Why Psychosis Is Not So Crazy. A Road Map to Hope and Recovery for Families and Caregivers von Stijn Vanheule

„To get in touch with the world of a person experiencing psychosis, the first thing we need to do is to look beyond the simple conclusion that psychosis is strange.“ (Seite 2)

Stijn Vanheule befasst sich in seinem Buch initial damit, dass Psychosen mentale Krisen sind, geht danach näher auf diskrete psychotische Erlebnisse ein, beschreibt Charakteristiken einer manifesten Psychose, setzt sich mit Triggern von psychotischen Episoden und mit der Behandlung von Psychosen auseinander.

Schon der Titel zeigt, was man als Leser von diesem Buch erwarten darf: Entstigmatisierung, Entpathologisierung, einen Blick auf Psychosen mit der nötigen und adäquaten Komplexität, die Auseinandersetzung des Autors damit, was in einer Psychose passiert, mit dem Wunsch, dies wirklich verstehen zu wollen, ohne Symptome auf vereinfachte Weise zu erklären und Betroffene in eine Schublade zu stecken.

Ich fand dieses Buch nicht ganz einfach zu lesen, weil es sprachlich nicht ganz mein Ding war, da Vanheule für meinen Geschmack etwas zu blumig schreibt, zum Beispiel, wenn auf Seite 15 von einem „whirlpool of unrealities“ geschrieben wird.

Doch inhaltlich fand ich „Why Psychosis Is Not So Crazy interessant und relevant für mich, für meine therapeutische Arbeit und für meinen Umgang mit Psychoseerfahrenen.

Mir hat Vanheule spannende Impulse gegeben, aber bisweilen fand ich das Buch auch ein wenig langatmig.

Stijn Vanheule: Why Psychosis Is Not So Crazy. A Road Map to Hope and Recovery for Families and Caregivers. Other Press, 2024, 240 Seiten; 15,93 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!