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Galleria Umberto von John Horne Burns

„In Neapel gibt es eine Passage, halb Bahnhofshalle und Kathedrale, die Galleria Umberto Primo genannt wird. Man glaubt, in einem Museum zu sein, bis man die Bars und Geschäfte entdeckt. Früher besaß diese Passage eine große gewölbte Glasdecke, doch die Bomben, die auf Neapel fielen, zertrümmerten die Lichtkuppel, Scherben klirrten auf den Marmorboden wie grausamer Schnee. Aber das Leben in der Galleria ging weiter.“ (Seite 9)

John Horne Burns erzählt anhand von verschiedenen Personen und deren Geschichten von der Stadt Napoli und der halb zerstörten Galleria Umberto – wobei die Stadt und die Galleria die eigentlichen Hauptakteure des Romans sind.

Burns berichtet vom Leben in der Stadt im August 1944, erzählt zum Beispiel vom 27-jährigen Michael Patrick, der an seinem letzten Abend in Napoli in die Oper gehen möchte und sich nach einer Frau sehnt, bevor er wieder in die Schlacht zurückkehrt.

Er berichtet zudem von Louella, die sich als Freiwillige beim Roten Kreuz gemeldet hat, und von Giulia, die darunter leidet, wie der moralische Verfall der Menschen in Napoli auch vor ihrer eigenen Familie und ihren Freunden nicht Halt macht.

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