Schlagwort-Archive: Psychotherapie

Stationäre evidenzbasierte Psychotherapie bei Psychosen. Kognitiv-verhaltenstherapeutisches Praxismanual von Stefan Klingberg und Klaus Hesse

„Menschen mit Psychosen sind einer in jeder Hinsicht schädlichen Stigmatisierung ausgesetzt. Oft haben wir uns gefragt, ob diese Stigmatisierung nicht auch durch die professionell in der Psychiatrie Tätigen erfolgt. Wie sonst kann man erklären, dass insgesamt so wenig Zeit und Mühe in die psychotherapeutische Behandlung dieser Patientengruppe investiert wird, wo auf der anderen Seite die Evidenz für die Wirksamkeit vergleichsweise gut belegt ist und alle hochwertigen Behandlungsleitlinien die Psychotherapie für die Routinebehandlung empfehlen.“ (Seite 13)

Stefan Klingberg und Klaus Hesse beschreiben initial die Erfolge in der Psychosenpsychotherapie, erwähnen im Anschluss ungünstige Ausgangsbedingungen, präsentieren Themen und Strategien für Einzelgespräche.

Im folgenden Abschnitt stellen sie eine Orientierungsgruppe vor, die auf Lebensziele, Situationseinschätzung, Unterstützungsmöglichkeiten und Entscheidungshilfe für die Behandlung fokussiert.

Danach präsentieren die beiden Autoren eine Psychoedukationsgruppe (Verlauf und Symptomatik, Ursachen der Erkrankung, Behandlung, Erkennen von Frühsymptomen) und schließlich eine Angehörigengruppe.

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Tyrannen in meinem Kopf. Zwangsgedanken überwinden – ein Selbsthilfeprogramm von Sally M. Winston und Martin N. Seif

„Verwechseln Sie Gedanken nicht mit Tatsachen!“ (Seite 57)

Sally M. Winston und Martin N. Seif erzählen in ihrem Ratgeber von normalen inneren Stimmen und sich festbohrenden Gedanken, von aufdringlichen Gedanken und Impulsen, von den verschiedenen Arten aufdringlicher Gedanken, von Fakten und Fiktion bezüglich der Bedeutung unserer Gedanken, wie das Gehirn unerwünschte Gedanken kreiert, was ineffektive Strategien sind und warum manche Dinge nicht funktionieren, was man tatsächlich tun kann, um weniger unter bestimmten Gedanken zu leiden etc.

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Verbitterung und Posttraumatische Verbitterungsstörung von Michael Linden

„Verbitterung ist eine allgemein bekannte menschliche Emotion. Alle Menschen können sich spontan etwas unter einer ‚verbitterten Person‘ vorstellen und/oder waren selbst schon verbittert. […] Und ebenso wie Angst kann auch Verbitterung – je nach Intensität, Dauer und Folgen – pathologisch werden und sich zu einer psychischen Störung entwickeln.“ (Seite 1)

Michael Linden stellt in seinem Band aus der Reihe Fortschritte der Psychotherapie initial das Störungsbild der Posttraumatischen Verbitterungsstörung (PTED) vor, bietet dann Störungstheorien und -modelle, erwähnt Resilienz und Schutzfaktoren bei Kränkung, gibt basale Informationen zur Diagnostik der Verbitterungsstörung.

Den größten Teil des Buches nimmt die Behandlung der PTED ein (u.a. Weisheitstherapie und Exposition).

Am Ende fasst Linden die empirische Evidenz und Wirksamkeit zusammen, benennt sozialmedizinische und juristische Aspekte.

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Posttraumatische Belastungsstörungen. Herausforderungen in der Therapie der PTBS von Christine Knaevelsrud, Alexandra Liedl und Nadine Stammel

„Ziel dieses Buches ist es, möglichst praxisnahe Ideen zu vermitteln, wie mit Herausforderungen der PTBS-Behandlung im Zusammenhang mit Komorbiditäten und Therapiehürden umgegangen werden kann. Schwerpunktmäßig haben wir uns vor allem auf Themen konzentriert, die in bisherigen Veröffentlichungen nicht oder nur unzureichend praxisnah behandelt wurden, in der psychotherapeutischen Praxis allerdings häufig vorkommen.“ (Seite 12)

Die Autorinnen des Buches bieten initial Informationen zu Grundlagen der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), z.B. zu Störungsbild, kognitiver Therapie und therapeutischer Beziehung.

Danach gehen sie näher auf besondere Gruppen (PTBS im fortgeschrittenen Lebensalter, PTBS bei Patienten mit Täteranteilen), auf besondere Settings (PTBS im interkulturellen Kontext, PTBS im sozialen Kontext, PTBS bei anhaltender Bedrohung) sowie auf Komorbiditäten (chronische Schmerzen, psychotisches Erleben, Dissoziation) ein.

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Der Gefühls- und Bedürfnisnavigator. Gefühle & Bedürfnisse wahrnehmen von Gerlinde R. Fritsch

„In jeder Psychotherapierichtung – sei sie verhaltenstherapeutisch, psychodynamisch oder humanistisch orientiert – wird den Patienten nahegelegt, besser auf sich achtzugeben und die eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen.“ (Seite 7)

Gerlinde Ruth Fritsch fasst in ihrem schmalen Büchlein neurobiologische Grundlagen zur Psychosomatik zusammen, benennt Auslöser für Gefühle, beschreibt, warum Gefühle sinnvoll sind, erklärt, wie man Gefühle wahrnehmen kann, erwähnt Pseudogefühle.

Im Anschluss legt die Autorin dar, wie Gedanken unsere Gefühle beeinflussen, welche Rolle Bedürfnisse spielen, wie Körper, Gedanken und Gefühle zusammenhängen.

Schließlich thematisiert sie Werte und Veränderungsstrategien.

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Therapie-Basics CBASP von Anne Guhn

„Das Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) wurde von James P. McCullough, Jr., als störungsspezifische Methode für Betroffene mit chronischen Depressionen entwickelt.“ (Seite 13)

Anne Guhn berichtet in ihren Therapie-Basics initial, wie CBASP entstand, was Grundlagen und Grundhaltungen von CBASP sind, welche Indikationen und Kontraindikationen es gibt.

Danach schildert Guhn einen beispielhaften bzw. idealtypischen Therapieverlauf und widmet sich der Frage, wie man im CBASP eine Therapiebeziehung gestaltet.

Schließlich stellt Guhn die wichtigsten Techniken und Strategien im CBASP vor, beantwortet häufig gestellte Fragen, bietet Beispiele und Hilfestellungen, listet Dos und Don’ts auf.

Am Ende des Buches kann der Leser sein Wissen überprüfen und findet zudem Literaturempfehlungen und Infos zur CBASP-Zertifizierung.

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Aggressive und sexuelle Zwangsgedanken. Ein Therapieleitfaden von Thomas Hillebrand

„[…] diese Art von Zwangsgedanken suggerieren mit hoher emotionaler Intensität eine Bedrohung, die gar nicht existiert. Diese Menschen sind genau das NICHT, was sie befürchten, sondern sie sind Opfer komplexer kognitiver und emotionaler Fehlinterpretationen […].“ (Seite 9)

Thomas Hillebrand beschreibt initial die Merkmale aggressiver und sexueller Zwangsgedanken (z.B. Inhalte, Häufigkeit, Geschlechterverteilung, Abgrenzung zu normalen Intrusionen).

Danach geht er detailliert auf Ätiologiemodelle ein, stellt u.a. den kognitiv-behavioralen Ansatz, den metakognitiven Ansatz und den inferenzbasierten Ansatz vor.

Schließlich bietet Hillebrand einen Abriss diagnostischer Verfahren, bevor er ausführlich auf die Therapie aggressiver und sexueller Zwangsgedanken eingeht. Hierbei widmet er sich anfangs grundsätzlichen Aspekten der Behandlungsrationale, befasst sich mit Bewertungsfehlern und beschreibt das genaue Vorgehen bei einer Exposition in sensu und in vivo. Auch die Pharmakotherapie wird (kurz) erwähnt.

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Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten. Das Therapeutenmanual von Martin Bohus und Martina Wolf-Arehult

„Die beste Rache ist ein gutes Leben.“ (Seite 41)

Martin Bohus und Martina Wolf-Arehult beschreiben in ihrem Buch initial, was Skills überhaupt sind, welche Rahmenbedingungen fürs Skillstraining wichtig sind, wie die Sitzungen strukturiert sind etc.

Im weiteren Verlauf stellen sie die einzelnen Module im Detail vor: Hintergründe und Fakten, Einführung in das Skillstraining, Achtsamkeit, Stresstoleranz, Umgang mit Gefühlen, Zwischenmenschliche Fertigkeiten, Selbstwert, Umgang mit Sucht.

Schließlich bieten Bohus und Wolf-Arehult noch Grundlagen zur Borderline-Persönlichkeitsstörung und zur Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT).

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Therapie-Tools Angststörungen von Silka Hagena und Malte Gebauer

„Angst hat dem Menschen in der Evolutionsgeschichte als Schutzmechanismus gedient. Sie führt in gefährlichen Situationen dazu, dass sich unsere Sinne schärfen, der Herzschlag sich erhöht und unser Körper seine Energiereserven auf die überlebensfördernde Funktionsebene fokussiert.“ (Seite 9)

Silka Hagena und Malte Gebauer fassen in ihrem Buch initial diagnostische Interventionen und Instrumentarien zusammen, setzen sich dann mit Zielklärung und Veränderungsmotivation auseinander, geben einen Überblick über Psychoedukation und Selbstbeobachtung, schreiben über Kontrollerleben und Angstbewältigung, stellen kognitive und emotionale Strategien in der Angstbewältigung vor, erklären Exposition zur Angstbewältigung und widmen sich zum Abschluss der Aufrechterhaltung und der Rückfallprophylaxe.

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Raus aus den Lebensfallen. Das Schematherapie-Begleitbuch von Eckhard Roediger

„Man könnte das etwas salopp einen ‚zweiten Bildungsweg für Beziehungserfahrungen‘ nennen, der schlechte Erfahrungen aus der Kindheit ‚nachbessert‘. Außer Psychotherapien können übrigens auch vertrauensvolle und verlässliche Liebesbeziehungen die Persönlichkeitsstrukturen von Menschen positiv beeinflussen!“ (Seite 18)

Nach einer Einleitung mit Informationen darüber, wie die Schematherapie entstanden ist, was das Besondere an der Schematherapie ist, was Vorteile des Schematherapie-Ansatzes sind und was die Schematherapie von anderen Therapieformen unterscheidet, widmet sich Eckhard Roediger den Grundlagen der Schematherapie (Entstehung von Schemata, Veränderung von Schemata), dem Schemamodell (Arten von Schemata, Grundbedürfnisse hinter den Schemata, Schema-Bewältigungsreaktionen) und dem Modusmodell (Definition eines Modus, Arten von Modi usw.).

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