Virus. Partikel, Paranoia, Pandemien von Matthias Eckoldt

„In jedem Fall aber verhalten sich Viren enorm clever und sind beispiellos erfolgreich. Ihre Individuenzahl auf der Erde kann man ohne Übertreibung als astronomisch bezeichnen.“ (Seite 15)

Matthias Eckoldt erzählt in Virus. Partikel, Paranoia, Pandemien von der Entstehung des Lebens auf der Erde, von Hippokrates und Miasma, Aristoteles und Abiogenese, Flohglas und Mikroorganismen, Pocken und Kuhmägden, Robert Koch und Milzbrand, Geldfieber und Tollwut, Spanischer Grippe und Poliomyelitis, Erwin Schrödinger und Quantenmechanik, Reverser Transkriptase und Baltimore-Klassifikation, RNA und DNA, HPV und HIV, PCR und Gentechnologie, Vogelgrippe und (natürlich!) SARS-CoV-2.

Eckoldt hat für sein Buch ausführlich recherchiert und deckt mit seinem Buch eine enorme Bandbreite an Wissen über und rund um Viren ab.

Dabei ist Virus. Partikel, Paranoia, Pandemien durchgehend verständlich und klar geschrieben, sachlich und dennoch unterhaltsam. Der Autor schafft es, den Leser zu fesseln, den Inhalt perfekt in Worte zu fassen, stimmungsvoll und anschaulich zu schreiben, den Leser durch seine Ausführungen zu faszinieren, zum Staunen zu bringen und ihm viel Wissen zu vermitteln.

Ich habe hier viel Neues gelesen, aber auch bereits Bekanntes wiederentdeckt, und ich möchte Virus. Partikel, Paranoia, Pandemien allen ans Herz legen, die sich fundiert und dennoch kurzweilig dem Thema Viren nähern möchten.

„Demut wäre tatsächlich angebracht, zumal es uns ohne Viren gar nicht gäbe. Nicht nur in einem allgemeinen Sinne, weil Viren wahrscheinlich die ersten biologischen Strukturen überhaupt waren, sondern auch ganz konkret: Ohne Viren hätten sich keine höheren Säugetiere entwickeln können.“ (Seite 233)

Matthias Eckoldt: Virus. Partikel, Paranoia, Pandemien. Ecowin, 2021, 256 Seiten; 20 Euro.

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