Schlagwort-Archiv: Fachbuch

Therapie-Tools Grübeln von Nicole Kindermann

„Wie unser Denken zu einem erfüllten und sinnstiftenden Leben beiträgt oder aber genau das Gegenteil bewirkt und Menschen ins Unglück stürzt, ist eine nicht nur spannende, sondern wesentliche Frage unserer menschlichen Existenz.“ (Seite 10)

Nicole Kindermann befasst sich in ihren Therapie-Tools zum Thema Grübeln zum einen mit der Psychoedukation von repetitivem negativem Denken, zum anderen mit Funktionsanalysen und Ursachen von Rumination und schließlich mit verschiedenen Techniken zum Umgang mit repetitivem negativem Denken.

Sie setzt hierbei einen Fokus auf aufmerksamkeitsfokussierte Techniken, achtsamkeitsfokussierte Techniken, defusionsfokussierte Techniken, inhaltsfokussierte Techniken, emotionsfokussierte Techniken, verhaltensfokussierte Techniken und Techniken für Metakognitionen. Am Ende bietet sie zudem Hinweise zur Rezidivprophylaxe.

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Suizid in der Psychotherapie. Informationen und Unterstützung für Behandelnde von Tobias Teismann, Birgit Wagner und Laura Hofmann

„Zusammenfassend bedeutet dies, dass das Vorliegen einer psychischen Störung einen echten Risikofaktor für suizidales Erleben und Verhalten darstellt – und gleichzeitig, dass die allerwenigsten Menschen, die an einer psychischen Störung leiden, durch einen Suizid sterben werden.“ (Seite 9)

Tobias Teismann, Birgit Wagner und Laura Hofmann setzen sich in ihrem Buch zum einen mit Grundlagen und verschiedenen Erfahrungen mit Suiziden auseinander. Sie besprechen in diesem Abschnitt zum Beispiel den Hindsight‑Bias, blicken auf die Empirie der Patientensuizide und lassen Betroffene von Patientensuizid ihre Geschichte erzählen, zum Beispiel von Suizid in der Ausbildung, im stationären oder ambulanten Setting.

Im nächsten Abschnitt gehen die Autor:innen auf emotionale Anforderungen ein, etwa Schuld- und Schamgefühle, Trauer und Selbstwirksamkeit. Sie berichten zudem von äußeren Anforderungen, zum Beispiel Angehörige oder Mitpatient:innen nach einem Suizid in der Klinik, und beschreiben schließlich die organisatorischen Anforderungen, etwa die Rolle der Institution oder Einrichtung, Postvention, Supervision und Intervision sowie Peer-Support.

Im Abschnitt 3 erfährt der Leser mehr zu rechtlichen Rahmenbedingungen, zum Beispiel Rechtslage und Dokumentation.

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Persönlichkeitsstörungen therapieren. Theorie und Praxis von Rainer Sachse

„Eine Psychotherapie mit Klient*innen durchzuführen, die eine sogenannte Persönlichkeitsstörung aufweisen, kann therapeutisch sehr herausfordernd sein: Die Klienten benötigen eine besondere Art von therapeutischer Beziehungsgestaltung sowie spezielle therapeutische Strategien, und nicht selten bringen sie den behandelnden Therapeuten in ‚schwierige Interaktionssituationen‘.“ (Seite 9)

Rainer Sachse, von dem ich schon einige Bücher über Persönlichkeitsstörungen gelesen habe und dessen Modell der doppelten Handlungsregulation ich regelmäßig für die Diagnoserückmeldung einer Persönlichkeitsstörung verwende, erzählt in seinem Buch Persönlichkeitsstörungen therapieren im ersten Teil von der Definition und Abgrenzung von Persönlichkeitsstörungen und geht näher auf Beziehungsmotive, Schemata, Manipulationen und Tests ein.

Im zweiten Teil beschäftigt er sich mit der Psychotherapie von Persönlichkeitsstörungen, fokussiert dabei auf die therapeutische Beziehungsgestaltung, den Umgang mit Manipulationen und Tests sowie den Aufbau von Änderungsmotivationen.

Im dritten Teil setzt sich Sachse mit der Praxis der Therapie von Persönlichkeitsstörungen auseinander, erklärt hier zum Beispiel weiche und harte Konfrontationen sowie die Kosten von Konfrontationen.

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Albträume und Trauma. Wechselwirkungen zwischen Traum und Traumata von Reinhard Pietrowsky

„Selbstverständlich besteht ein Zusammenhang zwischen Traum und Trauma, dieser Zusammenhang ist jedoch nicht so eng, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte. So gibt es natürlich Albträume infolge erlebter Traumata, aber es gibt auch traumabezogene Träume, die keine Albträume sind. Und längst nicht alle Albträume sind auf Traumatisierungen zurückzuführen und viele erlebte Traumatisierungen führen auch nicht zu Albträumen oder einer Traumafolgestörung.“ (Seite 7)

Reinhard Pietrowsky fasst in seinem Buch die wichtigsten Inhalte zum Thema Träume und Albträume sowie Albträume im Rahmen von Traumafolgestörungen zusammen. Er geht im Folgenden auf die Funktionalität von Albträumen für die Traumafolgen ein, setzt sich mit Sonderformen posttraumatischer Albträume auseinander (Oneiroid, luzide Albträume, hypnagoge und hypnopompe Zustände, Schlafparalyse und REM‑Schlaf-Verhaltensstörung).

Im ausführlichsten Teil seines Buches geht er auf die Behandlung von posttraumatischen Albträumen ein.

Am Ende bietet der Autor einen kurzen Abriss der Effektivität der Albtraumbehandlung.

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Alpträume. Ein Therapiemanual von Johanna Thünker und Reinhard Pietrowsky

„Alpträume sind vermutlich den meisten Menschen aus eigenen Erfahrungen bekannt. Jedoch sind vereinzelt auftretende Alpträume keine klinische Störung, so wie auch das Erleben von Angst oder Trauer per se keine klinische Störung ist. Erst das gehäufte Auftreten einzelner Symptome, vor allem aber das damit verbundene Leiden (beim Betroffenen selbst oder seiner Umwelt) und die Unausweichlichkeit der Symptome machen diese zu einer klinisch relevanten Störung.“ (Seite 11)

Johanna Thünker und Reinhard Pietrowsky stellen in ihrem Buch initial den theoretischen Hintergrund von Alpträumen dar, beschreiben dabei die Störung und bieten Störungstheorien sowie Ätiologiemodelle, Informationen zu Diagnostik und Indikationen. Danach gehen sie näher auf den Stand der Therapieforschung ein.

Im Abschnitt Therapie finden sich allgemeine Informationen zum therapeutischen Vorgehen, eine Einführung in die Alptraumtherapie, Entspannungsverfahren, Imagination und die eigentliche Alptraum-Modifikation, basierend auf der Imagery Rehearsal Therapy (IRT).

Schließlich gehen die beiden Autor:innen auf Besonderheiten bei der Behandlung traumatisierter Patient:innen und auf Alptraumtherapie bei Kindern und Jugendlichen ein.

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Drogenentzug und Pharmakotherapie. Fallbesprechungen für den klinischen Alltag von Brigitte Bohnsack

„Begegnung auf Augenhöhe, d.h. weder paternalistisch von oben herab, häufig verbunden mit moralisierend-abwertender Haltung, noch idealisierend oder fürsorglich entmündigend.“ (Seite 6)

Brigitte Bohnsack stellt in ihrem Buch verschiedene Fälle vor, die sich um den Entzug von Drogen und Alkohol drehen, z.B. Alkoholentzugsbehandlung, Entzug von Pregabalin und Diazepam mit Opioid-Agonisten-Therapie, Delir bei schwerer Alkoholintoxikation, Benzodiazepin-Entzugsbehandlung, Notaufnahme mit Heroin-Entzugssyndrom und Abbruch einer Entzugsbehandlung.

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Pocket Guide Psychopharmaka von A bis Z von Otto Benkert

„Ein zuverlässiger Begleiter für den Alltag auf Station oder in der Praxis – nicht nur für Psychiater.“ (Klappentext)

Otto Benkert fasst in seinem Buch die wichtigsten Informationen über Psychopharmaka zusammen. Dabei geht er von A bis Z auf verschiedene Wirkstoffe ein und bietet jeweils Informationen zu Einsatzmöglichkeiten, Informationen über die Wirkung auf den Rezeptor, Handelsnamen, Indikationen, Dosierung, Nebenwirkungen, Interaktionen, geht genauer auf Besonderheiten in der Schwangerschaft ein, erwähnt wichtige Dinge, die man beachten muss, und setzt sich mit Gefahren auseinander, die mit dem jeweiligen Medikament einhergehen können.

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Achtsamkeitsbasierte Rückfallprävention bei Substanzabhängigkeit. Das MBRP-Programm von Sarah Bowen, Neha Chawla und G. Alan Marlatt

„Achtsamkeit ist eine besonders wirksame kognitive Fähigkeit für die Praxis der Rückfallprävention.“ (Seite 25)

„Achtsamkeitsbasierte Rückfallprävention (MBRP, Mindfulness-Based Relapse Prevention) ist ein Programm, bei dem achtsamkeitsbasierte Meditationspraktiken und bisherige Ansätze zur Rückfallprävention miteinander verbunden werden.“ (Seite 19)

Die Autor:innen beschreiben initial, wie achtsamkeitsbasierte Rückfallprävention durchgeführt wird.

Danach findet man im Buch das MBRP-Therapiemanual mit der detaillierten Beschreibung der einzelnen Sitzungen: Autopilot und Rückfall, achtsame Wahrnehmung von Auslösern und Suchtmittelverlangen, Achtsamkeit im Alltag, Achtsamkeit in Rückfallrisikosituationen, Akzeptanz und bewusstes Verhalten, Umgang mit Gedanken, Selbstfürsorge und ausgewogener Lebensstil sowie soziale Unterstützung und weiteres Üben.

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Imagery Rescripting. Psychotherapeutische Techniken der imaginativen Überschreibung von Jessica Uhl

„In den folgenden Kapiteln werden wir in die faszinierende Welt der imaginativen Überbeschreibung eintauchen – eine bahnbrechende Technik, die es uns ermöglicht, aversive Erinnerungen umzufоrmen, dysfunktionale Grundüberzeugungen zu bearbeiten und emotionale Belastungen zu bewältigen.“ (Seite 11)

Jessica Uhl setzt sich in ihrem Buch mit der Geschichte von Imaginationstechniken und der Entstehung des Imagery Rescripting auseinander. Danach bietet sie aktuelle Forschungsbefunde zur Wirksamkeit und zu potenziellen, zugrundeliegenden Wirkmechanismen.

Im größeren Abschnitt der praktischen Durchführung beschreibt sie allgemeine Instruktionen zur Durchführung von Imagery Rescripting sowie klassisches Imagery Rescripting und Imagery Rescripting mit Selbstanteilen.

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Kompendium Traumafolgen. Verlauf, Behandlung und Rehabilitation der komplexen PTBS von Robert Bering und Sonja Thüm

„Posttraumatisches Wachstum ist erhöht nach therapeutischer Behandlung […] und stärker bei Personen, die eine PTBS entwickeln.“ (Seite 70)

Die Autoren des Buches setzen sich sehr intensiv mit der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (KPTBS) auseinander. Sie erklären initial das Störungsbild und die Krankheitsfolgen, thematisieren im Verlauf die Diagnostik und schließlich die Therapie, den Behandlungsverlauf sowie die Behandlung und Rehabilitation im integrativen Verlaufsmodell. Dabei behandelt das Buch traumatherapeutische Strategien verschiedener Therapieschulen (psychodynamisch und verhaltenstherapeutisch).

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