Schlagwortarchiv: Psychotherapie

Psychose von Joachim Küchenhoff

„Der erste Schritt führt von der Form psychotischer Produktion zum Inhalt und verbindet beide Aspekte. Nach dem Sinn in der Psychose zu fragen bedeutet, nicht nur eine Diagnose aus der ver-rückten Form des Erlebens zu extrahieren, sondern das, was der psychotisch kranke Mensch zu sagen hat, ernst zu nehmen, es an sich herankommen und sich davon berühren zu lassen.“ (Seite 10)

Joachim Küchenhoff befasst sich in seinem Buch zunächst mit der psychiatrischen Klassifikation und ihren Grenzen, mit psychotischen Störungen in der ICD-10 und mit dem Verstehen der Psychopathologie.

Danach geht er auf psychoanalytische Psychosetheorien ein, stellt ein psychodynamisches Faktorenmodell vor und beschreibt die psychotherapeutische Arbeit mit psychiatrischen Patienten.

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Therapie-Tools Pornografienutzungsstörung von Michael Krämer und Katrin Grümer

„Das vorliegende Buch soll Betroffene und Fachkräfte dabei unterstützen, Pornografiekonsum differenziert zu betrachten und in einen reflektierten Dialog einzutreten. Es ist ein Angebot, hinter das konsumierte Material zu blicken, Scham abzubauen und gesunde Wege zu finden, mit der eigenen Sexualität umzugehen. Es ist kein moralischer oder strafender Zeigefinger und verurteilt nicht die Betrachtung von Pornografie.“ (Seite 22)

Die Therapie-Tools Pornografienutzungsstörung fokussieren initial auf Anamnese und Exploration, gehen dann auf Motivation, Ziele und Rückfallprophylaxe ein. Im Anschluss bieten Michael Krämer und Katrin Grümer Informationen zu Verhaltensänderungen und zu Paar- und Angehörigenarbeit sowie ermöglichen am Ende eine Selbstreflexion.

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Schematherapie. 75 Therapiekarten von Gitta Jacob und Andrea Hauer

„Die Schematherapie als wichtige aktuelle Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) richtet sich vor allem an Patienten mit Persönlichkeitsstörungen und anderen chronischen psychischen Problemen. Insbesondere die Arbeit mit dem Schemamodus-Ansatz hat sich in Studien als hoch wirksam erwiesen und kann als ‚Kern‘ der schematherapeutischen Arbeit gesehen werden.“ (Seite 5)

Das Kartenset ist gegliedert in verschiedene Bereiche, die der Übersichtlichkeit halber zudem farbkodiert sind. Hier finden sich Informationen zu Schemamodi, zum Beispiel ungesunde Kindmodi, ungesunde Elternmodi, ungesunde Bewältigungsmodi sowie gesunde Modi, und es gibt Karten zum Thema Psychoedukation.

Die Karten zu störungsspezifischen Modusmodelle stellen zum Beispiel typische Modi der Borderline-Persönlichkeitsstörung, der narzisstischen Persönlichkeitsstörung und der paranoiden Persönlichkeitsstörung vor.

Weitere Karten befassen sich mit dem Umgang mit dysfunktionalen Modi, und schließlich enthält das Set auch Aktivitätskarten, die es ermöglichen, sich ganz konkret mit Ärger, Bedürfnissen und der Stärkung oder Schwächung ausgewählter Modi etc. auseinanderzusetzen.

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Einsamkeit. Warum sie uns alle betrifft von Maike Luhmann

„In der Covid-19-Pandemie lernten wir auf die harte Tour, wie wichtig andere Menschen für uns sind und wie wir unsere sozialen Kontakte auch unter widrigen Umständen aufrechterhalten können. Wir waren zwar allein. Aber wir taten alles dafür, nicht einsam zu werden.“ (Seite 9)

Maike Luhmann erzählt in ihrem Buch initial, was Einsamkeit überhaupt ist, beschreibt im Verlauf, wie man Einsamkeit misst, welchen Einfluss Freunde, Familie, Partner und Haustiere haben, wie verbreitet Einsamkeit in der Stadt versus auf dem Land, in kollektivistischen versus individualistischen Gesellschaften, in verschiedenen Altersgruppen etc. ist. Luhmann erzählt von Phubbing und FOMO, problemorientierten versus emotionsorientierten Bewältigungsstrategien, von Kosten der Einsamkeit und von Strategien gegen Einsamkeit sowie bietet eine Zukunftsversion.

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Das große Buch vom Schlaf. Die enorme Bedeutung des Schlafs von Matthew Walker (Hörbuch)

„Wer dauerhaft weniger als sechs oder sieben Stunden pro Nacht schläft, zerstört sein Immunsystem, sodass sich das Krebsrisiko mehr als verdoppelt. Die Schlafdauer hat maßgeblichen Einfluss darauf, ob ein Mensch an Alzheimer erkrankt oder nicht. Unzureichender Schlaf – selbst ein geringfügiger Mangel, der nur eine Woche andauert – beeinträchtigt den Blutzuckerspiegel so stark, dass sich eine Vorstufe eines Diabetes feststellen lässt. Verkürzter Schlaf erhöht die Wahrscheinlichkeit für verstopfte und spröde Arterien, was langfristig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen und kongestiver Herzinsuffizienz führen kann.“ (Track 2)

Matthew Walker befasst sich im ersten Abschnitt seines Buches mit der Beeinflussung des Schlafrhythmus und mit der Veränderung des Schlafverhaltens im Laufe des Lebens.

Danach setzt er sich mit den Auswirkungen von Schlafmangel auf das Gehirn und auf den Körper auseinander.

Im dritten Abschnitt geht es um Träumen im REM-Schlaf sowie um Kreativität im Traum und Traumsteuerung.

Im vierten und letzten Kapitel beschreibt Walker Schlafstörungen und den Tod durch Schlafmangel, verschiedene Einflussfaktoren, die den Schlaf behindern, medikamentöse und therapeutische Behandlung sowie die Interaktion zwischen Schlaf und Gesellschaft.

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Ererbte Wunden heilen. Therapie der transgenerationalen Traumatisierung von Katharina Drexler

„Denn nur, was wir kennen, können wir erkennen. Und nur, was wir erkennen, können wir auch heilen.“ (Seite 9)

Katharina Drexler befasst sich in ihrem Buch initial mit dem bisherigen Wissen über ererbte Wunden, stellt danach die Charakteristika übertragener Traumata vor, schildert das von ihr entwickelte therapeutische Vorgehen.

Im Folgenden erklärt sie, wie die Verarbeitung ererbter Wunden in die Therapieplanung eingebunden werden kann, berichtet von ererbter Trauer, von Hilflosigkeit und Hilflosigkeit, erzählt mehrere Fallgeschichten.

Am Ende des Buches finden sich sechs Übungen, unter anderem eine Übung zum Wohlfühlort, die Tresorübung und eine außenorientierte 5-4-3-2-1-Übung.

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Schematherapie. Kontextuell – prozessbasiert – interpersonal von Eckhard Roediger und Matias Valente

„Die Schematherapie ist durch ihre Integrationsfähigkeit zu einer der wichtigsten psychotherapeutischen Konzeptionen geworden, die helfen wird, die einseitige Orientierung an dogmatischen Schulen zu überwinden.“ (Seite 7f, Geleitwort von Professor Ulrich Stangier)

Eckhard Roediger und Matias Valente beschreiben in ihrem Buch initial theoretische Grundlagen der Schematherapie, gehen näher auf Basisemotionen, Grundbedürfnisse und verschiedene Experimente und Theorien ein.

Danach bieten sie einen kurzen Abriss zur dritten Welle der Verhaltenstherapie. Im dritten Kapitel stellen sie Modelle der Schematherapie vor, beschreiben in Kapitel 4 die Therapieplanung und den Therapieprozess.

Im Folgenden setzen sie sich näher mit Beziehungsfeld und Techniken der Beziehungsgestaltung, mit komplexen Interventionen und Strategien für schwierige Therapiesituationen auseinander.

Am Ende bieten die beiden Autoren eine kurze Zusammenfassung spezieller Aspekte, zum Beispiel Einbeziehung von Partnerpersonen und Fortbildungsmöglichkeiten.

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Künstliche Intelligenz und Psychotherapie von Christiane Eichenberg, Henrik Bischoff und Julian Krusche

„Die Frage, ob Computer uns Therapeut:innen ersetzen können, wird sowohl von Ängsten als auch von Hoffnungen begleitet.“ (Seite 16)

Christiane Eichenberg, Henrik Bischoff und Julian Krusche bieten in ihrem Buch initial Grundlagen von KI in der Psychotherapie, erklären, was künstliche Intelligenz ist und wie sich digitale Psychotherapie entwickelt hat.

Im Folgenden gehen Sie auf Chatbots und virtuelle Therapeut:innen, auf KI in der Diagnostik und Früherkennung, auf personalisierte Therapieansätze durch KI, auf KI-unterstützte Virtual-Reality-Anwendungen und Serious Games, auf die praktische Umsetzung für KI in der Psychotherapieausbildung, auf KI in der Psychotherapieforschung und die Anwendung in verschiedenen Therapieschulen ein.

Im dritten Abschnitt thematisieren die Autor:innen Ethik und Datenschutz, Mensch-Maschine-Interaktion in der Therapie und Regulierung und Zertifizierung von KI-Therapie-Tools.

Im vierten und letzten Teil finden sich Ausführungen zur Zukunft der Psychotherapie mit KI sowie ein Fazit und Handlungsempfehlungen.

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IRRT-Emotionsregulation. Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy bei Verhaltensrückfällen von Martin Fleckenstein, Rolf Köster und Susanne Leiberg

„Die Fähigkeit, Emotionen zu erkennen, auszuhalten und zu regulieren, ist zentral für die psychische Gesundheit – und zugleich eine der größten Herausforderungen in der Psychotherapie.“ (Seite 9)

Martin Fleckenstein, Rolf Köster und Susanne Leiberg erzählen in ihrem Buch initial von Emotionen und Emotionsregulation bei psychischen Erkrankungen, gehen dann näher auf Modelle der Emotionsregulation und IRRT-ER ein.

Sie bieten im Anschluss eine Zusammenfassung der Geschichte von IRRT und den bisherigen Therapieansätzen, berichten über den konkreten Ablauf einer IRRT-ER-Sitzung und stellen am Ende ihres Buches neun Fallbeispiele vor, bei denen IRRT-ER angewendet wurde.

Im Anhang finden sich sowohl IRRT-ER-Merkkarten als auch Möglichkeiten der Weiterbildung.

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