Kategoriearchiv: Allgemein

Memories of Heidelberg von Heinz Strunk (Hörbuch)

„Sie bringt mein Herz zum Rasen, früher vor Verlangen, jetzt vor Angst.“ (Track 2)

Isolde und Bertram sind seit 18 Jahren verheiratet, sie haben sich ins Boutiquehotel Kurpfalz am Neckarufer eingebucht, sind zum x-ten Mal in Heidelberg, leben eigentlich in Oldenburg, und die Zeit in Heidelberg soll ihr Eheleben wieder aufpeppen.

Nach der Ankunft müssen sie den Schlüssel für ihr Hotelzimmer auf dem Gastro-Schiff Karolina abholen. Sie beschließen, hier gleich zu essen, verbringen einen guten Abend auf dem Schiff. Und so enden sie Abend für Abend wieder auf der Karolina, auch wenn diese Abende schon bald nicht mehr lecker und aufregend, sondern eher quälend sind.

Die gesamte Zeit in Heidelberg ist alles andere als ein fröhlicher Urlaub, der das Potenzial hat, die Beziehung zu retten: Das Hotel ist weniger gut als erwartet. Isolde nörgelt, Bertram ist genervt. Dem Hörer beziehungsweise Leser wird hier sehr detailliert die Dynamik zwischen den beiden verdeutlicht.

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Einstein im Bade von Daniel Mellem

„Meines Erachtens darf es gar nicht erst dazu kommen, dass ein Gast einen Wunsch verspürt, den der Gastgeber nicht längst erfüllt hat. Es gilt, mögliche Wünsche nicht abzulesen, sondern sie vorauszusehen.“

Im September 1920 ereignet sich im Hotel „Rastender Kranich“ in Bad Nauheim ein äußerst seltenes Ereignis: Jemand hat sich beschwert.

Philipp Lenard, Physikprofessor aus Heidelberg, taucht im Hotel auf und wird vom Direktor persönlich in Empfang genommen. Lenard ist anlässlich der 86. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte angereist – und er ist nur einer von unzähligen und namhaften Wissenschaftlern.

Als der Direktor des Hotels – Kleeberger – Lenard sein Zimmer zeigt, passiert es: Das Zimmer, das für Lenard gedacht war, ist bereits belegt. Und als die beiden das Zimmer betreten, steht vor ihnen der berühmte und splitterfasernackte Max Planck.

Dann zeigt sich zudem noch, dass die beiden sich überhaupt nicht mögen, sodass die Situation noch schwieriger ist als sowieso schon.

Das Zimmer wurde versehentlich doppelt belegt, und Lenard ist unzufrieden mit der Alternative. Kleeberger verspricht, dass Lenard nur eine Nacht zur Straße hin schlafen muss und gleich am nächsten Tag ein Zimmer mit Innenhofblick bekommen wird.

Ein Versprechen, das Kleeberger sehr sicher nicht halten kann, denn das Hotel ist komplett ausgebucht. Aber Kleeberger legt sich ordentlich ins Zeug.

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Mehr Essen essen (Illustrierte Lieblingsbücher, Band 22) von Kat Menschik

„Man staunt immer wieder, wie köstlich Gemüse ist. Und wie reichhaltig und abwechslungsreich man sich ernähren kann.“ (Seite 8)

Kat Menschik stellt in ihrem wundervoll illustrierten Buch Mehr Essen essen zahlreiche Rezepte vor, wobei die meisten davon vegetarisch sind.

Mit dabei sind zum Beispiel ein Rotkrautsalat, ein winterlicher Eintopf, Spargel mit Estragonbutter, Zitronentarte, Sommergalette, kalte Rote-Bete-Suppe, gefüllte Paprikaschoten, gebratener Chicorée, eine Gemüsesuppe mit Graupen und Safran sowie ein Schokoladenkuchen.

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Kein Geld, kein Glück, kein Sprit von Heinz Strunk (Hörbuch)

„Glauben ist leichter als Zweifeln.“ (Track 17)

Heinz Strunk erzählt in seinem Buch erzählt unter anderem von Sonja, die ihren Schluckauf nicht loswird und aus Verzweiflung ihr Leben beenden will. Er berichtet auch von einem Sprecher, dem keiner mehr zuhören möchte, von Horst, der versucht, seinem Schicksal zu entfliehen, und von einer Frau, die sich lediglich die Nase operieren lassen möchte, dann jedoch an einen vollkommen unfähigen und zweifelhaften Schönheitschirurgen gerät.

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Das Gurkerl von Johanna Sebauer

„Nicht immer kann man das, was einem so widerfährt in seinem Leben an Aus-den-Fugen-Geratenem, im Nachhinein noch erklären […].“ (Seite 5)

Der Pertak ist ein wichtiger und unabkömmlicher Kerl, hat in der Redaktion ein Einzelbüro, ist dauernd am Telefon und hat feste Routinen.

Eines Tages öffnet er den Deckel seines Gurkenglases, um sich ein spätes Frühstück zuzubereiten. Und da passiert es: Beim Biss ins Gurkerl spritzt ihm Gurkerlwasser ins linke Auge.

Am nächsten Tag trägt der Pertak ein Augenpflaster, und am Ende der Woche erscheint seine Kolumne, die er über die Gurkerlwasserangelegenheit und die Gefährlichkeit von Gurkerlwasser verfasst hat.

Die Geschichte zieht schließlich immer größere Kreise.

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Popóm von Johanna Sebauer

„Denn ich wusste, dieser Mann, den ich nur kurz von vorne gesehen hatte, als er vor dem Regal mit den Konserven sich zu mir umgedreht hatte, bevor er nach den Dosenpfirsichen gegriffen hatte, dieser Mann, der womöglich doppelt so alt war wie ich, dessen Car-Coat-Rücken ich an die Kasse gefolgt war, wo wir jetzt standen – mein Augenlid zuckte, ich atmete zitternd -, dieser Mann, und darüber gab es keinen einzigen Zweifel: Dieser Mann war ich.“ (Seite 8)

Das Leben von Hendrik Popom, Ende 20, ist nicht gerade auf seinem Höhepunkt: Sein Agenturjob läuft nicht so gut, mit seiner Freundin Anja könnte es auch besser sein, und dann macht er auch noch eine sonderbare Begegnung, die ihn durcheinanderbringt und sein Leben stark beeinflusst: An einem Sommerabend begegnet der Protagonist des Romans sich selbst in einem Kiosk.

Der Mann, bei dem sich Hendrik Popom sicher ist, dass es sich um ihn selbst handelt, auch wenn der Mann, gekleidet in einem saharagelben Car-Coat, mit braunen Lederschuhen und taubengrauem Hut, etwa doppelt so alt ist wie er selbst, stellt sich schließlich als Hendrik Popóm vor.

Die beiden treffen sich zufällig wieder. Popóm fühlt sich verfolgt und veräppelt von Hendrik, der seinen Namen auf der ersten Silbe betont – Pópom -, doch schließlich versteht auch Popóm, dass er sich selbst getroffen hat.

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Morgen gehe ich einkaufen, falls der Markt noch steht. Leben und Überleben im Kongo von Judith Raupp

„Nein, wir bleiben.“
„Seid ihr verrückt? Wieso das denn?“
„Wegen der Menschen.“
(Seite 7)

Seit 2011 leben Judith Raupp und ihr Partner Emanuel in der Demokratischen Republik Kongo (DRK). Bereits 2020 war der Rückflug nach Deutschland geplant, doch dann beschließen die beiden spontan, doch im Land zu bleiben.

Nun, im Jahre 2025, sind sie noch immer in der DRK, die früher Zaire hieß und manchmal Kongo-Kinshasa genannt wird, um das Land von der Republik Kongo (Kongo-Brazzaville) zu unterscheiden, und erleben ihren zweiten Krieg im Land.

Sie befinden sich in Goma im Ostkongo, das von Rebellen der Miliz Mouvement du 23 Mars (M23) infiltriert wird, suchen Zuflucht in einem Hotel am Kiwusee, sind dort relativ sicher, sorgen sich aber um ihre Freunde in der Stadt.

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Wirf einen Schatten von Elena Fischer

„Wie maß man Mut? In der Anzahl der Zweifel, die einem auf dem Weg kamen, den man doch beharrlich weiterging?“ (Seite 14)

Josephs Frau Lis ist Anfang August zusammen mit dem gemeinsamen Sohn Samuel ausgezogen, und Josef hat keinerlei Kontakt zu den beiden.

Am Heiligabend des Jahres 1963 versorgt Joseph die Tiere, geht in die Kirche, verabschiedet sich, erinnert sich an seine Eltern, an Lis und an Samuel.

Joseph ist bereit für den Tod. Doch in dem Moment, in dem er sein Leben beenden will, klingelt es an der Tür.

Vor der Tür findet Joseph eine fremde Frau mit Füßen voller Blasen, um die er sich schließlich kümmert. Es handelt sich um die 20-jährige Birdie, die auf der Flucht vor ihrer Familie ist, die schließlich bei Joseph unterkommt und sein Leben beeinflusst.

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Fettnäpfchenführer Norwegen von Julia Fellinger

„Das wird wohl nicht sein einziges Fettnäpfchen bleiben, dämmert es ihm. Willkommen in Norwegen!“ (Seite 15)

Im Februar macht sich der Münchner Versicherungsdetektiv Stefan Derek auf den Weg nach Norwegen, um dort den Verbleib eines verschwundenen Edvard-Munch-Gemäldes zu klären – es besteht der Verdacht auf einen Versicherungsbetrug.

Im Fettnäpfchenführer Norwegen wird anhand des fiktiven Stefan erzählt, in welche Fettnäpfchen man in Norwegen tappen kann, wie man es besser lösen kann und wie die Norweger so ticken.

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Vielleicht im Sommer von Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger (Hörbuch)

„Dass er in der Hölle lebt, weiß er schon seit Jahren. Dass sie noch tiefere Abgründe hat, als zunächst angenommen, ist ihm vor einigen Monaten deutlich geworden. Und dieses Heim ändert nichts an der Situation. Es ist, als würde die Hölle ihm folgen, so als wäre sie nicht an einen Ort, sondern an ihre Verfluchten gebunden. Aber wenn die Hölle ihm folgt, ist das erst recht kein Grund zu bleiben, sondern ein Grund mehr zu gehen.“ (Track 6)

Sommer 2007: Der 15-jährige Kian lebt bei seinem kleinkriminellen Vater in Bielefeld und kommt eines Tages in ein Heim. Die Gründe hierfür erfahren wir erst viel später im Buch.

Kian versteht im Heim sofort, dass er es hier nicht aushalten wird. Er lernt Marco kennen, und die beiden fliehen gemeinsam.

Die beiden machen sich auf den Weg an die Nordsee, denn Marco hat erfahren, dass er dort eine Halbschwester hat, die er nun aufsuchen möchte.

In Vielleicht im Sommer wird die Geschichte ihrer Reise erzählt. Es geht zudem um Erwachsenwerden, um Sehnsüchte und Wünsche, um Verletzungen und Krisen, um Freundschaft und Liebe.

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