Schlagwort-Archiv: Psychotherapie

Künstliche Intelligenz und Psychotherapie von Christiane Eichenberg, Henrik Bischoff und Julian Krusche

„Die Frage, ob Computer uns Therapeut:innen ersetzen können, wird sowohl von Ängsten als auch von Hoffnungen begleitet.“ (Seite 16)

Christiane Eichenberg, Henrik Bischoff und Julian Krusche bieten in ihrem Buch initial Grundlagen von KI in der Psychotherapie, erklären, was künstliche Intelligenz ist und wie sich digitale Psychotherapie entwickelt hat.

Im Folgenden gehen Sie auf Chatbots und virtuelle Therapeut:innen, auf KI in der Diagnostik und Früherkennung, auf personalisierte Therapieansätze durch KI, auf KI-unterstützte Virtual-Reality-Anwendungen und Serious Games, auf die praktische Umsetzung für KI in der Psychotherapieausbildung, auf KI in der Psychotherapieforschung und die Anwendung in verschiedenen Therapieschulen ein.

Im dritten Abschnitt thematisieren die Autor:innen Ethik und Datenschutz, Mensch-Maschine-Interaktion in der Therapie und Regulierung und Zertifizierung von KI-Therapie-Tools.

Im vierten und letzten Teil finden sich Ausführungen zur Zukunft der Psychotherapie mit KI sowie ein Fazit und Handlungsempfehlungen.

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IRRT-Emotionsregulation. Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy bei Verhaltensrückfällen von Martin Fleckenstein, Rolf Köster und Susanne Leiberg

„Die Fähigkeit, Emotionen zu erkennen, auszuhalten und zu regulieren, ist zentral für die psychische Gesundheit – und zugleich eine der größten Herausforderungen in der Psychotherapie.“ (Seite 9)

Martin Fleckenstein, Rolf Köster und Susanne Leiberg erzählen in ihrem Buch initial von Emotionen und Emotionsregulation bei psychischen Erkrankungen, gehen dann näher auf Modelle der Emotionsregulation und IRRT-ER ein.

Sie bieten im Anschluss eine Zusammenfassung der Geschichte von IRRT und den bisherigen Therapieansätzen, berichten über den konkreten Ablauf einer IRRT-ER-Sitzung und stellen am Ende ihres Buches neun Fallbeispiele vor, bei denen IRRT-ER angewendet wurde.

Im Anhang finden sich sowohl IRRT-ER-Merkkarten als auch Möglichkeiten der Weiterbildung.

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Bipolare Störungen (Fortschritte der Psychotherapie) von Martin Hautzinger und Thomas D. Meyer

„Affektive Störungen lassen sich in uni- bzw. monopolar verlaufende Depressionen und bipolare Störungen unterteilen, wobei letztere früher unter dem Begriff ‚manisch‑depressiv‘ bekannt waren. Der Hauptunterschied zwischen unipolaren und bipolaren Störungen ist die Abwesenheit bzw. das Vorliegen von Phasen maniformer Symptomatik, also von Manien oder Hypomanien (leichter ausgeprägten Manien). Obwohl manche Patienten mit bipolaren Störungen ausschließlich Manien erleben, dominieren depressive Episoden im Verlauf bipolarer Störungen.“ (Seite 1)

Martin Hautzinger und Thomas D. Meyer setzen sich in ihrem Buch aus der Reihe Fortschritte der Psychotherapie knapp, dennoch fundiert und lehrreich mit der Beschreibung bipolarer Störungen auseinander, berichten zu Störungswissen und Störungsmodellen, thematisieren Diagnostik mit Selbst- und Fremdbeurteilungsinstrumenten, erklären, was bei der Behandlung und der Rückfallprophylaxe wichtig ist, und beschreiben am Ende ihrer Ausführungen die Effektivität und die empirische Evidenz von Therapiemethoden.

Im Anhang findet sich die Young Mania Rating Scale, ein Stimmungstagebuch, ein Arbeitsblatt zum Vergleich von gesunden versus depressiven und (hypo-) manischen Phasen, ein Wochenplan zur Alltagsgestaltung und zum Aufbau angenehmer Tätigkeiten sowie ein Arbeitsblatt zur besseren Planung.

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Therapie-Tools Grübeln von Nicole Kindermann

„Wie unser Denken zu einem erfüllten und sinnstiftenden Leben beiträgt oder aber genau das Gegenteil bewirkt und Menschen ins Unglück stürzt, ist eine nicht nur spannende, sondern wesentliche Frage unserer menschlichen Existenz.“ (Seite 10)

Nicole Kindermann befasst sich in ihren Therapie-Tools zum Thema Grübeln zum einen mit der Psychoedukation von repetitivem negativem Denken, zum anderen mit Funktionsanalysen und Ursachen von Rumination und schließlich mit verschiedenen Techniken zum Umgang mit repetitivem negativem Denken.

Sie setzt hierbei einen Fokus auf aufmerksamkeitsfokussierte Techniken, achtsamkeitsfokussierte Techniken, defusionsfokussierte Techniken, inhaltsfokussierte Techniken, emotionsfokussierte Techniken, verhaltensfokussierte Techniken und Techniken für Metakognitionen. Am Ende bietet sie zudem Hinweise zur Rezidivprophylaxe.

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Suizid in der Psychotherapie. Informationen und Unterstützung für Behandelnde von Tobias Teismann, Birgit Wagner und Laura Hofmann

„Zusammenfassend bedeutet dies, dass das Vorliegen einer psychischen Störung einen echten Risikofaktor für suizidales Erleben und Verhalten darstellt – und gleichzeitig, dass die allerwenigsten Menschen, die an einer psychischen Störung leiden, durch einen Suizid sterben werden.“ (Seite 9)

Tobias Teismann, Birgit Wagner und Laura Hofmann setzen sich in ihrem Buch zum einen mit Grundlagen und verschiedenen Erfahrungen mit Suiziden auseinander. Sie besprechen in diesem Abschnitt zum Beispiel den Hindsight‑Bias, blicken auf die Empirie der Patientensuizide und lassen Betroffene von Patientensuizid ihre Geschichte erzählen, zum Beispiel von Suizid in der Ausbildung, im stationären oder ambulanten Setting.

Im nächsten Abschnitt gehen die Autor:innen auf emotionale Anforderungen ein, etwa Schuld- und Schamgefühle, Trauer und Selbstwirksamkeit. Sie berichten zudem von äußeren Anforderungen, zum Beispiel Angehörige oder Mitpatient:innen nach einem Suizid in der Klinik, und beschreiben schließlich die organisatorischen Anforderungen, etwa die Rolle der Institution oder Einrichtung, Postvention, Supervision und Intervision sowie Peer-Support.

Im Abschnitt 3 erfährt der Leser mehr zu rechtlichen Rahmenbedingungen, zum Beispiel Rechtslage und Dokumentation.

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Persönlichkeitsstörungen therapieren. Theorie und Praxis von Rainer Sachse

„Eine Psychotherapie mit Klient*innen durchzuführen, die eine sogenannte Persönlichkeitsstörung aufweisen, kann therapeutisch sehr herausfordernd sein: Die Klienten benötigen eine besondere Art von therapeutischer Beziehungsgestaltung sowie spezielle therapeutische Strategien, und nicht selten bringen sie den behandelnden Therapeuten in ‚schwierige Interaktionssituationen‘.“ (Seite 9)

Rainer Sachse, von dem ich schon einige Bücher über Persönlichkeitsstörungen gelesen habe und dessen Modell der doppelten Handlungsregulation ich regelmäßig für die Diagnoserückmeldung einer Persönlichkeitsstörung verwende, erzählt in seinem Buch Persönlichkeitsstörungen therapieren im ersten Teil von der Definition und Abgrenzung von Persönlichkeitsstörungen und geht näher auf Beziehungsmotive, Schemata, Manipulationen und Tests ein.

Im zweiten Teil beschäftigt er sich mit der Psychotherapie von Persönlichkeitsstörungen, fokussiert dabei auf die therapeutische Beziehungsgestaltung, den Umgang mit Manipulationen und Tests sowie den Aufbau von Änderungsmotivationen.

Im dritten Teil setzt sich Sachse mit der Praxis der Therapie von Persönlichkeitsstörungen auseinander, erklärt hier zum Beispiel weiche und harte Konfrontationen sowie die Kosten von Konfrontationen.

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Bildlich gesprochen. 77 Metaphern für Psychotherapie, Beratung und Coaching von Robert Rossa und Julia Rossa

„Metaphern helfen uns, symbolische Distanz zu schaffen und machen über den Vorgang der Externalisierung Gefühle benenn- und besprechbar. Sprachliche Bilder können so eine Brücke zwischen Gefühl und Verstand schlagen und ermöglichen es, indirekt über schmerzhafte Erfahrungen zu sprechen.“ (Seite 2)

Das Karten-Set enthält 77 Karten. Auf der Kartenvorderseite ist ein Bild abgedruckt, das zur jeweiligen Metapher passt, und hinten auf der Karte finden sich verschiedene Wörter, die mit einer Metapher assoziiert sind, sodass man darüber ins Gespräch kommen kann.

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„Dann ist das wohl psychosomatisch!“ von Alexander Kugelstadt

„Dieses Buch ist für Sie geeignet, wenn Sie sich für die Beziehung zwischen Körper und Seele interessieren, wenn Sie manchmal unerklärliche Beschwerden haben oder jemanden kennen, der jemanden kennt, der darunter leidet; oder wenn Sie es erstrebenswert finden, sich selbst, also Ihre Psyche und Ihre Körperreaktionen, besser zu verstehen.“ (Seite 20)

Alexander Kugelstadt erzählt in seinem Buch zunächst, wie Körper und Seele zusammenarbeiten, wieso unsere Gefühle so kompliziert sind, wie wir den Umgang damit verbessern können, was Stress auslöst und was Stress mit uns macht.

Im zweiten Teil des Buches setzt er sich mit verschiedenen psychischen Störungen und Problembereichen auseinander, zum Beispiel Trichotillomanie, Grübeln und Zwangshandlungen, Hypochondrie, Depressionen, Traumafolgestörungen und somatoforme Störungen.

Im dritten Teil geht Kugelstadt näher darauf ein, wie man seine psychosomatische Gesundheit fördern kann. Und im vierten Teil des Buches beschreibt er u.a. die Wirksamkeit von Psychotherapie und den Ablauf einer psychosomatischen Behandlung.

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Mentalisieren in der Psychotherapie. Strategien für die therapeutische Praxis von Carla Sharp und Dickon Bevington

„Und das ist meine Hoffnung für diesen hervorragenden Band. Es ist zweifelsohne die am klarsten geschriebene und am leichtesten zugängliche Darstellung der MBT, die bisher verfügbar ist.“ (Seite 11, Geleitwort)

Carla Sharp und Dickon Bevington gehen in ihrem Buch initial auf Rahmenbedingungen für Mentalisierung ein. Sie erklären danach, was Mentalisieren überhaupt ist, wie sich Mentalisieren entwickelt, welche Schwierigkeiten beim Mentalisieren und beim Lernen auftreten können.

Sie gehen im Anschluss auf die Struktur der MBT, der mentalisierungsbasierten Therapie, ein, beschreiben die mentalisierende Haltung und listen mentalisierende Interventionen auf.

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