
„Ich war zu naiv, um die tiefe Zerrissenheit im Land zu erahnen. Nicht zerrissen in Schwarz oder Weiß. Das wäre ja kinderleicht. Nein, da sind nicht nur zwei – da sind Myriaden von Seiten. Und durch all die Risse kommt das Licht hinein.“ (Seite 9)
Dreißig Tage lang reist Nadine Pungs durch den Iran. Ihre Wege führen sie unter anderem nach Teheran, Qom, Kashan, Esfahan, Yazd, Qeshm, Shiraz, Kermanshah, Hamedan und Tabriz.
In Das verlorene Kopftuch erzählt Pungs von Gastfreundschaft und Ta‘arof, Nouruz und Religion, Zensur und Sittenpolizei, Schah Mohammad Reza Pahlevi und Ayatollah Khomeini, Mode und Tschador, Schreinen und Moscheen, Ash und Dugh, Wüste und Karawansereien, Teppichen und Backgammon, Azan und Picknick, Windtürmen und Zarathustra, Alkohol und Crystal Meth, Straßenverkehr und Todesstrafe. Das verlorene Kopftuch von Nadine Pungs weiterlesen
In diesem Post liste ich Belletristik, Sachbücher und Reisebücher aus dem und über den Iran auf. Ich würde mich sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.
„Man kann nur dann wirklich reisen, wenn man loslässt und annimmt, was jeder Ort zu bieten hat, ohne ihn in eine bekannte Schablone pressen zu wollen.“ (Freya Stark)
„Das stört mich am meisten, wenn ich im Iran bin: dass ich wahr und unwahr manchmal nicht unterscheiden kann.“
„Der Iran ist ein Land mit vielen Dimensionen und voller Widersprüche, schwer zu fassen und endlos faszinierend.“
Amir Teimuri und Kami Soheil wachsen in Bandare Anzali, einer Hafenstadt im Norden des Iran, auf und haben sich fest vorgenommen, die iranischen Provinz zu verlassen und in Teheran zu studieren.
Die 15-jährige Fatemeh sitzt in einem Gefängnis im Iran und wartet auf ihre Hinrichtung. Sie hat von einem Gefängniswärter ein Heft und einen Stift erhalten und berichtet nun von ihrem Leben und von ihrer Familie, vor allem von ihrer geliebten Tante, die seit ihrer Kindheit nicht mehr spricht und von allen „die Stumme“ genannt wird.
Bereits seit 800 Jahren bewohnt Agha Djans Familie das Haus an der Moschee in Senedjan. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts leben hier neben dem Familienoberhaupt und Kaufmann Agha Djan dessen Frau und seine 3 Kinder sowie die Familien des Imams Alsaberi und die des Muezzins Agha Schodja.
„Es gibt keine schlechten Orte, wenn du reist, um Menschen zu treffen.“