
„Das war jetzt schon sehr… eigenartig“
Zehn Kunstdiebe nehmen an einem Spiel im Darknet teil: Jede:r hat 10 Millionen Euro auf ein Schweizer Konto eingezahlt und soll versuchen, ein Monet-Bild aus dem Grand Palais in Paris zu stehlen, um das Preisgeld von 100 Millionen Euro zu gewinnen und die Anerkennung für den gewagten Coup zu bekommen.
Die Großmutter von Commissaire Geneviève Morel, Mamie, ist nicht dabei. Es steht nun so außer Frage, dass sie die größte Kunstdiebin aller Zeiten ist, und sie hat ein schlechtes Bauchgefühl, holt sich heimlich Infos zu diesem Spiel ein.
Geneviève und ihre Familie sind geladene Gäste bei der Wiedereröffnung des Grand Palais nach fast drei Jahren Renovierungsarbeiten. Bei der Veranstaltung kommt es zu einem Zwischenfall mit einer Farbattacke und einer Explosion. Geneviève nimmt zusammen mit einem Kollegen die Verfolgung von drei Klimaaktivistinnen auf und steigt dabei in die Katakomben von Paris hinab.
Und dann erfährt Geneviève, was man als Leser schon geahnt hat: Im Zuge der Klimaaktivistenaktion und der Explosion wurde ein Monet-Bild gestohlen.
Kurz darauf wird ein Toter gefunden, der offenbar etwas mit dem gestohlenen Bild zu tun hat.
Ich mag Paris und vor allem den Montmartre sehr gerne. Und auch die Reihe um Geneviève gefällt mir sehr gut, obwohl sie reichlich konstruiert und unrealistisch ist. Dennoch finde ich die Reihe sehr stimmungsvoll und unterhaltsam, habe mich deshalb auf diesen neuen Fall sehr gefreut.
René Laffite beschreibt die Handlungsorte sehr stimmungsvoll, und vor allem die Szenerie in den Katakomben von Paris hat mir besonders gut gefallen, ist sehr atmosphärisch und besonders.
Ich empfand den Kriminalroman zudem als sehr spannend. Auch die Fahrten und die Jagd durch Paris, die verschiedenen Handlungsorte, vor allem die Gegend um die Place Pigalle, fand ich sehr gelungen. Und es fühlt sich beim Lesen oft so an, als ob ich selbst in der Stadt wäre, die ich recht gut kenne.
Die Figuren sind nicht wirklich sympathisch und auch etwas überzeichnet, was dem Roman aber keinen Abbruch tut. Der Fall ist interessant, Paris sowieso, gehört zu meinen Lieblingsstädten, und der Kriminalroman bietet gute Unterhaltung. Der Showdown war zwar etwas anstrengend zu lesen, weil er einfach viel zu viel war, trotzdem hat mir dieser Kriminalroman gut gefallen.
René Laffite: Tödlicher Coup am Montmartre. Commissaire Morel ermittelt. Gmeiner-Verlag, 2026, 336 Seiten; 17 Euro.