Archiv der Kategorie: Körperliche Krankheit

Eine kurze Geschichte des menschlichen Körpers von Bill Bryson (Hörbuch)

„Das Wunder des menschlichen Lebens besteht nicht darin, dass wir ein paar Schwächen haben, sondern dass wir durch sie nicht untergehen.“ (CD 1, Track 7)

Nach dem Zusammenfassen der wichtigsten Grundlagen (z.B. Aufbau von Zellen, Informationen zu Genen, Hormonen etc.) erzählt Bill Bryson in Eine kurze Geschichte des menschlichen Körpers von Haut und Haaren, Mikroben, Gehirn, Kopf, Mund und Rachen, Herz und Blut, Skelett, Gleichgewichtssinn, Immunsystem, Lunge und Atmung, Ernährung und Verdauungstrakt, Schlaf, Sexualität und Fortpflanzung, Nerven und Schmerzen sowie verschiedenen Erkrankungen.

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Ich rede von der Cholera. Ein Bericht aus Paris von 1832 von Heinrich Heine

„Eine Totenstille herrscht in ganz Paris. Ein steinerner Ernst liegt auf allen Gesichtern.“

Im Mai 1831 machte sich Heinrich Heine auf den Weg nach Paris, und im Dezember des gleichen Jahres war Heine Korrespondent der bedeutendsten deutschsprachigen Tageszeitung der damaligen Zeit.

Im Frühjahr 1832 wurde Paris von der Cholera heimgesucht, und Heine beschließt, die Stadt nicht fluchtartig zu verlassen, sondern über die Auswirkungen der Cholera auf das Leben in Paris zu berichten.

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Das Leben ist groß von Jennifer DuBois

„Einmal, in Norwegen, habe ich fünfzehn Züge vorausgedacht, aber es hätte einen viel einfacheren Weg zum Sieg gegeben, und den habe ich übersehen. Sich zu sehr auf die Zukunft zu konzentrieren kann lähmend sein, habe ich festgestellt.“

Die Amerikanerin Irina Ellison hat eine sehr genaue Vorstellung davon, wie ihr Leben verlaufen wird: Ihr Vater litt an Chorea Huntington, ist nach 18 qualvollen Jahren gestorben, und Irina erwartet das selbe Los.

Nach dem Tod ihres Vaters stößt sie auf eine Kiste voller Zeitungsartikel über den Schachweltmeister Alexander Kimowitsch Besetow, auf eine Kopie eines Briefes, den ihr Vater an Besetow geschrieben hatte, sowie das recht nichtssagende Antwortschreiben einer gewissen Elisabeta Nasarowna.

Irina möchte die Antworten bekommen, die ihr Vater nie erhalten hat, und macht sich auf den Weg nach Russland, um Besetow zu finden. Das Leben ist groß von Jennifer DuBois weiterlesen

Mal Aria von Carmen Stephan

„Ist das nicht phantastisch, ihr Menschen seid nur eine unnütze Hülle für Wesen, die es nicht mal zu Fühlern geschafft haben, die nicht mehr als ein Klumpen ohne Geist und Seele sind.“

Carmen wird in Brasilien von einem Moskito gestochen und plötzlich schwer krank. Keiner erkennt, was die Ursache für ihre Krankheit ist, keiner denkt an Malaria. Nur die Anopheles-Mücke, die Carmen gestochen hat, weiß Bescheid, bleibt in ihrer Nähe, fühlt sich nach dem Bluttrinken mit Carmen verbunden, versucht, den anderen Hinweise zu geben und Carmen so zu retten. Dabei erzählt der Moskito die Geschichte des Wechselfiebers, philosophiert über Leben und Tod, kommentiert die Zerstörung der Erde durch den Menschen. Mal Aria von Carmen Stephan weiterlesen

Wie Krankheiten Geschichte machen. Von der Antike bis heute von Ronald D. Gerste

„Der 8. Mai 1980 kann durchaus als eine Sternstunde der Menschheit bezeichnet werden. An diesem Tag erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf die Pocken offiziell für ausgerottet. Zum ersten Mal überhaupt war eine epidemische Krankheit eliminiert worden.“ (Seite 135)

Ronald D. Gerste erzählt in Wie Krankheiten Geschichte machen nicht nur von Krankheiten wie Pest, Syphilis, Pocken, Gicht, Cholera, (Spanischer) Grippe, Tuberkulose und AIDS, sondern auch von verschiedenen historischen Personen, deren Krankheiten den Lauf der Geschichte (möglicherweise) beeinflussten und veränderten.

Erwähnt werden dabei z.B. Mary Tudor, Alexander der Große, Caligula, Stauferkönig Friedrich II, Johann Sebastian Bach, George Washington, Wladimir Iljitsch Lenin, Adolf Hitler, Franklin D. Roosevelt, Josef Stalin, Richard Nixon und John F. Kennedy.

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Schmetterling und Taucherglocke von Jean-Dominique Bauby

„Nichts fehlte, außer mir. Ich war anderswo.“

Im Alter von 43 Jahren erlitt Jean-Dominique Bauby, Chefredakteur der Elle, einen Hirnstamm-Infarkt, woraufhin er vollständig gelähmt war, nicht sprechen und nur durch Blinzeln mit seiner Umwelt interagieren konnte.

Schmetterling und Taucherglocke wurde von Bauby mit seinem linken Augenlid diktiert. Bauby starb nur wenige Tage nach der Erstveröffentlichung in Frankreich an Herzversagen.

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Monatsthema „Körperliche Krankheit“ im April 2021

Vor mehr als zwei Jahren habe ich ein Monatsthema zu psychischen Störungen gemacht, das mir nach wie vor sehr am Herzen liegt. Nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie habe ich aber überlegt, dass es nun auch Zeit für ein Monatsthema zu körperlichen Erkrankungen ist, und genau das mache ich im April 2021.

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Die Stadt der Blinden von José Saramago

„Es gibt viele Arten, zum Tier zu werden, dachte er. Das ist nur der Anfang.“

Ein Mann wartet mit seinem Auto an einer roten Ampel. Als die Ampel auf grün umschaltet, fährt er nicht los: Er ist plötzlich erblindet.

Er wird von einem Mann nach Hause gebracht, der sich erst freundlich zeigt, doch dann sein Auto stiehlt, und die Frau des Blinden begleitet ihn in eine Augenarztpraxis, um dieser sonderbaren Blindheit auf die Schliche zu kommen.

Innerhalb weniger Stunden erblinden nicht nur der Autodieb und die Frau des ersten Blinden, sondern auch der Augenarzt und seine Patienten. Nur die Frau des Augenarztes bleibt verschont.

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Der Report der Magd von Margaret Atwood (Hörbuch)

„Es gibt mehr als nur eine Form von Freiheit […], Freiheit zu und Freiheit von.“ (CD 1, Track 15)

Die USA in naher Zukunft: Infolge der Verseuchung mit radioaktiven, biologischen und chemischen Stoffen sind viele Menschen nicht mehr zeugungsfähig, und nach dem Staatsstreich einer christlich-fundamentalistischen Gruppierung wird eine theokratische Diktatur, die Republik Gilead, errichtet. Hier herrschen strenge Regeln, und vor allem die Rolle der Frau wird neu definiert. Frauen dürfen kein Eigentum besitzen, müssen sich den Männern völlig unterordnen und haben (wenn sie zeugungsfähig sind) die Pflicht, Kinder zu gebären.

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Irgendwo in diesem Dunkel von Natascha Wodin (Hörbuch)

„aber jedes Mal spürte ich, dass sich irgendwo in diesem Dunkel der Schlüssel zu ihrem Leben verbarg. Alles schien von Anfang an um dieses Geheimnis zu kreisen, und weil das Eigentliche unaussprechlich war, war bei uns immer alles unaussprechlich gewesen, schon die simpelste, belangloseste Wahrheit war so etwas wie Gift, das auf keinen Fall in den Mund genommen werden durfte.“ (CD 1 , Track 8)

Im Jahre 1989 kehrt die Ich-Erzählerin zur Beerdigung ihres Vaters in ihre alte fränkische Heimat zurück, wo sie in den 1950ern und 1960ern aufgewachsen ist. Ihr Vater kam 1944 mit seiner Ehefrau aus dem südukrainischen Mariupol als Zwangsarbeiter nach Deutschland, fühlte sich in diesem fremden Land jedoch nie zugehörig und nie heimisch. Und ebenso geht es seiner Tochter, die in der Schule angefeindet und ausgestoßen wird, die in Deutschland lange nicht Fuß fassen kann. Irgendwo in diesem Dunkel von Natascha Wodin (Hörbuch) weiterlesen