Am Ende des Zorns (Alexander-Gerlach-Reihe 18) von Wolfgang Burger

„Unterschätze niemals einen Gegner. Auch wenn er noch so harmlos aussieht, weltfremd und schwächlich.“ (Seite 357)

Wenige Tage vor Weihnachten wird die Leiche eines Mannes in einem Badesee nördlich von Heddesheim gefunden. Auf den ersten Blick sieht das Ganze nach einem Suizid aus: ein aufgesetzter Schuss an der linken Schläfe, Schmauchspuren an der linken Hand.

Bald zeigt sich allerdings, dass es sich doch nicht um einen Suizid handeln kann, sondern um Mord oder zumindest Totschlag handeln muss, und die Kripo Heidelberg muss sich nun – kurz vor den Weihnachtsfeiertagen – auf die Suche nach dem Täter machen.

Kriminaloberrat Alexander Gerlach schlägt sich zudem mit einer Taschendiebin herum, die ihm immer wieder über den Weg läuft und genauso schnell wieder verschwindet – und die sich schließlich als die neunjährige Tochter des Ermordeten herausstellt.

Ich habe sehr lange im Rhein-Neckar-Kreis gelebt, und die Krimis von Wolfgang Burger zu lesen, ist für mich wie eine Zeitreise, eine echte Wohlfühllektüre, die mich in meine alte Heimat versetzt, Erinnerungen an bestimmte Städte und Gemeinden, Landschaften, Bars, Restaurants, Straßenzüge etc. wachruft.

Schon der Einstieg in den 18. Band der Reihe hat mir gefallen, denn ich kenne (natürlich) den Heidelberger Weihnachtsmarkt und verbinde viele schöne Momente damit.

Auch der Rest des Buches hat mir sehr gut gefallen. Wie immer gelingt Burger eine stimmungsvolle, unterhaltsame und spannende Mischung aus Lokalkolorit, Privatleben der Ermittler (v.a. Gerlach) und Kriminalfall. Mir hat der Roman viel Freude gemacht: eine perfekte Lektüre für gemütliche Herbstabende!

Wolfgang Burger: Am Ende des Zorns (Alexander-Gerlach-Reihe 18). Piper Verlag, 2021, 394 Seiten; 16 Euro.

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