Archiv der Kategorie: Psychische Störungen

Die Kunst der Intervention. 22 Therapeutinnen und Therapeuten im Gespräch von Uwe Britten (Herausgeber)

„Therapeutinnen und Therapeuten können nicht nicht intervenieren.“ (Seite 9)

Uwe Britten hat für sein Buch eine Menge Personen zusammengetragen, die mir namentlich bereits bekannt waren und die Experten für die jeweiligen Themen sind.

So findet man z.B. Ausführungen von Andreas Knuf zu Emotionsausdruck, von Gitta Jacob zu Therapiefallen, von Friederike Schmidt-Hoffmann zu Psychosen, von Stefan Weinmann zu therapeutischen Settings, von Claas-Hinrich Lammers zu Narzissmus, von Ewald Rahn zur Borderline-Persönlichkeitsstörung und von Tobias Teismann zu Suizidalität.

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Innere Bilder in der Verhaltenstherapie. Die Macht der Vorstellungskraft nutzen von Erika Güroff

„Unser Denken und Sprechen ist durchwoben von Bildern und Metaphern und diese lassen sich in der psychotherapeutischen Arbeit gezielt integrieren.“ (Klappentext)

Ich hatte sehr großes Interesse am Buch, denn ich schätze den Einsatz von Metaphern in meiner psychotherapeutischen Tätigkeit, wobei ich kurze, knackige Vergleiche und Metaphern bevorzuge und keine langen, ausführlichen Geschichten mag.

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Änderungsmotivation fördern von Katrin Hötzel und Ruth von Brachel

„Motivation ist also notwendig, um mit der ‚eigentlichen‘ Therapie zu beginnen.“ (Seite 1)

Nach einer Einführung bieten die beiden Autorinnen einen Überblick über theoretische Modelle und Erklärungsansätze (z.B. Transtheoretisches Modell der Veränderung, Selbstbestimmungstheorie), gehen auf Diagnostik und Indikation ein (z.B. Messinstrumente, Selbstwirksamkeit), befassen sich mit Gesprächsführung und Interventionen (z.B. aktives Zuhören, Umgang mit Widerstand, Reframing, Werte, Metaphern) und stellen die Evidenzlage und wissenschaftliche Befunde dar.

Am Ende des Buches finden sich zudem drei ausführliche Fallgeschichten sowie Arbeitsblätter.

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Auf der Spur des Morgensterns. Psychose als Selbstfindung von Dorothea Buck

„Sie erkannte klar: Nur, wenn die Erfahrungen von Menschen in psychischen Krisen gehört, respektiert und ernst genommen werden, kann Psychiatrie ein angemessenes, tieferes Verstehen psychischer Erkrankungen und psychisch erkrankter Menschen entwickeln.“ (Seite 9, Vorwort von Fritz Bremer)

Dorothea Buck berichtet in Auf der Spur des Morgensterns von ihrem Leben, ihren Sehnsüchten und ihrem Leiden sowie von ihrer Genesung: von ihrer Kindheit und dem Wunsch, Kindergärtnerin zu werden, von Jugend und erstem Verliebtsein, von Eingebungen und Religion, von Anstalt und Zwangssterilisierung, von Töpfern und Bildhauerei, von Kardiazolspritzen und Krampfanfällen, von Krieg und Euthanasie, von Insulinkur und Suizidalität, von Sinnsuche und Recovery.

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Suizid und Suizidprävention. Ein Handbuch für die medizinische und psychosoziale Praxis von Manfred Wolfersdorf und Elmar Etzersdorfer

„Wer sich mit Suizid beschäftigt, beschäftigt sich mit dem Leben!“ (Seite 10)

Manfred Wolfersdorf und Elmar Etzersdorf setzen sich in ihrem Buch mit den vielfältigen Facetten und Aspekten von Suizidalität auseinander: Begriffsbestimmung und Formen von Suizidalität, Epidemiologie, Entwicklung von Suizidalität, ätiopathogenetische Modelle, Suizidprävention und Krisenintervention, Suizidalität bei depressiven Störungen, Schizophrenie, Persönlichkeitsstörungen, Demenz und bipolarer Störung sowie Kliniksuizid, Psychopharmakotherapie, Postvention und Suizidbeihilfe.

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Prokrastination – Extremes Aufschieben (Fortschritte der Psychotherapie) von Anna Höcker, Margarita Engberding und Fred Rist

„Prokrastination führt […] als Symptomatik innerhalb psychischer Störungen vielfach zu erheblichem Leiden und zu Beeinträchtigungen und stellt oft auch für sich genommen ernstzunehmendes Beratungsanliegen dar.“ (Seite 1)

Der Band Prokrastination – Extremes Aufschieben aus der Reihe „Fortschritte der Psychotherapie“ befasst sich initial mit Beschreibung und Definition, erklärt den Unterschied zwischen „normalem“ Aufschieben und Prokrastination, stellt Forschungskriterien vor, vermittelt Informationen zu Epidemiologie, Verbreitung, Differenzialdiagnostik etc.

In einem weiteren Kapitel stellen die Autoren Störungstheorien und Erklärungsansätze vor, befassen sich im Anschluss mit Diagnostik und Indikation und wenden sich schließlich der eigentlichen Behandlung zu.

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Kein Stress mit der Entspannung. Praxisbezogene Vermittlung psychologischer Erholungstechniken von Gilles Michaux und Martine Hoffmann

„Mit diesem Buch wollen wir Anfängern, aber auch erfahrenen Kollegen und Kolleginnen das notwendige Rüstzeug an die Hand geben, um Entspannungstechniken bei verschiedenen Störungsbildern optimal einzusetzen.“ (Seite 9)

Gilles Michaux und Martine Hoffmann, von denen ich bereits das gelungene Buch Grenzenlos emotional gelesen habe, befassen sich in Kein Stress mit der Entspannung mit verschiedenen Entspannungstechniken.

Dabei thematisieren sie z.B. Sympathikus und Parasympathikus, Nebennierenmark und Nervus vagus, Progressive Relaxation und Autogenes Training, Atementspannung und Herzratenvariabilität, Achtsamkeit und Meditation, Hypnose und Konfusionstechnik, Biofeedback und Neurofeedback, Apps und Virtual Reality, bifokale Techniken und Klopftechniken, Sexualität und Schlaf.

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Zwangsstörung. Grundlagen – Formen – Interventionen von Charles Benoy und Marc Walter (Herausgeber)

„All dies erscheint bitter, wenn man bedenkt, welch gute Behandlungsmöglichkeiten heute für Zwangsstörungen zur Verfügung stehen. Doch leider erreichen die effektiven Therapiemethoden letztlich nur einen kleinen Teil der Betroffenen.“ (Seite 13f)

Das Buch befasst sich initial mit den Grundlagen der Zwangsstörung: Erscheinungsbild und Klassifikation, Epidemiologie und Verlauf, theoretische Modelle, psychodynamische und systemische Aspekte sowie Neurobiologie.

Danach gehen die Autorinnen und Autoren näher auf die Diagnostik, die Differenzialdiagnosen und Komorbidität ein. Sie befassen sich mit spezifischen Perspektiven (Kindes- und Jugendalter, höheres Lebensalter, kulturspezifische Aspekte) und schließlich mit der Behandlung (kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze, kognitive Techniken, dritte Welle, Pharmakotherapie, psychosoziale Behandlungsinterventionen, technologiegestützte Behandlung, Einbezug von Angehörigen).

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Auf der Sonnenseite. Wege zu mehr Selbstliebe, Selbstbewusstsein und Selbstwert von Bea Engelmann

„Menschen, die sich selbst lieben […], sind in der Lage, gut zu sich selbst zu sein.“ (Seite 2)

Das Kartenset behandelt die Themen Selbstliebe, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstverantwortung. Das Booklet gibt Ideen für den Einsatz.

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Kartenset Arbeiten mit Bedürfnissen von Miriam Tölgyesi

„Die Auseinandersetzung mit den eigenen Bedürfnissen fällt nicht allen Menschen leicht. […] Für sich selbst die eigene Bedürftigkeit einzugestehen, muss trainiert werden. Es ist eine Herausforderung, für diese Bedürfnisse beim Gegenüber ein zustehen und diese für eine Zusammenarbeit zu gewinnen, um das Bedürfnis zu stillen.“ (Seite 2)

Das Booklet enthält Informationen zu Bedürfnissen und Methodenvorschläge für den Einsatz. Die Karten bilden eine Vielzahl an Bedürfnissen ab, von Liebe, Zuneigung und Würde über Sicherheit, Durchsetzungsvermögen und Disziplin bis zu Ruhe, Gemeinschaft und Kommunikation.

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