Füchse. Unsere wilden Nachbarn von Adele Brand

„Anpassungsfähigkeit. Das ist die eigentliche Gabe der Füchse.“ (Seite 48)

Seit ihrer Kindheit ist Adele Brand von Füchsen fasziniert, und seitdem dreht sich ihr Leben um und fokussiert sich ihr Interesse auf die Tiere.

Sie findet, „um die Füchse in unserer Welt verstehen zu können, müssen wir erst einmal begreifen, wie sie vor unserer Zeit gelebt haben“ (Seite 18), und so erkundet sie Orte wie den Białowieża-Urwald und die indische Thar-Wüste, bevor sie sich in ihrem Buch näher mit Füchsen im urbanen Raum auseinandersetzt.

In Füchse. Unsere wilden Nachbarn erzählt Brand von Anatomie, Herkunft, Verbreitung auf der Erde, kultischer Bedeutung, Anpassungsfähigkeit, Sinneswahrnehmung, Fellfärbung, Sozialleben, Nahrung und Jagdverhalten, Verhältnis zu anderen Tieren wie Elstern, Dachsen, Luchsen und Wölfen, Populationsgröße, Wildtierkriminalität, Fuchsbandwurm, Tollwut, Anfüttern, Gefangenschaft, Domestizierung und berühmten Füchse.

Ich fand Brands Buch ganz wundervoll, und es hat mich neugierig auf Füchse gemacht, so dass ich mich näher mit diesen ebenso schönen wie faszinierenden Tieren beschäftigen möchte.

Brands Schilderungen sind oft stimmungsvoll, und ihre Beschreibungen von bestimmten Tieren sind so niedlich, dass man beim Lesen schmunzeln muss.

Das gesamte Buch ist informativ und bietet viele spannende Einblicke ins Fuchsleben, aber die Autorin weiß auch zu unterhalten. Ihre Faszination für Füchse wirkt dabei ansteckend, man kann gar nicht anders als neugierig zu werden und zu staunen.

Abgerundet wird das Buch durch s/w-Abbildungen von Füchsen.

Adele Brand: Füchse. Unsere wilden Nachbarn. Übersetzung von Beate Schäfer. C.H. Beck, 2020, 208 Seiten; 22 Euro.

Dieser Post ist Teil des Füchse-Monatsthemas im Oktober 2021.

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