Schlagwort-Archive: Psychotherapie

Gruppentraining sozialer Kompetenzen GSK von Rüdiger Hinsch und Ulrich Pfingsten

„Das Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK) macht […] die Zusammenhänge zwischen der Wahrnehmung und Interpretation von Situationen, von Gefühlen und Verhalten erfahrbar und vermittelt entsprechende Bewältigungstechniken.“ (Klappentext)

Rüdiger Hinsch und Ulrich Pfingsten beschreiben in ihrem Buch initial die Grundlagen der Thematik: soziale Kompetenzen und Kompetenzprobleme, Erklärungsmodell hierfür, Ätiologie sozialer Kompetenzprobleme, Interventionen.

Daran schließt sich ein umfassender Praxisteil mit dem GSK-Manual, ergänzenden Hinweisen und Materialien sowie Maßnahmen zur Erfolgskontrolle an.

Zum Abschluss werden Anwendungsbeispiele für klinische Einsatzgebiete und Anwendungen in anderen Bereichen vorgestellt.

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Overcoming Distressing Voices von Mark Hayward, David Kingdon und Clara Strauss

„[…] hearing voices is not itself a problem, […] it is only a problem if it causes distress or has a negative influence on quality of life“ (Seite 13)

Mark Hayward, Clara Strauss und David Kingdon befassen sich in ihrem Ratgeber mit verschiedenen Facetten des Stimmenhörens.

Sie bieten initial eine Definition und erzählen vom Auftreten von Stimmen, thematisieren den Umgang mit und die Reaktion auf Stimmen, berichten von Selbstwert und Grundüberzeugungen, benennen mögliche Trigger und Bewältigungsstrategien.

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Psychologie to go! Wie verrückt sind wir eigentlich? von Franca Cerutti

„Durchbrich den paläolithischen Fluch!“

Die Psychologische Psychotherapeutin Franca Cerutti berichtet jede Woche in ihrem Podcast „Psychologie to go!“ über psychische Störungen, ihre Behandlung und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema.

In ihrem ersten Buch erzählt Cerutti von den drei häufigsten psychischen Störungen: Angststörungen, depressiven Störungen und Sucht (am Beispiel der Alkoholabhängigkeit).

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Die Kunst der Intervention. 22 Therapeutinnen und Therapeuten im Gespräch von Uwe Britten (Herausgeber)

„Therapeutinnen und Therapeuten können nicht nicht intervenieren.“ (Seite 9)

Uwe Britten hat für sein Buch eine Menge Personen zusammengetragen, die mir namentlich bereits bekannt waren und die Experten für die jeweiligen Themen sind.

So findet man z.B. Ausführungen von Andreas Knuf zu Emotionsausdruck, von Gitta Jacob zu Therapiefallen, von Friederike Schmidt-Hoffmann zu Psychosen, von Stefan Weinmann zu therapeutischen Settings, von Claas-Hinrich Lammers zu Narzissmus, von Ewald Rahn zur Borderline-Persönlichkeitsstörung und von Tobias Teismann zu Suizidalität.

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Innere Bilder in der Verhaltenstherapie. Die Macht der Vorstellungskraft nutzen von Erika Güroff

„Unser Denken und Sprechen ist durchwoben von Bildern und Metaphern und diese lassen sich in der psychotherapeutischen Arbeit gezielt integrieren.“ (Klappentext)

Ich hatte sehr großes Interesse am Buch, denn ich schätze den Einsatz von Metaphern in meiner psychotherapeutischen Tätigkeit, wobei ich kurze, knackige Vergleiche und Metaphern bevorzuge und keine langen, ausführlichen Geschichten mag.

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Änderungsmotivation fördern von Katrin Hötzel und Ruth von Brachel

„Motivation ist also notwendig, um mit der ‚eigentlichen‘ Therapie zu beginnen.“ (Seite 1)

Nach einer Einführung bieten die beiden Autorinnen einen Überblick über theoretische Modelle und Erklärungsansätze (z.B. Transtheoretisches Modell der Veränderung, Selbstbestimmungstheorie), gehen auf Diagnostik und Indikation ein (z.B. Messinstrumente, Selbstwirksamkeit), befassen sich mit Gesprächsführung und Interventionen (z.B. aktives Zuhören, Umgang mit Widerstand, Reframing, Werte, Metaphern) und stellen die Evidenzlage und wissenschaftliche Befunde dar.

Am Ende des Buches finden sich zudem drei ausführliche Fallgeschichten sowie Arbeitsblätter.

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Prokrastination – Extremes Aufschieben (Fortschritte der Psychotherapie) von Anna Höcker, Margarita Engberding und Fred Rist

„Prokrastination führt […] als Symptomatik innerhalb psychischer Störungen vielfach zu erheblichem Leiden und zu Beeinträchtigungen und stellt oft auch für sich genommen ernstzunehmendes Beratungsanliegen dar.“ (Seite 1)

Der Band Prokrastination – Extremes Aufschieben aus der Reihe „Fortschritte der Psychotherapie“ befasst sich initial mit Beschreibung und Definition, erklärt den Unterschied zwischen „normalem“ Aufschieben und Prokrastination, stellt Forschungskriterien vor, vermittelt Informationen zu Epidemiologie, Verbreitung, Differenzialdiagnostik etc.

In einem weiteren Kapitel stellen die Autoren Störungstheorien und Erklärungsansätze vor, befassen sich im Anschluss mit Diagnostik und Indikation und wenden sich schließlich der eigentlichen Behandlung zu.

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Kein Stress mit der Entspannung. Praxisbezogene Vermittlung psychologischer Erholungstechniken von Gilles Michaux und Martine Hoffmann

„Mit diesem Buch wollen wir Anfängern, aber auch erfahrenen Kollegen und Kolleginnen das notwendige Rüstzeug an die Hand geben, um Entspannungstechniken bei verschiedenen Störungsbildern optimal einzusetzen.“ (Seite 9)

Gilles Michaux und Martine Hoffmann, von denen ich bereits das gelungene Buch Grenzenlos emotional gelesen habe, befassen sich in Kein Stress mit der Entspannung mit verschiedenen Entspannungstechniken.

Dabei thematisieren sie z.B. Sympathikus und Parasympathikus, Nebennierenmark und Nervus vagus, Progressive Relaxation und Autogenes Training, Atementspannung und Herzratenvariabilität, Achtsamkeit und Meditation, Hypnose und Konfusionstechnik, Biofeedback und Neurofeedback, Apps und Virtual Reality, bifokale Techniken und Klopftechniken, Sexualität und Schlaf.

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Zwangsstörung. Grundlagen – Formen – Interventionen von Charles Benoy und Marc Walter (Herausgeber)

„All dies erscheint bitter, wenn man bedenkt, welch gute Behandlungsmöglichkeiten heute für Zwangsstörungen zur Verfügung stehen. Doch leider erreichen die effektiven Therapiemethoden letztlich nur einen kleinen Teil der Betroffenen.“ (Seite 13f)

Das Buch befasst sich initial mit den Grundlagen der Zwangsstörung: Erscheinungsbild und Klassifikation, Epidemiologie und Verlauf, theoretische Modelle, psychodynamische und systemische Aspekte sowie Neurobiologie.

Danach gehen die Autorinnen und Autoren näher auf die Diagnostik, die Differenzialdiagnosen und Komorbidität ein. Sie befassen sich mit spezifischen Perspektiven (Kindes- und Jugendalter, höheres Lebensalter, kulturspezifische Aspekte) und schließlich mit der Behandlung (kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze, kognitive Techniken, dritte Welle, Pharmakotherapie, psychosoziale Behandlungsinterventionen, technologiegestützte Behandlung, Einbezug von Angehörigen).

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Higher Self – Psychedelika in der Psychotherapie von Gregor Hasler

„Damit war die wissenschaftliche Grundlage für die Erforschung der therapeutischen Wirksamkeit von Psychedelika bei Krankheiten geschaffen, bei denen es im Wesentlichen darum geht, die Neuroplastizität zu steigern.“ (Seite 15)

Gregor Hasler erzählt in Higher Self von Ketamin und LSD, schwerer Depression und Therapieresistenz, Wahrnehmung und Bewusstseinserweiterung, Zeiterleben und Leiden, Belohnungen und Werte, Sinnlosigkeit und Sinnerfahrungen, angenehmen Gefühlen und Einsamkeit, Selbst und Identität, Geburt und Nahtoderfahrungen.

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