Schlagwort-Archive: Fachbuch

Was wäre, wenn … Überraschende Interventionen für schwierige Therapiesituationen von Angelika Rohwetter

„Gerade das kleinere oder größere Abweichen von unseren – in der Regel erfolgreichen – Konzepten kann vieles in Bewegung setzen.“ (Seite 10)

Angelika Rohwetter bietet in ihrem Buch verschiedene Interventionen für eine ganze Bandbreite an herausfordernden Therapiesituationen.

Sie thematisiert u.a. Deus ex Machina und Atemübungen, Emotionen und Emotionsregulation, „aber“ und „versuchen“, Glaubenssätze und Rollenspiele, Schematherapie und Psychodrama, Körperübungen und Achtsamkeit, Geschichten und Märchen, Träume und Wünsche, Imagination und Sicherheit, Briefe und Tagebücher, Humor und Selbstfürsorge.

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Mitgefühlsfokussierte Interventionen in der Psychotherapie von Alice Diedrich

„Was Menschen mit psychischen Erkrankungen also eigentlich als Erstes brauchen, ist eine verstärkte Akzeptanz und Toleranz gegenüber […] leidvollen Aspekten ihres Lebens, um sie dann anschließend verändern zu können.“ (Seite 1)

Alice Diedrich beschreibt in ihrem Buch initial, was Mitgefühl ist und was es nicht ist, demonstriert ein mitgefühlsfokussiertes Störungsmodell, beschreibt die Wirkungsweise von Mitgefühl. Danach bietet sie Informationen zu Korrelaten und Auswirkungen von Mitgefühl, erwähnt Ziele und Indikationen mitgefühlsfokussierter Interventionen.

Im Anschluss geht Diedrich näher auf die Steigerung mit Mitgefühl in der Praxis und auf Interventionsansätze zur Förderung von Mitgefühl im Einzel- und Gruppensetting ein.

Im Anhang und auf der CD-ROM finden sich z.B. Fragebögen und das Erklärungsmodell.

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Praxishandbuch Therapie in der Forensischen Psychiatrie und Psychologie von Elmar Habermeyer, Harald Dreßing, Dieter Seifert und Steffen Lau (Herausgeber)

„Aus der Diagnose resultieren keine unmittelbaren forensisch-psychiatrischen Schlussfolgerungen. Die vorliegende Störung muss zunächst einem der in §20 StGB genannten Eingangsmerkmale (krankhafte seelische Störung, tiefgreifende Bewusstseinsstörung, Schwachsinn, schwere andere seelische Abartigkeit) zugeordnet werden. […] Sofern aus psychiatrischer Sicht die Zuordnung zu einem der Eingangsmerkmale vorliegt, muss in einem zweiten Schritt zur Einsichts- und Steuerungsfähigkeit Stellung genommen werden.“ (Seite 38f)

Nach kriminologischen und rechtlichen/psychiatrischen Grundlagen gehen die Autoren näher auf Besonderheiten im forensischen Kontext ein, z.B. therapeutische Beziehungsgestaltung, Grundlagen deliktpräventiver Therapie, Psychopharmakotherapie, Risikoerfassung und Therapiewirksamkeit.

Im Anschluss werden die Besonderheiten einzelner Störungsbilder wie substanzbezogene Störungen, Schizophrenie, affektive Störungen, Persönlichkeitsstörungen und Paraphilien vorgestellt.

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Gruppentraining sozialer Kompetenzen GSK von Rüdiger Hinsch und Ulrich Pfingsten

„Das Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK) macht […] die Zusammenhänge zwischen der Wahrnehmung und Interpretation von Situationen, von Gefühlen und Verhalten erfahrbar und vermittelt entsprechende Bewältigungstechniken.“ (Klappentext)

Rüdiger Hinsch und Ulrich Pfingsten beschreiben in ihrem Buch initial die Grundlagen der Thematik: soziale Kompetenzen und Kompetenzprobleme, Erklärungsmodell hierfür, Ätiologie sozialer Kompetenzprobleme, Interventionen.

Daran schließt sich ein umfassender Praxisteil mit dem GSK-Manual, ergänzenden Hinweisen und Materialien sowie Maßnahmen zur Erfolgskontrolle an.

Zum Abschluss werden Anwendungsbeispiele für klinische Einsatzgebiete und Anwendungen in anderen Bereichen vorgestellt.

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Therapie der Essstörung durch Emotionsregulation von Valerija Sipos und Ulrich Schweiger

„Veränderung ist nur selten ein schmerzloser Prozess.“ (Seite 30)

Das Buch enthält die Module „Symptome der Essstörung“, „Selbstmanagement-Tools“, „Achtsamkeit und Akzeptanz“, „Gesundes Essverhalten“, „Umgang mit Emotionen“, „Interpersonelle Fertigkeiten“ und „Stresstoleranz“, die sich jeweils an Betroffene richten sowie Ergänzungen für Behandler enthalten.

Zudem bieten Valerija Sipos und Ulrich Schweiger Fallgeschichten schwerkranker Betroffener, z.B. mit komorbiden Störungen und/oder mit besonderen Aspekten wie extremes Untergewicht.

Am Ende des Buches findet der Leser zudem Basiswissen für Therapeuten, medizinisches Hintergrundwissen für die Behandlung von Essstörungen sowie Informationen zu Epidemiologie und Besonderheiten bei komorbiden Störungen.

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Innere Bilder in der Verhaltenstherapie. Die Macht der Vorstellungskraft nutzen von Erika Güroff

„Unser Denken und Sprechen ist durchwoben von Bildern und Metaphern und diese lassen sich in der psychotherapeutischen Arbeit gezielt integrieren.“ (Klappentext)

Ich hatte sehr großes Interesse am Buch, denn ich schätze den Einsatz von Metaphern in meiner psychotherapeutischen Tätigkeit, wobei ich kurze, knackige Vergleiche und Metaphern bevorzuge und keine langen, ausführlichen Geschichten mag.

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Änderungsmotivation fördern von Katrin Hötzel und Ruth von Brachel

„Motivation ist also notwendig, um mit der ‚eigentlichen‘ Therapie zu beginnen.“ (Seite 1)

Nach einer Einführung bieten die beiden Autorinnen einen Überblick über theoretische Modelle und Erklärungsansätze (z.B. Transtheoretisches Modell der Veränderung, Selbstbestimmungstheorie), gehen auf Diagnostik und Indikation ein (z.B. Messinstrumente, Selbstwirksamkeit), befassen sich mit Gesprächsführung und Interventionen (z.B. aktives Zuhören, Umgang mit Widerstand, Reframing, Werte, Metaphern) und stellen die Evidenzlage und wissenschaftliche Befunde dar.

Am Ende des Buches finden sich zudem drei ausführliche Fallgeschichten sowie Arbeitsblätter.

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Prokrastination – Extremes Aufschieben (Fortschritte der Psychotherapie) von Anna Höcker, Margarita Engberding und Fred Rist

„Prokrastination führt […] als Symptomatik innerhalb psychischer Störungen vielfach zu erheblichem Leiden und zu Beeinträchtigungen und stellt oft auch für sich genommen ernstzunehmendes Beratungsanliegen dar.“ (Seite 1)

Der Band Prokrastination – Extremes Aufschieben aus der Reihe „Fortschritte der Psychotherapie“ befasst sich initial mit Beschreibung und Definition, erklärt den Unterschied zwischen „normalem“ Aufschieben und Prokrastination, stellt Forschungskriterien vor, vermittelt Informationen zu Epidemiologie, Verbreitung, Differenzialdiagnostik etc.

In einem weiteren Kapitel stellen die Autoren Störungstheorien und Erklärungsansätze vor, befassen sich im Anschluss mit Diagnostik und Indikation und wenden sich schließlich der eigentlichen Behandlung zu.

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Zwangsstörung. Grundlagen – Formen – Interventionen von Charles Benoy und Marc Walter (Herausgeber)

„All dies erscheint bitter, wenn man bedenkt, welch gute Behandlungsmöglichkeiten heute für Zwangsstörungen zur Verfügung stehen. Doch leider erreichen die effektiven Therapiemethoden letztlich nur einen kleinen Teil der Betroffenen.“ (Seite 13f)

Das Buch befasst sich initial mit den Grundlagen der Zwangsstörung: Erscheinungsbild und Klassifikation, Epidemiologie und Verlauf, theoretische Modelle, psychodynamische und systemische Aspekte sowie Neurobiologie.

Danach gehen die Autorinnen und Autoren näher auf die Diagnostik, die Differenzialdiagnosen und Komorbidität ein. Sie befassen sich mit spezifischen Perspektiven (Kindes- und Jugendalter, höheres Lebensalter, kulturspezifische Aspekte) und schließlich mit der Behandlung (kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze, kognitive Techniken, dritte Welle, Pharmakotherapie, psychosoziale Behandlungsinterventionen, technologiegestützte Behandlung, Einbezug von Angehörigen).

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Therapie-Basics Fallkonzeption und Behandlungsplanung von Christian Schanz, Monika Equit und Sarah Schäfer

„Das individuelle Fallkonzept ist Teil einer jeden psychotherapeutischen Behandlung und ermöglicht erst die Gestaltung des folgenden therapeutischen Vorgehens.“ (Klappentext)

Die Autoren des Buches befassen sich u.a. mit den diagnostischen Grundlagen der Fallkonzeption (z.B. Therapieauftrag, kategoriale Diagnostik, Mikro- und Makroanalyse, Beziehungsdynamik) und der Gestaltung der Behandlungsplanung (z.B. störungsorientierte versus problemorientierte versus lösungsorientierte Therapie, Rezidivprophylaxe), stellen die wichtigsten Begriffe und Techniken für die Behandlungsplanung vor (z.B. Psychoedukation, Umgang mit Suizidalität, Therapie- und Veränderungsmotivation, behaviorale/kognitive/erlebnisorientierte Therapiemethoden), zeigen Dos und Don’ts auf und bieten Fallbeispiele.

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