
„Wer normal ist, ist gesund. Und normal ist, wer ein angepasstes soziales Leben führt. Diese Gleichsetzung wird erst in der Umkehrung zum Problem: Wer sich nicht normal verhält, ist nicht normal, folglich ist er nicht gesund. Er ist psychisch gestört, ist verrückt, ist geisteskrank. Die beiden letzten Begriffe werden in der Fachwelt längst nicht mehr verwendet, weil sie abwertend sind, im öffentlichen Bewusstsein aber wirken sie unverändert fort.“ (Seite 20)
Asmus Finzen, den ich bereits von seinem großartigen Buch Schizophrenie kenne, widmet sich in Normalität der Frage, wo und wie (und ob) die Grenzen zwischen „normal“ und „abnorm“, zwischen „gesund“ und „krank“ gezogen werden können.
Normalität. Die ungezähmte Kategorie in Psychiatrie und Gesellschaft von Asmus Finzen weiterlesen