„Na gut“, sagte sie. „Schreib, wenn du unbedingt willst, schreibt über Gigliola oder sonst wen. Aber nicht über mich, wag es ja nicht, versprich es mir.“
„Ich werde über niemanden schreiben, auch über dich nicht.“
„Vorsicht, ich behalte dich im Auge. […] Ich komme und durchforste deinen Computer, ich lese deine Dateien und lösche sie.“
[…]
„Du glaubst, ich kann das nicht?“
„Ich weiß, dass du das kannst. Aber ich weiß mich zu schützen.“
Sie lachte auf ihre alte, boshafte Art.
„Nicht vor mir.“
Der dritte Band der Neapolitanischen Saga von Elena Ferrante beginnt mit einer kurzen Rückkehr in die Rahmenhandlung: Elena hat ihre Freundin Lila zuletzt im Jahre 2005 gesehen, also fünf Jahre vor dem Verschwinden Lilas, das Elena dazu bringt, die Geschichte ihrer jahrzehntelangen Freundschaft aufzuschreiben. Der Leser erfährt durch diese Rückblende, dass im Laufe der Jahre „zu viel Schlimmes, teils auch Entsetzliches“ passiert ist, so dass sich die beiden Freundinnen immer weiter voneinander entfremdet und ihr Vertrauen zueinander verloren haben. Durch die Rückblende wird viel Spannung aufgebaut, denn der Leser wird dadurch darauf vorbereitet, dass sich die Geschichte im nächsten Band noch dramatischer gestalten wird und weitere packende Wendungen und Ereignisse auf den Leser warten. Die Geschichte der getrennten Wege von Elena Ferrante (Buch und Hörbuch) weiterlesen
„Ich bin kein verdammter Held, dachte er. Ich habe versagt. Wir alle haben versagt. Wir, Italien, Europa: wir alle.“
Das Hörbuch zu Elena Ferrantes Roman Die Geschichte eines neuen Namens knüpft direkt an das Ende des ersten Bandes Meine geniale Freundin an: Die 16-jährige Lila Cerullo hat Stefano Carracci, den Betreiber der Salumeria, geheiratet, aber bereits bei der Hochzeitsfeier erfährt Lila, das Stefano sie hintergangen und verraten hat. Die Ehe wird für Lila und Stefano zu einem Desaster voller Gewalt und mit unerfüllten Wünschen und Sehnsüchten auf beiden Seiten.
„kein Mensch außer mir schien bemerkt zu haben, dass die soeben geschlossene Ehe […] für Lila bereits aus und vorbei war“
„Sie wollte nicht nur verschwinden, jetzt, mit sechsundsechzig Jahren, sondern auch das ganze Leben auslöschen, das hinter ihr lag.“