Schlagwortarchiv: Recovery

Das Basler Trackkonzept. Recoveryorientierte Akutpsychiatrie aus multiprofessioneller Perspektive von Undine Lang (Hg.)

„Psychotische Überzeugungen sind oftmals Ausdruck eines Bemühens der Betroffenen, Sinn in einer veränderten Wahrnehmungswelt zu finden. Sie beruhen nicht auf Irrationalität, sondern auf der bestmöglichen Interpretation der vorhandenen Informationen in einem veränderten Erleben.“ (Seite 67)

Dieses Buch setzt sich mit dem Basler Trackkonzept auseinander – einem innovativen, recovery-orientierten Behandlungsmodell in der Akutpsychiatrie, das an den Universitären Psychiatrischen Kliniken in Basel entwickelt wurde. Dabei werden Betroffene nicht mehr nach starren Stationsgrenzen oder rein symptomorientiert behandelt, sondern durchlaufen flexible Behandlungspfade, sogenannte Tracks, die von der Aufnahme bis zur ambulanten Nachsorge reichen. Das therapeutische Team bleibt dabei im Idealfall über verschiedene Phasen wie akutstationär, tagesklinisch und ambulant hinweg dasselbe, wodurch Beziehungsabbrüche beim Wechsel der Behandlungsform verhindert werden.

Im Buch finden sich Beiträge von ärztlichen, pflegerischen und psychologischen Behandlern sowie aus der Betroffenenperspektive. Zudem finden sich Abschnitte speziell für das Trackkonzept für Psychose, für Abhängigkeitserkrankungen, für Alterspsychiatrie etc.

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Die Seele will gesund werden. Impulse für ein erfolgreiches Leben mit Schizophrenie von Niko Andrija Rukavina

„Aufklärung betreiben, Vorurteile abbauen, Verständnis schaffen und einen offenen Dialog über psychische Erkrankungen fördern“ (Seite 11)

Niko Andrija Rukavina erzählt in seinem Buch initial, was die paranoide Schizophrenie überhaupt ist, geht etwas näher auf das Vulnerabilitäts‑Stress‑Modell ein und schließt an das erste Kapitel einen Absatz mit eigenen Erfahrungen an.

Danach geht er auf verschiedene Aspekte ein, die man im Blick behalten sollte, wenn man an paranoider Schizophrenie erkrankt ist. Er spricht zum Beispiel über Ernährung, Sport, Achtsamkeit und Entspannung, berichtet von Paranoia, vom Erkennen von Wahn und vom Erlernen einer Realitätsanpassung und geht näher auf Spiritualität ein.

Im vierten Abschnitt setzt sich der Autor mit der wichtigen Struktur im Alltag auseinander, bietet Informationen zu Tagesstruktur und zu Kreativität.

Im Folgenden findet sich ein kurzer Exkurs zur Akzeptanz‑ und Commitment‑Therapie (ACT), zu den Themen Schizophrenie und Arbeit sowie Schizophrenie und soziales Netzwerk. Am Ende bietet Rukavina Hinweise, wie man Klinikaufenthalte besser meistern kann.

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Von einem Schmerz getroffen, fiel ich bis zu den Sternen von Renate Schernus (Hg.)

„Was die Psychosen betrifft, äußerte sie einmal, sie habe nie ein Selbstverständnis von sich entwickelt, im tiefsten Kern ‚psychisch krank‘ zu sein und zu bleiben. Und so wurde sie auch wahrgenommen, als im tiefsten Kern gesund.“ (Seite 7)

Die Psychiatrieerfahrene Sibylle Prins starb am 14. Juli 2019 im Alter von 60 Jahren an einem Lungenkarzinom und vermachte ihre Tagebücher sowie andere Aufzeichnungen vor ihrem Tod dem Psychiatrie Verlag.

„Die Tagebücher erweitern den Blick sowohl für die zutiefst menschlichen Probleme eines Lebens mit Psychose als auch für die so oft übersehenen Chancen und kreativen Möglichkeiten.“ (Seite 11, Vorbemerkung der Herausgeberin Renate Schernus)

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Recovery und psychische Gesundheit. Grundlagen und Praxisprojekte von Gianfranco Zuaboni, Christian Burr, Andréa Winter und Michael Schulz (Herausgeber)

„There‘s a crack in everything, that’s how the light gets in.“ (Seite 8, Zitat von Leonard Cohen)

Das Buch stellt verschiedene Facetten von Recovery und psychischer Gesundheit vor, zum Beispiel die Kintsugi-Methode, die Recovery-Förderung durch Psychotherapie, Wellbeing-Konzepte, Empowerment-College, wie man Recovery-Orientierung in Institutionen verankert, sowie verschiedene Praxisprojekte, zum Beispiel die Implementierung der Recovery-Orientierung in einer psychiatrischen Klinik, die Textwerkstatt Wisly, Recovery in der forensischen Psychiatrie und Recovery Colleges.

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The Psychosis Workbook von Laura Dewhirst, Jessica Murakami-Brundage und Ron Unger

„In fact, we are all capable of experiencing psychosis under the right conditions. It is part of the incredible spectrum of experiences that are possible for us to encounter as human beings.“ (Seite IX)

Die beiden Autorinnen erklären in ihrem Buch initial, was eine Psychose ist. Danach leiten sie im Detail an, wie sich Betroffene eine „Recovery Road Map“ erstellen können, gehen dabei auf persönliche Stärken, Werte, Ziele im Leben, belastende Symptome, Hindernisse etc. ein.

Im Verlauf berichten sie von Copingstrategien bei Stimmenhören und bei anderen Halluzinationen, bei paranoiden und anderen wahnhaften Überzeugungen, bei kognitiven Schwierigkeiten und bei Minussymptomen sowie bei Manie, Depression und Suizidalität.

Am Ende des Buches gehen sie näher auf Antistigmaarbeit und auf die Erstellung eines Notfallplan zur Rückfallprophylaxe ein.

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Stimmen im Kopf. Wie ich lernte, meine Schizophrenie zu akzeptieren, zu verstehen und gut mit ihr zu leben von Matthew Johnstone und Lauren Kennedy West

„Dieses Buch verfolgt einen einzigartigen Ansatz, denn es erklärt nicht nur Symptome und wichtige Fakten, sondern es beschäftigt sich auch eingehend mit den Gefühlen und Stimmungen, die Menschen mit Schizophrenie oft erleben.“ (Vorwort von Matthew Johnstone)

Dieses Buch enthält Illustrationen von Matthew Johnstone und Erfahrungen von Lauren Kennedy West, die selbst an einer schizoaffektiven Störung leidet und den YouTube-Kanal „Living well with schizophrenia“ betreibt.

Das kleine Buch vermittelt knappe Informationen über Schizophrenie, z.B. zur Prävalenz, zu Minus- und Plussymptomatik und kognitive Funktionen sowie zum Weg der Akzeptanz und Genesung, d.h. wie man trotz Diagnose ein gutes, erfüllendes, zufriedenes Leben führen kann.

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Trost und Hoffnung für den Genesungsweg. Ein Handbuch zur Gruppenmoderation und Selbsthilfe von Marie Boden und Doris Feldt

„Jeder Mensch hat die Möglichkeit, von schweren seelischen Erschütterungen zu genesen. Genesung bedeutet nicht unbedingt Heilung. Es geht vielmehr darum, an Lebensqualität zu gewinnen und ein zufriedeneres Leben zu fühlen. Jeder Genesungsweg ist anders und wird von den Betroffenen individuell festgesetzt. Das Abschiednehmen von nicht (mehr) gelebten Lebensentwürfen und das Betrauern von Umbrüchen sind wichtig, um Ressourcen zu aktivieren und neue Hoffnung zu schöpfen.“ (Seite 19)

Marie Boden und Doris Feldt thematisieren in ihrem Buch initial theoretische Grundlagen, z.B. dialektisch-behaviorale Therapie und Achtsamkeit. Danach stellen sie die praktische Anwendung ihres Konzepts vor, z.B. Gruppengröße, Ziele und Rituale.

Das nächste Kapitel fokussiert auf Recovery, Empowerment, Resilienz, Peerberatung und stärkende Unterbrechungen, z.B. Atempausen.

Schließlich setzen sich die Autorinnen sehr ausführlich mit den Themen Abschied und Trauer, mit Trost, mit Hoffnung und mit dem Wagen von Neuem auseinander.

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EX-IN Genesungsbegleitung. Erfahrungsberichte aus der Praxis von Susanne Ackers und Klaus Nuißl (Herausgeber)

„einer der hoffnungsvollsten Ansätze zur Veränderung der Psychiatrie“ (Seite 7)

Zwanzig Genesungsbegleiter und Genesungsbegleiterinnen erzählen in EX-IN Genesungsbegleitung von ihrer Tätigkeit im Kontext von Klinik, Begleitung, Beratung, Alltagsbewältigung und anderen Einsatzgebieten.

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Recovery – wieder genesen können. Ein Handbuch für Psychiatrie-Praktiker von Peter N. Watkins

„Dennoch glaube ich unbeirrbar an die Möglichkeit, dass die Psychiatrie sich in den nächsten Jahrzehnten in einen recovery-orientierten psychiatrischen Dienst verwandelt.“ (Seite 16)

Peter N. Watkins setzt sich in seinem Buch mit dem Streben nach geistiger Gesundheit, mit menschlichem Leid, mit verschiedenen Wegen Richtung Recovery, mit Familie, Kultur und Gesellschaft sowie Spiritualismus und Kreativität auseinander. Zudem thematisiert er Beziehungen und wichtige Eigenschaften von Bezugspersonen.

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Hinfallen, Aufstehen, Weitergehen. Recovery durch Selbsthilfe von Franz-Josef Wagner und Cornelia Schäfer

„Genesung auch von schweren psychischen Erkrankungen ist möglich. Es lohnt sich, auf diesem Weg loszugehen und auch wenn‘s mal eng wird weiterzugehen.“ (Seite 10)

Cornelia Schäfer erwandert mit Franz-Josef Wagner den Moselhöhenweg. Sie möchte die Wandertour nutzen, um mehr über ihn und seinen Lebensweg zu erfahren.

In Hinfallen, Aufstehen, Weitergehen erzählt Wagner (zusammen mit Schäfer) von seiner Kindheit auf dem Land, von Zusammenhalt, Unterstützung und katholischen Ritualen, Kinderlähmung und monatelanger Trennung von seinen Eltern wegen seines Krankenhausaufenthalts, Zielstrebigkeit und Ausdauer, Ausbildung und Berufsleben, Fachabitur und Fußball, Studium und Beziehungen, Ehe und Kindern, Anerkennung und Ehrgeiz, Karriere und Krisen, Scheidung und Psychiatrieaufenthalten, Manie und Depression, Resilienz und Recovery, Dorothea Buck und Thomas Bock, psychotischen Episoden und Schizophrenie-Diagnose, Engagement und persönlichem Glück, Verlusten und Erfolgen.

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