Kaukasus. Eine Reise an den wilden Rand Europas von Stephan Orth und Gulliver Theis

„Das stärkste Band, das die Menschen zusammenhält, ist im Kaukasus leider immer der Konflikt mit den Nachbarn.“ (Seite 229)

Der Bildband Kaukasus. Eine Reise an den wilden Rand Europas führt den Leser nach Russland, Abchasien, Inguschetien, Nordossetien, Georgien, Tschetschenien, Dagestan und Aserbaidschan. Armenien, ein weiteres Land im Kaukasus, wurde dabei bewusst ausgeklammert, da sich Stephan Orth (Texte) und Gulliver Theis (Fotografien) auf den Nordkaukasus konzentrieren wollten.

Orth und Theis stellen in ihrem Bildband die vielseitigen Probleme des Kaukasus vor, betonen aber auch positive Aspekte der Region:

„Es gibt viel mehr Schönheit im Kaukasus, als die meisten glauben, und noch sind dort Reisen möglich, auf denen man sich als echter Entdecker fühlt.“ (Seite 17)

Da ich bereits mehrere Bücher von Orth kenne (Couchsurfing in Russland, Couchsurfing im Iran, Iran – Tausend und ein Widerspruch) war ich besonders gespannt auf Kaukasus, obwohl ich mir bereits im Vorfeld sicher war, dass ich auch dieses Buch ausgezeichnet finden werde. Und so war es dann auch: Der Bildband informiert umfassend über die unterschiedlichen Regionen des Kaukasus, zeigt verschiedene Facetten der einzelnen Länder, stellt die Menschen in ihrer Vielfältigkeit vor, bietet Einblicke in Mentalität, Alltagsleben, Geschichte, Politik, Landschaften, Architektur, Aktivitäten, Konflikte, Religionen und Terrorismus.

Begleitet werden die ebenso stimmungsvollen wie lehrreichen Texte von großformatigen, ausdrucksstarken Fotografien, die die Komplexität des Kaukasus auf gelungene Weise einfangen.

Stephan Orth und Gulliver Theis: Kaukasus. Eine Reise an den wilden Rand Europas. National Geographic Buchverlag, 2018, 240 Seiten; 49,99 Euro.

Dieser Post ist Teil des Kaukasus-Themas im Oktober 2018.

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