Schlagwort-Archiv: Nils Greve

Umgang mit Psychopharmaka. Wirkungen, Nebenwirkungen und Alternativen von Nils Greve, Jan Dreher und Kerstin Riemenschneider

„Es gibt sehr unterschiedliche Behandlungsmethoden in der Psychiatrie, von denen die Behandlung mit Medikamenten nur eine Möglichkeit ist. In den letzten Jahren wurde die Bedeutung von ganzheitlichen Behandlungsplänen erkannt und immer häufiger umgesetzt. Ein wichtiger Baustein ist die Psychotherapie, ein weiterer der Einbezug der Familie und des persönlichen Umfeldes. Auch Sport, Ernährung und natürlich die Klärung von aktuellen Problemen wie Belastungen am Arbeitsplatz oder Beziehungsproblemen gehören zur Behandlung.“ (Seite 15)

In Umgang mit Psychopharmaka stellen die Autor:innen initial vor, wie man einen selbstbewussten Umgang mit Ärzten und Medikamenten erreichen kann. Hier wird auf den Arzt-Patient-Kontakt eingegangen, es werden praktische Tipps zur Handhabung von Medikamenten gegeben und nicht-medikamentöse Hilfen aufgelistet.

Danach setzen sich die Autor:innen mit unterschiedlichen Psychopharmaka-Gruppen auseinander: Antidepressiva, Phasenprophylaktika, Tranquilizer und Hypnotika, Antipsychotika, Medikamente zur Entgiftung und Abstinenzerhaltung, Medikamente gegen Aufmerksamkeitsstörungen.

Schließlich geben die Autor:innen Informationen für schwangere und stillende Mütter, für Psychopharmaka im Alter und zu Arzneimittelstudien und zur Schwierigkeit, fundierte Entscheidungen zu treffen.

Ganz am Ende finden sich ein Glossar sowie nützliche Adressen und Literatur.

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Psychiatrische Krisenintervention zu Hause. Das Praxisbuch zu StäB & Co von Stefan Weinmann, Andreas Bechdolf und Nils Greve

„Wenn die Psychiatrie zu mir nach Hause kommt, muss es eine andere sein als die, die ich von der Akutstation kenne.“ (Seite 133)

Seit 2018 gibt es in denjenigen Regionen Deutschlands, in denen die sogenannte Stationsäquivalente Behandlung (StäB) Teil des Hilfesystems ist, für alle gesetzlich Krankenversicherten die Möglichkeit, bei psychischen Krisen eine Behandlung zu Hause zu bekommen. Seit ich zum ersten Mal von dieser Option gehört habe, war ich begeistert von StäB, weil so auch diejenigen Personen behandelt werden können, die sonst durchs Netz fallen würden.

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Umgang mit Psychopharmaka von Nils Greve, Margret Osterfeld und Barbara Diekmann

„Unserem Umgang mit Medikamenten liegen zum Teil lieb gewordene Denk- und Verordnungsgewohnheiten zugrunde, die nicht immer einwandfrei durch wissenschaftliche Studien untermauert sind. Stattdessen erreicht uns eine Fülle werbender Informationen, die uns die überlegene Wirksamkeit oder Nebenwirkungsarmut neuer Substanzen oder zusätzliche Indikationen lange bekannter Medikamente darlegen sollen.“ (Seite 13)

Nils Greve, Margret Osterfeld und Barbara Diekmann haben Umgang mit Psychopharmaka geschrieben, weil Betroffene, Angehörige und teilweise auch Professionelle oft nicht ausreichend über verordnete Medikamente informiert sind.

In ihrem Buch fokussieren die Autoren auf vier Gruppen der Psychopharmaka: Antidepressiva, Phasenprophylaktika, Neuroleptika sowie Tranquilizer und Hypnotika. Sie erwähnen jedoch auch Medikamente zur Entgiftung und Entwöhnung bei Sucht und Medikamente gegen Aufmerksamkeitsdefizitstörungen, bieten Informationen für Schwangere und Stillende, über Psychopharmaka im Alter sowie zu Arzneimittelstudien.

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