Sadisten. Tödliche Liebe – Geschichten aus dem wahren Leben von Lydia Benecke

„Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgend etwas, das der menschliche Geist erfinden könnte.“ (Seite 2, Zitat von Arthur Conan Doyle)

Lydia Benecke erzählt in ihrem Buch vom Vampir von Krakau, von emotional-instabiler und antisozialer Persönlichkeitsstörung, von ICD-10 und DSM-5, von histrionischer und narzisstischer Persönlichkeitsstörung, von Gaslighting und Manipulation, von BDSM und 50 Shades of Grey, von der Geschichte und der Wandlung von BDSM, von periculärem und inklinierendem Sadismus, von David Parker Ray und Cameron Hooker sowie von Gewaltpornografie.

Ich habe mich schon etwas umfassender mit der Thematik beschäftigt, habe z.B. viel über Serien-/Sexualmörder gelesen, eine Psychologie-Prüfung zum Thema periculärer versus inklinierender Sadismus abgelegt und habe klinische Erfahrung mit Cluster-B-Persönlichkeitsstörungen. Viele der im Buch angesprochenen Aspekte waren mir also zum Teil schon geläufig, trotzdem habe ich sehr viel Neues gelernt, weil Benecke sehr ins Detail geht und auch viel von neueren Forschungsbefunden berichtet.

Bisweilen fand ich die Ausführlichkeit der Schilderungen etwas zu viel und die Inhalte etwas zu repetitiv, meist fand ich ‚Sadisten‘ jedoch sehr packend erzählt, sehr unterhaltsam und sehr lehrreich.

Benecke vermischt in ihrem Buch Kriminalfälle, Episoden aus dem eigenen Leben, psychologisches Wissen sowie wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema, was das Buch sehr abwechslungsreich macht.

Ihre Ausführungen hatten mir schon in Psychopathinnen ausgesprochen gut gefallen, und ich muss sagen, dass ich zu ihren Büchern noch etwas besser Zugang gefunden habe als zu den Büchern ihres Ex-Mannes Mark Benecke (obgleich ich diese auch gelungen finde).

Lydia Benecke: Sadisten. Tödliche Liebe – Geschichten aus dem wahren Leben. Bastei Lübbe, 2015, 528 Seiten; 18,90 Euro.

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