Schlagwort-Archive: Zaristisches Russland

Wintergeschichten von Anton Čechov

„der Frost ist stark, er klirrt“ (Seite 17)

Ich liebe russische Autoren des 19. Jahrhunderts und lese diese am liebsten in der kalten Jahreszeit, da dies meiner Meinung nach oft besser zur Stimmung in den Büchern passt.

Die Jahreszeiten-Reihe zu Anton Čechov lese ich passend in den jeweiligen Jahreszeiten, und als vor ein paar Wochen der Winter über Deutschland hereingebrochen ist, hat dieser Winter-Band natürlich perfekt gepasst.

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Späte Blumen. Herbstgeschichten von Anton Čechov

„Es ist angenehm, zu frieren und sich naß regnen zu lassen, wenn man weiß, daß man sich gleich aufwärmen kann.“ (Seite 32)

Anton Čechovs Herbstgeschichten thematisieren unerfüllte Liebe und Freundschaft, Aristokratie und Leibeigenschaft, Traurigkeit und Schwermut, Musik und Spiritismus, Vodka und Piroggen, Gewalt und Schulden, Krankheit und Tod, Armut und Reichtum,
Geistliche und Beamte, Bauern und Jäger, Herren und Lakaien.

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Sommergeschichten von Anton Čechov

„Dort, in der freien Natur, unter dem blauen Himmelsgewölbe, im Anblick des grünen Waldes und gurgelnder Bäche, in Gesellschaft der Vögel und grüner Käfer werden Sie begreifen, was das Leben ist.“ (Seite 20)

Christine Stemmermann hat sommerliche Geschichten von Anton Pavlovič Čechov zusammengetragen. So wird z.B. vom Familienvater Ivan Ivanyč erzählt, der das Leben nicht mehr aushält und seinen Freund bittet, ihm seinen Revolver zu leihen, oder vom 39-jährigen Makar Baldastov, der sich 15 Mal angeschickt hat zu heiraten, der aber trotzdem Junggeselle ist.

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Pique Dame (Illustrierte Lieblingsbücher, Band 8) von Alexander Puschkin

„Die Anekdote von den drei Karten hatte ihm stark die Sinne erhitzt und ihn noch die Nacht über heimgesucht.“ (Seite 28)

In einer durchspielten Nacht erfährt der Pionieroffizier Hermann, dass die Großmutter des anwesenden Tonski, „die Gräfin“, vor Jahrzehnten herausfand, wie man beim Glückssiel drei Gewinnkarten voraussehen kann.

Hermann ist daraufhin besessen von der Idee, der Gräfin das Geheimnis zu entlocken, und so dringt er in ihr Haus ein und zwingt sie mit vorgehaltener Pistole, ihr Wissen mit ihm zu teilen.

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Verbrechen und Strafe. Graphic Novel nach Fjodor Dostojewski von Bastien Loukia

„Wird nicht ein einziges winziges Verbrechen von tausend guten Taten wettgemacht? […] Für ein einziges ausgelöschtes Leben werden Tausende Leben wieder lebenswert.“ (Seite 39)

Der verarmte Student Rodion Romanowitsch Raskolnikow lebt in St. Petersburg und muss immer mehr seines (ohnehin eher kärglichen) Besitzes bei der gefürchteten, habgierigen Pfandleiherin Aljona Iwanowna versetzen. Bei diesen Gelegenheiten erkundet er ihre Wohnung und ihre Gewohnheiten, denn er plant ein Verbrechen, und eines Tages erschlägt er sie mit einem Beil. Auch ihre Schwester Lisaweta, die zufällig in der Wohnung der Pfandleiherin auftaucht, tötet er, kann zwar unbemerkt fliehen, doch findet keine Ruhe mehr.

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Liebesgeschichten von Iwan Sergejewitsch Turgenew

Liebesgeschichten enthält zwei Novellen („Asja“ und „Eine Unglückliche“) und eine Erzählung („Das Lied der triumphierenden Liebe“) Iwan Sergejewitsch Turgenews. Während die beiden Novellen in sehr realistischer Weise das Scheitern von Liebesbeziehungen und die Verzweiflung der Liebenden darstellen, weist „Das Lied der triumphierenden Liebe“ phantastische Elemente auf und lässt die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum/Fiktion verschwimmen. Liebesgeschichten von Iwan Sergejewitsch Turgenew weiterlesen

Der Doppelgänger von Fjodor Michailowitsch Dostojewski (Hörbuch)

„Herr Goljadkin erkannte sofort seinen nächtlichen Freund. – Sein nächtlicher Freund aber war niemand anders als er selbst – ja: Herr Goljadkin selbst, ein anderer Herr Goljadkin und doch Herr Goljadkin selbst – mit einem Wort und in jeder Beziehung war er das, was man einen Doppelgänger nennt.“

Der Tag, an dem die Erzählung beginnt, startete für Herrn Jakow Petrowitsch Goljadkin, einen eher schüchternen Beamten in Petersburg, bereits auf ungewöhnliche Weise: Statt sich auf den Weg in sein Büro zu machen, fährt er zusammen mit seinem herausgeputzten Diener Petruschka in festlicher Kleidung zu seinem Arzt Krestian Iwanowitsch Rutenspitz. Goljadkin redet wirr, und der Arzt ist besorgt ob des Gesundheitszustands seines Patienten.

Goljadkins Tag wird immer sonderbarer, und schließlich gerät seine Welt vollends aus den Fugen, denn er trifft in seiner Wohnung auf seinen eigenen Doppelgänger. Dieser sieht genauso aus wie Goljadkin, aber in allem, was er tut, ist er besser als der echte Goljadkin, der in der Erzählung „der Held“ genannt wird. Der Doppelgänger von Fjodor Michailowitsch Dostojewski (Hörbuch) weiterlesen

Oblomow von Iwan Alexandrowitsch Gontscharow (Hörbuch)

„Und immer dasselbe?“
„Ja, bis zum Grabe. Das ist das Leben!“
„Nein, das ist nicht das Leben!“
„Was ist es dann deiner Meinung nach?“
„Das, das ist eine Oblomowerei.“
„Ob-lo-mowerei! Ob-lo-mo-we-rei! Worin besteht denn deiner Ansicht nach das Lebensideal? Nicht in der Oblomowerei? Streben denn nicht alle nach dem, wovon ich träume? Alle streben doch nach Ruhe und Stille.“

Ilja Iljitsch Oblomow entstammt dem russischen Adel und ist mit materieller Sicherheit aufgewachsen. Als Erwachsener ist er unfähig, sich um seine Angelegenheiten zu kümmern, verbringt seine Tage und Nächte in seiner Wohnung in der Petersburger Gorochowaja, versucht zwar, der permanenten Schläfrigkeit und Trägheit zu entfliehen, verschiebt jedoch alles, was sein Diener Sachar an ihn heranträgt, auf den nächsten Tag, so dass das väterliche Gut Oblomowka immer mehr verfällt, sich die Rechnungen immer weiter auftürmen und wichtige Briefe nicht beantwortet werden. Oblomow von Iwan Alexandrowitsch Gontscharow (Hörbuch) weiterlesen