York und erzählt im Rückblick von den Ereignissen des 11. September 2001. Sie berichtet davon, wie sie als Jugendliche von den Anschlägen erfahren hat, was genau am 11. September 2001 passiert ist, wie sich die Welt nach dem Anschlag verändert hat.

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Der Araber von morgen, Band 5. Eine Kindheit im Nahen Osten (1992-1994) von Riad Sattouf

„Zu meinem Ärger war mir klar geworden, dass ich mich vor Menschen arabischer Abstammung fürchtete.“ (Seite 102)

Im Jahre 1992 ist Riad Sattouf 14 Jahre alt, also mitten in der Pubertät. Er lebt mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder in Frankreich, während sein Vater den jüngsten Sohn mit nach Syrien genommen hat.

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Der Araber von morgen, Band 4. Eine Kindheit im Nahen Osten (1987-1992) von Riad Sattouf

„Kindheit zwischen westlicher und arabischer Welt“ (Klappentext)

Riad Sattouf ist 1988 zehn Jahre alt und lebt mittlerweile mit seiner Mutter und seinen beiden Geschwistern in der Bretagne, während sein Vater eine Stelle als Dozent in Saudi-Arabien angetreten hat.

Für Riads Mutter ist klar, dass sie ihrem Mann nicht in das konservative Land folgen wird, und die beiden Eheleute entfernen sich immer mehr voneinander.

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