Schlagwortarchiv: Roman

Das größte Rätsel aller Zeiten von Samuel Burr

„Letztlich bedauern wir nur die Chancen, die wir nicht ergriffen haben.“ (Seite 64)

1991: Pippa Allsbrook, Oberste im Haus der ‚Gemeinschaft der Rätselmacher‘ in Bedfordshire, findet auf den Eingangsstufen des Hauses eine Hutschachtel. Und in ihr: ein Neugeborenes.

2016: Im Alter von 89 Jahren ist Pippa verstorben, und der 25-jährige Clayton Stumper steht vor ihrem offenen Sarg. Seit sie krank geworden ist, hat Clayton immer mehr den Wunsch gehabt, die Wahrheit über sich herauszufinden: woher er kam, wer seine leiblichen Eltern waren und warum sie ihn vor 25 Jahren ausgesetzt haben.

Beim Sichten und Auflisten von Pippas Besitztümern wird schließlich die Hutschachtel gefunden, in der sich 25 Jahre zuvor Clayton als Baby befunden hatte. Auf dem Deckel der Hutschachtel befinden sich zwei Buchstaben in Goldfolie – „H. H.“ – ,im Inneren findet Clayton einen versiegelten Brief von Pippa an ihn, und dieser enthält – natürlich – ein Rätsel.

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Charly Broms Dilemma von Lukas Linder

„Verdrängen ist eine wunderbare Sache. Ich tue es schon mein Leben lang. Und nicht nur ich. Alle Menschen. Es ist die humanste Form, am Leben zu bleiben.“

Charly Brom erhält einen Anruf von Daniel Hefti, einem Musiklehrer aus Neubad, dem Dorf Charlys Kindheit und Jugend.

Hefti sagt, er wisse, was damals mit Walter Bruckner passiert sei, warum dieser gestorben sei und dass er wisse, dass Charly das auch weiß. Charly legt kurzerhand auf – er hatte sich 20 Jahre lang vor diesem Anruf gefürchtet:

„Er hatte so lange auf sich warten lassen, dass die Furcht unterdessen surreal geworden war. Wie ein Albtraum, der immer näher kommt. Und jetzt war er da. Jetzt hat er angefangen.“

Nun beginnt Charly, im Garten ein Loch zu graben, um Heftis Stimme darin zu vergraben. Er schaufelt Tag für Tag und nimmt immer weniger am Alltag und am Familienleben teil, die Beziehung zu seiner Frau und seinem fünfjährigen Sohn verändert sich, und schließlich entscheidet sich Charly, für eine Weile an den Ort seiner Kindheit und Jugend zurückzukehren, wo seine Mutter zusammen mit seiner Großmutter lebt.

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Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken von Sarah Lorenz

„Halt dich an der Liebe fest, die du bekommen hast, sie trägt dich, bis eine neue kommt.“

Mit elf Jahren kommt Elisa ins Heim. Ihre Mutter empfindet sie als „schwer erziehbar“, als „zu frech“. Nach eineinhalb Jahren im „großen kalten Haus“ erlaubt die Mutter ihr, wieder zu ihr zu ziehen.

Doch die Beziehung zwischen den beiden, die früher eine enge war, hat sich immer mehr verändert, Elisa erfährt keinerlei Wärme von der Mutter und so entschließt sie sich, die Wohnung der Mutter zu verlassen und auf der Kölner Domplatte zu leben. Ihr großes Vorbild ist Christiane F., „ein beinahe unstillbarer Hunger auf die Abgründe des Lebens“ treibt sie an.

Schon früh hat Elisa Trost in Büchern gefunden, die ihr die Wärme geben, die sie im echten Leben nicht erfährt – ‚keine Arme, die für mich geöffnet wurden, und keine Ohren, die mir zuzuhören gewillt waren‘.

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Sisi von Karen Duve

„Die englische Fuchsjagd ist die waghalsigste aller überflüssigen Aktivitäten. Man reitet in einem ähnlichen Tempo wie bei einem Pferderennen, nur dass es querfeldein und über Hecken und Gräben geht.“

Wien in den 1870er Jahren: Karen Duve erzählt aus dem Leben von Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, genannt Sisi. Sie berichtet von Sisis Begeisterung für die Jagd, für ihre Haare und für Pferde, von ihrer Beziehung zu Kaiser Franz Joseph und von Beziehungen zu verschiedenen Männern und Frauen der Zeit.

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22 Bahnen von Caroline Wahl

„Die Gewissheit, dass ich vieles verlieren kann, einen Vater, eine Mutter, eine normale Kindheit, dass nichts sicher und beständig ist, dass aber Bücher trotz allem bleiben, dass mir niemand diese Geschichten, diese Welten wegnehmen kann, in die ich zu flüchten vermag, beruhigte mich und machte mich unverwundbar.“

Tilda, die Mathematik studiert und nebenbei an einer Supermarktkasse arbeitet, lebt mit ihrer kleinen Schwester Ida und ihrer Mutter „im traurigsten Haus der Fröhlichstraße“ in einer Kleinstadt.

Sämtliche Freunde von Tilda sind weggezogen, doch Tilda muss bleiben, für ihre Schwester da sein und Geld verdienen. Die Mutter von Tilda und Ida ist Alkoholikerin, immer wieder gibt es Abstinenzversuche, immer wieder Rückfälle, es kommt zu Gewalt, und Tilda möchte Ida vor der Mutter beschützen. Doch dann wird Tilda eine Promotionsstelle in Berlin in Aussicht gestellt.

Zudem lernt Tilda Viktor kennen, den Bruder von Ivan, mit dem Tilda einst befreundet war. Viktor kennt sie aus der Schule, er ist ein ähnlicher Überflieger wie Tilda und schwimmt auch immer 22 Bahnen, so wie Tilda.

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Einstein im Bade von Daniel Mellem

„Meines Erachtens darf es gar nicht erst dazu kommen, dass ein Gast einen Wunsch verspürt, den der Gastgeber nicht längst erfüllt hat. Es gilt, mögliche Wünsche nicht abzulesen, sondern sie vorauszusehen.“

Im September 1920 ereignet sich im Hotel „Rastender Kranich“ in Bad Nauheim ein äußerst seltenes Ereignis: Jemand hat sich beschwert.

Philipp Lenard, Physikprofessor aus Heidelberg, taucht im Hotel auf und wird vom Direktor persönlich in Empfang genommen. Lenard ist anlässlich der 86. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte angereist – und er ist nur einer von unzähligen und namhaften Wissenschaftlern.

Als der Direktor des Hotels – Kleeberger – Lenard sein Zimmer zeigt, passiert es: Das Zimmer, das für Lenard gedacht war, ist bereits belegt. Und als die beiden das Zimmer betreten, steht vor ihnen der berühmte und splitterfasernackte Max Planck.

Dann zeigt sich zudem noch, dass die beiden sich überhaupt nicht mögen, sodass die Situation noch schwieriger ist als sowieso schon.

Das Zimmer wurde versehentlich doppelt belegt, und Lenard ist unzufrieden mit der Alternative. Kleeberger verspricht, dass Lenard nur eine Nacht zur Straße hin schlafen muss und gleich am nächsten Tag ein Zimmer mit Innenhofblick bekommen wird.

Ein Versprechen, das Kleeberger sehr sicher nicht halten kann, denn das Hotel ist komplett ausgebucht. Aber Kleeberger legt sich ordentlich ins Zeug.

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Im Licht des neuen Tages von Jarka Kubsova (Hörbuch)

„Wie seltsam, dass etwas zu wollen und etwas zu fürchten manchmal das Gleiche ist.“ (Track 10)

Klara, die Tochter von Elli Hajek, ist gerade aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Eigentlich war geplant, dass Elli nun mit ihrem Partner Jan zusammenzieht, doch panische Angst drängt sie weg von ihm und von der Stadt und von der Trauer um ihr einziges Kind, das nun ihr eigenes Leben in einer anderen Stadt lebt.

Vor Jahrzehnten hat Elli von ihrer tschechischen Großmutter Märchen erzählt bekommen, und oft ging es um Viktorka, eine junge Frau, die für wahnsinnig erklärt wurde und schließlich allein im böhmischen Wald lebte.

Nun ist Elli selbst in eine Hütte im Wald gezogen, um dort in Ruhe an ihrem Roman zu schreiben. Und plötzlich tauchen nicht nur Erinnerungen an ihre Großmutter und Viktorka auf, sondern sie sieht Viktorka auch zwischen den Baumstämmen – als ob diese noch am Leben wäre.

Schließlich versteht Elli, dass die Geschichte um Viktorka nicht nur eine fiktive Erzählung ist, sondern dass es Viktorka tatsächlich gab, und Elli reist – auf der Suche nach Viktorka – in das Land, aus dem sie in ihrer Kindheit mit ihren Eltern geflohen ist.

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Isidor. Ein jüdisches Leben von Shelly Kupferberg

„Ich beginne, diese Briefe zu lesen, versuche zu rekonstruieren, was für ein Leben meine Vorfahren gelebt haben, was für rasante persönliche und gesellschaftliche Entwicklungen sie durchgemacht haben – und wie schmerzlich alles, was sie sich mühselig und kühn erarbeitet hatten, von einer Sekunde auf die andere zunichtegemacht wurde. Bevor dann sie zunichtegemacht werden sollten.“ (Seite 9)

Isidor – oder Innozenz oder Ignaz oder Israel – ist der Wiener Urgroßonkel von Shelly Kupferberg. Einst war Isidor ein herrischer Mann, doch nach einer Verhaftung durch die Nazis am Tag des Anschlusses Österreichs ans Deutsche Reich im Jahre 1938 hatte Isidor Angst und war nur noch ein Schatten seiner selbst.

Bis dahin war Isidor ein sogenannter gemachter Mann, wurde von vielen (aber nicht von allen) „bewundert für das, was er geschafft hatte“ (Seite 13)

Aufgewachsen ist Isidor mit vier Geschwistern im Schtetl im ostgalizischen Tłumacz, später hat er in Lemberg und Wien studiert und ist zu großem Reichtum gekommen – und hat diesen durch die Nazis wieder verloren.

„Die Nazis hatten ihn binnen kürzester Zeit zu dem gemacht, was sie in ihm sehen wollten: eine Elendsfigur.“ (Seite 209)

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Freunde von früher von Micha Lewinsky

„Jede Katastrophe beginnt mit einer schönen Idee.“ (Seite 143)

Während seiner Studentenzeit wohnte Béla mit Serdar, Simone und Kim in einer WG bester Lage: in der Zederstraße, in unmittelbarer Nähe zur Zürcher Uni.

Diese aufregende und besondere Zeit, die geprägt ist von Freiheit und tiefen Freundschaften, ist fast 30 Jahre her. Nun lädt Serdar, der immer noch im Haus in der Zederstraße lebt, seine alten Freunde zu sich ein und erzählt, dass ihnen die Wohnung gekündigt wurde. Serdar schlägt vor, das Haus gemeinsam zu kaufen, um so alte Zeiten wieder aufleben zu lassen.

Doch passt das Ganze überhaupt zu den Menschen, wie sie einmal waren, und zu den Werten, für die sie einstanden?

„Weil wir die werden, vor denen wir uns immer gefürchtet haben.“ (Seite 27)

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Salzwasser von Charles Simmons (Hörbuch)

„Gute Aufnahmen sind aber nicht real. Sie sind Bilder dessen, was man für real hält.“ (Track 7)

Sommer 1963: Der 15-jährige Michael verbringt die Ferien mit seinen Eltern am Atlantik – so wie jedes Jahr. Doch in diesem Sommer lernt er die 20-jährige Zina kennen, die mit ihrer Mutter das benachbarte Gästehaus bewohnt. Michael verliebt sich in Zina. Und in der Folge wird diese Liebe zu dramatischen Wendungen im Leben Michaels und der anderen Beteiligten führen.

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