Schlagwortarchiv: Sachbuch

Herzblut. Spitzenchirurgie zwischen Leben und Tod von Rüdiger Lange (Buch und Hörbuch)

„Nicht weil die Dinge schwierig sind, wagen wir sie nicht, sondern weil wir sie nicht wagen, sind sie schwierig.“ (Seite 9, Zitat von Lucius Annaeus Seneca)

Rüdiger Lange, einer der erfahrensten und renommiertesten Herzchirurgen der Welt, erzählt in seinem Buch von seiner großen Passion: Er ist fasziniert vom Herzen, und er steckt den Leser damit problemlos an.

Er erzählt in seinem Buch von seinem Wunsch, Herzchirurg zu werden, von seiner Ausbildung, unter anderem in Harvard, und den Menschen, die seinen Weg begleiteten, die ihn prägten. Lange berichtet von Verlusten und Sehnsüchten, vom Experimentieren und Perfektionieren, von eigens durchgeführten Herzoperationen und
von speziellen OP-Techniken.

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Der Fluss der Götter. Die abenteuerliche Expedition zu den Quellen des Nils von Candice Millard

„Anstatt sich stromaufwärts zu kämpfen, nur um dann entscheiden zu müssen, welcher der verwirrend vielen Zuflüsse als eigentliche Nilquelle in Frage kam, fassten Entdecker einen kühnen Alternativplan: Sie würden an der Ostküste Afrikas anlegen, weit unterhalb des Äquators, und von dort aus ins Landesinnere vordringen. Irgendwann, so ihre Hoffnung, würden sie auf die Wasserscheide stoßen, von der aus ein einzelner Fluss seine über sechstausend Kilometer lange Reise gen Norden begann, nach Ägypten.“ (Seite 15)

Mitte des 19. Jahrhunderts machten sich Richard Burton und John Speke auf den Weg zu einer Reise auf dem afrikanischen Kontinent. Im Auftrag der Royal Geographical Society erkundeten sie den Verlauf des Nils.

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Wir Klimawandler. Wie der Mensch die Natur der Zukunft erschafft von Elizabeth Kolbert

„Die Erwärmung der Atmosphäre und der Ozeane, die Versauerung der Meere, der Anstieg des Meeresspiegels, das Verschwinden der Gletscher, die Wüstenbildung, die Nährstoffanreicherung – das sind nur einige der Begleiterscheinungen, die der Erfolg des Menschen mit sich bringt.“ (Seite 17)

Elizabeth Kolbert erzählt in ihrem Buch von der Umleitung der Fließrichtung des Chicago River und invasiven Arten, Überflutungen und Hurrikans, Devils Hole und Atomwaffentests, Korallenriffen und Weißbrandkrankheit, Gentechnik und Aga-Kröte, Kohlenstoffemissionen und Negativemissionen, dem Vulkanexplosivitätsindex und Solar-Geoengineering.

„Manchmal ist es besser, nichts zu tun, als etwas zu tun. Manchmal ist es umgekehrt.“ (Seite 156, Zitat von Paul Kingsnorth)

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Psychopharmaka reduzieren und absetzen. Praxiskonzepte für Fachkräfte, Betroffene, Angehörige von Peter Lehmann und Craig Newnes (Hg.)

„Klar ist, für die Behandelnden sollte gelten: Wer ansetzt, muss auch absetzen können.“ (Seite 13)

Dieses Buch enthält Texte verschiedener Autoren, die sich zum Beispiel mit Gründen für das Absetzen oder die Reduktion von Psychopharmaka auseinandersetzen, die zweifelhafte prophylaktische Wirkung von Neuroleptika und Antidepressiva behandeln, die Prädiktoren für erfolgreiches Absetzen von Psychopharmaka vorstellen.

Zudem setzen sich die Autor:innen im Buch mit einer möglichen Abhängigkeit von Antidepressiva und Neuroleptika auseinander, stellen professionelle Strategien und Konzepte vor, gehen näher auf hyperbolisches Ausschleichen von Antidepressiva, Ausschleichstreifen zum hyperbolischen Absetzen von Psychopharmaka, den Umgang mit Rebound-Effekten beim Absetzen von Psychopharmaka und das Absetzen beziehungsweise Reduzieren von Psychopharmaka-Kombinationen ein.

Am Ende des Buches liefern die Autor:innen zudem Strategien und Konzepte der Selbsthilfe und der unterstützten Selbsthilfe, zum Beispiel Angehörigenunterstützung, Peer-Unterstützung und Online-Plattformen.

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Die Psyche des Bösen. Im Kopf der Mörder. Ein Profiler ermittelt von Axel Petermann

„Die Psychologie des Bösen zeigt uns, dass es nicht DEN Täter gibt, nicht DAS Monster. Und doch kehren Motive wieder: Macht, Kontrolle, Rache, sexuelle Dominanz, das Ausleben von Fantasien, die in keinem moralischen Raster Platz finden. Solche Motive entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie wurzeln oft in frühen Erfahrungen: Zurückweisung, Gewalt, Missbrauch. Nicht jeder, der Schlimmes erlebt, wird Täter. Aber fast jeder Täter trägt in seiner Biografie Spuren, die seine spätere Gewalt erklären helfen.“ (Seite 10f)

Axel Petermann erzählt in seinem Buch von drei Fallgeschichten: von Carola Raabe, die 1989 im Alter von 13 Jahren spurlos verschwunden ist; von Roger B., der schon in seiner Kindheit Mädchen würgte und später kriminell und gewalttätig war; sowie von einer Messerattacke, bei der die 34-jährige Sonja Hauser starb und für die ein Käsereilehrling zu einer Jugendstrafe von 13 Jahren verurteilt wurde.

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Bakterien – Die heimlichen Helden von Peter Wohlleben

„Wer sich mit Pflanzen, speziell mit Bäumen, beschäftigt, kommt an Bakterien nicht vorbei, die den grünen Partnern in vielerlei Hinsicht helfen. Ob an den Wurzeln oder auf den Blättern, überall tummeln sich ungezählte Arten der kleinen Helfer. Das ist auf der menschlichen Haut oder im Darm nicht anders und zählt schon lange zum Allgemeinwissen.“ (Seite 9)

Der Förster Peter Wohlleben erzählt in seinem Buch Bakterien. Die heimlichen Helden initial von schwarzen Rauchern und Evolution, geht dann auf Mikrobiom, Körpergeruch, Seifenspender und Trüffeln ein, erzählt von Luftbakterien und Milchsäurebakterien und endet sein Buch mit einer Zukunftsvision, in der er zum Beispiel auf Mikroplastik eingeht.

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Einsamkeit. Warum sie uns alle betrifft von Maike Luhmann

„In der Covid-19-Pandemie lernten wir auf die harte Tour, wie wichtig andere Menschen für uns sind und wie wir unsere sozialen Kontakte auch unter widrigen Umständen aufrechterhalten können. Wir waren zwar allein. Aber wir taten alles dafür, nicht einsam zu werden.“ (Seite 9)

Maike Luhmann erzählt in ihrem Buch initial, was Einsamkeit überhaupt ist, beschreibt im Verlauf, wie man Einsamkeit misst, welchen Einfluss Freunde, Familie, Partner und Haustiere haben, wie verbreitet Einsamkeit in der Stadt versus auf dem Land, in kollektivistischen versus individualistischen Gesellschaften, in verschiedenen Altersgruppen etc. ist. Luhmann erzählt von Phubbing und FOMO, problemorientierten versus emotionsorientierten Bewältigungsstrategien, von Kosten der Einsamkeit und von Strategien gegen Einsamkeit sowie bietet eine Zukunftsversion.

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Das große Buch vom Schlaf. Die enorme Bedeutung des Schlafs von Matthew Walker (Hörbuch)

„Wer dauerhaft weniger als sechs oder sieben Stunden pro Nacht schläft, zerstört sein Immunsystem, sodass sich das Krebsrisiko mehr als verdoppelt. Die Schlafdauer hat maßgeblichen Einfluss darauf, ob ein Mensch an Alzheimer erkrankt oder nicht. Unzureichender Schlaf – selbst ein geringfügiger Mangel, der nur eine Woche andauert – beeinträchtigt den Blutzuckerspiegel so stark, dass sich eine Vorstufe eines Diabetes feststellen lässt. Verkürzter Schlaf erhöht die Wahrscheinlichkeit für verstopfte und spröde Arterien, was langfristig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen und kongestiver Herzinsuffizienz führen kann.“ (Track 2)

Matthew Walker befasst sich im ersten Abschnitt seines Buches mit der Beeinflussung des Schlafrhythmus und mit der Veränderung des Schlafverhaltens im Laufe des Lebens.

Danach setzt er sich mit den Auswirkungen von Schlafmangel auf das Gehirn und auf den Körper auseinander.

Im dritten Abschnitt geht es um Träumen im REM-Schlaf sowie um Kreativität im Traum und Traumsteuerung.

Im vierten und letzten Kapitel beschreibt Walker Schlafstörungen und den Tod durch Schlafmangel, verschiedene Einflussfaktoren, die den Schlaf behindern, medikamentöse und therapeutische Behandlung sowie die Interaktion zwischen Schlaf und Gesellschaft.

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Das Igel-Tagebuch. Über die Hoffnung und einen stacheligen Gefährten von Sarah Sands

„Liebe ist eine Beziehung zwischen Dingen, die sterben.“ (Zitat des Philosophen Roger Scruton)

Sarah Sands pflegt ihren kranken Vater und findet zusammen mit ihrem zweijährigen Enkel einen kranken Igel in ihrem Garten. Sie nennen den Igel Horace und bringen ihn in Emma’s Hedgehog Hospital, eine lokale Igelstation. Dort wird der Igel untersucht, und es wird festgestellt, dass er erst vier bis sechs Wochen alt ist und dass es sich nicht um ein männliches Tier, sondern um ein Weibchen handelt, so dass Sarah den Igel Peggy nennt.

„Wer Erfahrung mit Igeln hat, weiß, dass man schnell handeln muss, wenn man einen kranken Igel retten möchte.“

Peggy ist sehr krank und ihr Leben hängt an einem seidenen Faden – genau wie das des Vaters von Sarah.

Und während Sarah ihren Vater betreut und pflegt, versucht sie immer mehr über Igel zu erfahren und sucht ganz gezielt nach Informationen.

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Der natürliche Sterbeverlauf. Die letzten vier Phasen am Lebensende von Michael Hatzenbühler

„Ja, wir Ärztinnen und Ärzte verfügen über Wissen über Physiologie, Pharmakologie und Anatomie, wir besitzen ein recht umfassendes theoretisches und wissenschaftlich fundiertes Wissen über den Menschen und seine Erkrankungen. Das darf uns jedoch nicht dazu verleiten, paternalistisch, bevormundend oder gar rechthaberisch zu agieren.“ (Seite 12f)

Der Palliativmediziner Michael Hatzenbühler, der etwa 5000 Sterbende begleitet hat, erzählt in seinem Buch initial, was natürliches Sterben überhaupt ist, geht näher auf unbegründete Ängste ein, spricht von natürlichen Veränderungen in den Sterbephasen, thematisiert Akzeptanz des Sterbens, bietet Empfehlungen und Anregung für Sterbende und für Angehörige, beschreibt, was die Hospizbewegung und die SAPV, die spezialisierte ambulante Palliativversorgung, sind. Am Ende erklärt er was kurative und was palliative Behandlung bedeutet.

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