In diesem Post liste ich Belletristik auf, die in Indien spielt und/oder von indischen Autoren stammt.
Ich erwähne hier vor allem diejenigen Bücher, die ich selbst gelesen habe, die noch ungelesen in meinem Regal stehen, die ich schon länger „auf dem Kieker“ habe und/oder die spannend klingen. Meine Liste ist selbstverständlich nicht vollständig. Ich würde mich sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.
In Klammern habe ich diejenigen Bücher gesetzt, die mir nicht so gut gefallen haben, die ich persönlich also nicht empfehlen kann. Mit einem Sternchen versehen habe ich Bücher, die ich selbst noch nicht gelesen, zu denen ich mir somit noch keine eigene Meinung gebildet habe. Belletristik aus und über Indien weiterlesen
Anhand der fiktiven Stadt Kittur erzählt Aravind Adiga vom Leben in Indien, von Traditionen, von den Zwängen und dem Durchbrechen des Kastensystems, von Vorurteilen, vom Konflikt zwischen Hindus und Muslims. Stellvertretend für den ganzen Subkontinent lässt er seine Protagonisten zu Wort kommen, die der Leser in manchmal kürzeren, manchmal längeren Episoden begleitet.
„Das war das Problem: Niemand rechnete mit der Möglichkeit des Zufalls…“
„Russland ist verloren. Sie haben es zugrunde gerichtet.“
„Das hatte er alles mit angesehen, unbemerkt und unbeteiligt, aber mit einer Unmittelbarkeit, die sie nie gespürt hatte.“
„eine Liebesgeschichte, in der die Liebe weder sichtbar ist noch lebt, sondern angekündigt und erinnert wird“
„Die Hoffnung stirbt an Orten wie diesen, denn die Hoffnung lebt in der Zukunft, und hier gibt’s keine Zukunft, wie kann man denn an morgen denken, wenn man die gesamte Kraft benötigt, um das Heute durchzustehen?“
Rohinton Mistry erzählt in Das Kaleidoskop des Lebens von Menschen und Schicksalen in einem Mietshaus in Bombay. Da gibt es beispielsweise den Anwalt Rustomji, der in einer Wohnung lebt, die dringend saniert werden müsste, der sich jedoch weigert, etwas dafür zu bezahlen, und stattdessen Briefe an die Hausverwaltung schreibt. Zudem lebt dort die aus Goa stammende Jacqueline, die von jedem Jaakeylee genannt wird, seit 49 Jahren als Ayah in Bombay arbeitet und an Geister glaubt. Auch Francis wohnt im Mietshaus; er schlägt sich als Bote durchs Leben, seit er seine Arbeit im Möbelgeschäft verloren hat. Und da gibt es den Briefmarkensammler Dr. Burjor Mody, der von seinem nichtsnutzigen Sohn enttäuscht ist und deshalb den stillen und in sich gekehrten Jehangir in die Kunst der Philatelie einweiht.
„Bin Vishnu in der Himmelswelt,
„Er weiß nicht viel über russische Schriftsteller, aber es ärgert ihn, dass seine Eltern ihn zum Namensvetter desjenigen mit dem dämlichsten Namen gemacht haben.“