Schlagwortarchiv: Doppelmonarchie

Sisi von Karen Duve

„Die englische Fuchsjagd ist die waghalsigste aller überflüssigen Aktivitäten. Man reitet in einem ähnlichen Tempo wie bei einem Pferderennen, nur dass es querfeldein und über Hecken und Gräben geht.“

Wien in den 1870er Jahren: Karen Duve erzählt aus dem Leben von Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, genannt Sisi. Sie berichtet von Sisis Begeisterung für die Jagd, für ihre Haare und für Pferde, von ihrer Beziehung zu Kaiser Franz Joseph und von Beziehungen zu verschiedenen Männern und Frauen der Zeit.

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Geteiltes Haus von Alice Horáčková

„Wenn wir doch irgendwann wieder nach Hause könnten, nur dafür leben wir noch.“ (Seite 9)

Alice Horáčková erzählt in ‚Geteiltes Haus‘ von der Geschichte des Sudetenlandes – von der Zeit der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn bis zum Jahre 1948.

Sie geht dabei näher auf die k.u.k.-Monarchie ein und berichtet vom Ersten und Zweiten Weltkrieg, von der Ersten Tschechoslowakischen Republik, der Zweiten und Dritten Republik sowie von der Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg ein.

Im Zentrum des Romans steht Zdenka Honců, deren Mutter bei der Geburt stirbt und die in Benetzko im Riesengebirge bei ihrem Vater aufwächst. Sie ist die beste Freundin von Anežka, die auch in Benetzko lebt.

Die Freundschaft der beiden überdauert Krisen, Kriege und Systemwechsel sowie Vertreibung. Und auch die Tatsache, dass Anežka den Mann heiratet, in den Zdenka verliebt ist, kann der Freundschaft langfristig nichts anhaben.

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Lázár von Nelio Biedermann

„Der Junge sollte lernen, was es heißt, ein Mann, ein Baron, ein von Lázár zu sein.“ (Seite 40)

Um die Jahrhundertwende des 19. und 20. Jahrhunderts wird Lajos von Lázár geboren: „das durchsichtige Kind mit den wasserblauen Augen.“ (Seite 11).

Lajos ist eindeutig das Kind des Knechts, wie unschwer zu erkennen ist. Doch seine Mutter Mária lebt die Lüge, dass es der Sohn ihres Mannes Sándor ist, und Sándor ist allzu bereit, diese Lüge zu glauben.

Nelio Biedermann erzählt in seinem Roman von der Geschichte der Familie Lázár, die zur Zeit der k. und k. Monarchie in einem Waldschloss in Ungarn lebt.

Biedermann berichtet von Sándors Vater, der spurlos verschwunden ist und dessen Leiche nie gefunden wurde, von Sándors Mutter, die täglich in den Wald läuft und das Jagdschloss ihres Mannes sucht, das es nie gegeben hat, und die eines Tages nicht mehr zurückkehrt. Und er erzählt vom Sándors Bruder Imre, der über der Lektüre von E.T.A. Hoffmann verrückt geworden ist.

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