Der Untergang der Bounty von Matthew Shaer

„Wenn ein Schiff sinkt, erzeugt es einen Strudel an der Meeresoberfläche, der alles, was lose in der Umgebung treibt – Planken, Rettungsflöße, Überlebende – hinter sich her unter Wasser reißt.“ (Seite 67)

Mitte Oktober 2012 bildete sich im Karibischen Meer ein Sturm, der später als Hurrikan Sandy in die Geschichte eingehen wird, der über Jamaika, Kuba und die Bahamas nach Norden zog und dann das Festland der USA erreichte.

Trotz der Sturmwarnung entschloss sich Robin Walbridge, der Kapitän der Bounty, einem Nachbau der Original-Bounty aus dem 18. Jahrhundert, aus dem Hafen auszulaufen, weil er sich sicher war, dass dies für das Schiff weniger gefährlich sei.

Doch die Bounty erleidet Schiffbruch, und Randy Haba, Unteroffizier der US-Küstenwache, wird zum Einsatz gerufen, um das havarierte Schiff aufzuspüren und die Besatzung zu retten.

Matthew Shaer erzählt in Der Untergang der Bounty einerseits vom Hurrikan Sandy, von der Original-Bounty und vom Nachbau des Segelschiffs, andererseits von dem Schiffbruch des Nachbaus im Atlantik, etwa 140 Kilometer südöstlich von Cape Hatteras, von der Rettungsaktion, von den Folgen des Schiffbruchs und der Anhörung zur Klärung der Schuldfrage.

Der Untergang der Bounty wird spannend erzählt und ist durch die Beleuchtung der Ursachen und Konsequenzen sowie des genauen Herganges der Katastrophe abwechslungsreich und informativ, konnte mich jedoch nicht ganz so sehr fesseln wie andere „True Tales“.

Matthew Shaer: Der Untergang der Bounty. DuMont Reiseverlag, 2017, 120 Seiten; 5,95 Euro.

Dieser Post ist Teil des Meer-Themas im Mai 2018.

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