Schlagwort-Archiv: Kat Menschik

Wer bist du? von Monika Helfer und Kat Menschik

„Ich bemühte mich, vor ihr einen guten Eindruck zu machen. Sie bemühte sich nicht.“ (Seite 11)

Ein Mädchen steht vor der Tür einer Frau und fragt, ob der auf der Straße gefundene 1000‑Schilling-Schein wohl ihr gehören könnte. Die Frau bittet das Mädchen, ins Haus zu kommen, und das Mädchen erzählt ihr von ihren drei Brüdern, die bei dem Vater, den sie Florian nennt, leben. Das Mädchen berichtet weiterhin, dass sie selbst bei ihrer Mutter geblieben ist, die mit Suizid gedroht hatte, falls ihr auch das vierte Kind weggenommen wird.

Das Mädchen kümmert sich um den Haushalt, damit Frau Steurer von der Fürsorge, die einmal pro Woche vorbeikommt, zufrieden ist:
„Wir hoffen, die Frau Steurer sagt dort, von wo wir die Hilfe bekommen, nicht, dass sie glaubt, dass meine Mama nicht krank ist. Weil dann bekommen wir nichts mehr. Und dann nimmt man mich weg. Aber wenn sie sagt, die Mama ist sehr krank, dann nimmt man mich auch weg. Sehr krank ist schlecht, und nicht krank ist auch schlecht. So mittendrin ist gut.“ (Seite 15)

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Der Bücherfreund. Erzählung von Monika Helfer und Kat Menschik

„Wenn er allein wäre, nur mit uns, dann würde es in seinem Leben nur noch einen Trost geben, nämlich die Bücher. Was aber, wenn er beide verlöre, seine Frau und seine Bücher?“ (Seite 43)

Monika Helfers Vater ist ein Bücherfreund: „Er liebte seine Bücher mehr als die Menschen, denn die konnten ihm Böses antun. Die Bücher niemals und nie.“ (Seite 7)

Helfer erzählt in ihrer Geschichte von ihrem Vater, der als 17-Jähriger im Krieg ein Bein verliert, dann seine Ehefrau kennenlernt und heiratet und schließlich ein Kriegsopfererholungsheim in den Bergen leitet. Dort richtet er mit Hilfe eines dankbaren Professors, der seinen kriegsbeschädigten Sohn ins Heim geschickt hat, eine große Bibliothek ein.

Doch eines Tages kommt ein Brief, dass sich das Heim nicht mehr rentiere, geschlossen werden müsse und dass die Bücher abgeholt werden.

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Westend (Illustrierte Lieblingsbücher, Band 20) von Volker Kutscher und Kat Menschik

„Nach einem Schusswechsel während eines Polizeieinsatzes im August 1936 galten Sie als verschollen und wurden ein Jahr später für tot erklärt, tauchten nach dem Krieg dann aber in der britischen Besatzungszone wieder auf. In Ihrer Heimatstadt Köln. Nach einem kurzen Intermezzo bei der Kölner Kriminalpolizei wechselten Sie im Januar 1949 erneut nach Berlin, in Ihrem alten Dienstrang als Kriminaloberkommissar.“ (Seite 14)

Eine wissenschaftliche Hilfskraft transkribierte Tonbänder von Gesprächen, die im Frühjahr 1973 geführt wurden. Der Interviewer war Prof. Dr. Singer, aus dessen Nachlass die Tonbandkassetten stammten. Beim Interviewten handelte es sich um den Kriminalhauptkommissar a.D. Rath, der im privaten Seniorenheim Berlin-Westend lebte, sowie einer gewissen Frau Böhm, die viele Jahre in Berlin als Kriminalbeamtin gearbeitet hatte.

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Die Nixen von Estland. Ein Bestimmungsbuch von Enn Vetemaa und Kat Menschik

„Dieses mein Herzensbuch zeigt mir bis heute, wie viele Menschen mich gefördert, an mich geglaubt und mir eine große Chance gegeben haben.“ (Seite 6)

Dieses Buch bietet eine sehr detaillierte Auseinandersetzung mit den Nixen von Estland. So findet man hier zum Beispiel eine Landkarte, Informationen zur Nixen-Häufigkeit und -Dichte, eine allgemeine Dämonologie, Irrtümer und Vorurteile über Nixen, Vorsichtsmaßnahmen, Beobachtung der Nistplätze, eine Anleitung zur Bestimmung verschiedener Nixen, allgemeine Bestimmungsmerkmale, Informationen über Nixen-Schwänze und schließlich eine Bestimmungstabelle der Gattungen und Arten, z.B. die tränenreiche Goldblonde, die grünhaarige Kokette, die schwarzzahnige Kopfkratzerin, die kinderliebe Heulsuse und die Flucherin.

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Lieblingsmärchen von Hans Christian Andersen und Kat Menschik

„Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst.“ (Zitat von H. C. Andersen, hinteres Vorsatz)

Der 19. Band der „Illustrierten Lieblingsbücher“ von Kat Menschik enthält fünf Märchen von Hans Christian Andersen: „Das Liebespaar“, „Die Schnecke und die Rosenhecke“, „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“, „Das hässliche junge Entlein“ und „Die Prinzessin auf der Erbse“.

Im Anschluss gibt es eine Puppenspielversion von „Die Nachtigall“ sowie ein Faksimile des allerersten Buchs von Menschik, das sie als 14-Jährige als Unikat für ihre Mutter anfertigte – „Das Feuerzeug“ von Andersen.

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Lebenskünstler. Von frostfesten Fischen, radioaktivitätsresistenten Bärtierchen und selbstheilenden Amphibien von Russ Hodge und Kat Menschik

„Kats Kunst diente mir beim Schreiben als Inspiration.“ (Seite 7)

Russ Hodge stellt in seinem Buch ganz besondere Tiere vor, die sich an widrige Lebensumstände angepasst haben, z.B. Nacktmull, Eisfisch, Axolotl, Bärtierchen, Kolibri und Nachtigall.

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Junge aus West-Berlin von Maxim Leo und Kat Menschik

„Ich denke, dass man das Leben nur von hinten verstehen kann. Mir geht es jedenfalls so. Sinn ergibt das doch alles, wenn überhaupt, erst im Rückblick. Wenn man sich die Sachen ein bisschen zurechtlegt, wenn man träumt und vergisst. Dann kann sogar aus völlig bescheuerten Sachen ein ziemlich ordentliches Schicksal werden.“ (Seite 5)

Frühjahr 1977: Eine Klassenfahrt führt den unsicheren Marc von Karlsruhe nach Berlin. Als er den Rest der Klasse und den Geschichtslehrer aus den Augen verliert, bleibt Marc allein und verzweifelt am Alexanderplatz zurück. Hier trifft er auf ein Mädchen, das ihn anspricht, das fasziniert vom Jungen aus dem Westen ist, mit der er Zeit in einem Eiscafé verbringt. Marc fühlt sich wohl und mag die Aufmerksamkeit, die er als Westdeutscher automatisch bekommt. Es ist eine Begegnung, die große Auswirkung auf Marcs Leben hat, denn nach dem Abitur geht er nach West-Berlin, um dort zu studieren. Er fährt immer wieder in den Osten Berlins, entdeckt das Wiener Café in der Schönhauser Allee und das legendäre Café Nord. Hier im Osten ist Marc jemand, wird allein durch seine Herkunft aufgewertet, ist bekannt und beliebt.

Im Sommer 1989 lernt er Ost-Berlinerin Nele kennen, die nicht mit seiner westdeutschen Herkunft, den Konsumgütern und seinem mutmaßlichen Job im Musikbusiness zu beeindrucken ist, die ihm ein Ost-Berlin zeigt, das ihm bisher unbekannt war, und die in ihm ungewohnte Gefühle wachruft.

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Ein Landarzt von Franz Kafka und Kat Menschik

„[…] im Schlussmarsch wie in einem schweren Traum versinkend, weint er, ohne es zu wissen.“ (Seite 29)

Der erste Band der Illustrierten Lieblingsbücher von Kat Menschik erschien bereits 2016 und wurde nun – anlässlich des diesjährigen Franz-Kafka-Jubiläums – nochmals und bunter aufgelegt.

Enthalten sind 14 Erzählungen: Der neue Advokat. Ein Landarzt. Auf der Galerie. Ein altes Blatt. Vor dem Gesetz. Schakale und Araber. Ein Besuch im Bergwerk. Das nächste Dorf. Eine kaiserliche Botschaft. Die Sorge des Hausvaters. Elf Söhne. Ein Brudermord. Ein Traum. Ein Bericht für eine Akademie.

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Das Haus verlassen von Jacqueline Kornmüller und Kat Menschik

„Das Haus zu verlassen, macht mir keine Mühe. Die Tage ziehen ins Feld, die Träume verändern sich, und schließlich kann man sich auf jedem Flecken Erde niederlassen und ausruhen.
Die Idee, das Haus zu verlassen, entstand unmerklich. Zunächst waren es nur leise Stimmen, die in die Nacht gesagt, unbeantwortet blieben. Tag um Tag wurden die Stimmen lauter.“
(Seite 5)

Die Erzählerin der Geschichte zieht in ein 140 Jahre altes Feldsteinhaus im Grünen, richtet sich ein, baut eine Beziehung zum Haus auf.

Als sie das Haus 10 Jahre später verkaufen möchte, ist das nicht so einfach, wie sie denkt: Das Haus murrt und kommentiert, wann immer Besucher kommen, die ein Kaufinteresse am Haus haben.

Hausbesitzerin und Haus verstehen: Die Beziehung zwischen ihnen ist stark und lässt sich nicht ohne Weiteres auflösen.

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Die Bergwerke zu Falun (Illustrierte Lieblingsbücher, Band 3) von E.T.A. Hoffmann

„er fühle sich von aller Welt verlassen, einsam wie auf ein ödes Riff verschlagen, hülflos, elend“ (Seite 12)

Elis Fröbom ist ein trübsinniger Seemann, der ganz allein auf der Welt ist: die Eltern tot, die Brüder in der Schlacht.

Da trifft er in einer Schenke einen alten Bergmann, der ihm nahelegt, nach Falun zu gehen und selbst Bergmann zu werden.

Elis beginnt, von Falun zu träumen – auch von der mächtigen Königin -, und dann macht er sich auf den Weg.

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