Schlagwort-Archiv: Lieblingsbücher 2026

Die Chronistin der Meere. Über die Tiefe und die Neugier von Patrik Svensson

„Es ist das tiefblaue Meer, das der Erde ihre Farbe gibt, das ihr Eigenheit und Schönheit schenkt. Es ist das Meer, das überhaupt erst die Voraussetzung für die Entwicklung des Lebens schafft, von den ersten Einzellern bis in den Weltraum hinaus. Es ist das Meer, das unseren blauen Planeten zu dem gemacht hat, was er ist, und im Meer erkennen wir eine Verletzlichkeit, die auch unsere eigene Verletzlichkeit ist. Der Himmelskörper, den wir den unseren nennen, ist gleichzeitig ein Planet des Meers.“ (Seite 11)

Patrik Svensson erzählt in seinem Buch Die Chronistin der Meere von Musik und Rhythmus von Tag und Nacht, von der Weltkarte von Fra Mauro und räumlicher Orientierung, von Ferdinand Magellan und Seefahrt, Walfang und Pottwal, Klimawandel und Überfischung, Kompass und geografischer Breite, Sextant und geografischer Länge, Senkblei und Wassertiefe, Mythologie und Tiefsee, Neugier und Wissenschaft.

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Wer bist du? von Monika Helfer und Kat Menschik

„Ich bemühte mich, vor ihr einen guten Eindruck zu machen. Sie bemühte sich nicht.“ (Seite 11)

Ein Mädchen steht vor der Tür einer Frau und fragt, ob der auf der Straße gefundene 1000‑Schilling-Schein wohl ihr gehören könnte. Die Frau bittet das Mädchen, ins Haus zu kommen, und das Mädchen erzählt ihr von ihren drei Brüdern, die bei dem Vater, den sie Florian nennt, leben. Das Mädchen berichtet weiterhin, dass sie selbst bei ihrer Mutter geblieben ist, die mit Suizid gedroht hatte, falls ihr auch das vierte Kind weggenommen wird.

Das Mädchen kümmert sich um den Haushalt, damit Frau Steurer von der Fürsorge, die einmal pro Woche vorbeikommt, zufrieden ist:
„Wir hoffen, die Frau Steurer sagt dort, von wo wir die Hilfe bekommen, nicht, dass sie glaubt, dass meine Mama nicht krank ist. Weil dann bekommen wir nichts mehr. Und dann nimmt man mich weg. Aber wenn sie sagt, die Mama ist sehr krank, dann nimmt man mich auch weg. Sehr krank ist schlecht, und nicht krank ist auch schlecht. So mittendrin ist gut.“ (Seite 15)

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Mama & Sam von Sarah Kuttner (Hörbuch)

„Aber um das Ausmaß der Sache zu verstehen, muss ich lesen, und zwar der Reihe nach. Also höre ich dieses Mal nicht auf, sondern will zumindest den ersten offiziellen Tag in diesem elendigen Chat zu Ende lesen.“ (Track 35)

Die Mutter der Ich-Erzählerin ist tot. Sie lag allein in ihrer Wohnung, bis Nachbarn sich über das durchgehend angeschaltete Licht und den zunehmenden Geruch wunderten.

Die Ich-Erzählerin hatte den Kontakt abgebrochen, nachdem ihre Mutter in Kontakt mit einem Love‑Scammer getreten war und vollkommen beratungsresistent weiter Kontakt hielt und dem Mann immer wieder Geld zukommen ließ.

Nach ihrem Tod zeigt sich, dass die Mutter Unsummen in diesen Mann investiert hat.

Die Ich-Erzählerin, die das Erbe ausschlägt, liest sich durch den Chatverlauf ihrer Mutter mit dem Mann, in den ihre Mutter sich verliebt hat und der letztendlich ihr Leben zerstörte.

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