Noch fünf Tage von Helena Falke

„Ich bin Beifang, ein Meerestier, das nicht gefangen werden sollte und trotzdem ins Netz ging. In der Fischerei wird Beifang als Abfall angesehen und größtenteils über Bord geworfen. Viele Tiere überleben das nicht, so wie ich es auch nicht überleben werde.“ (Seite 12)

Silvester im Schweizerischen Davos: Die Milliardärsfamilie Harman wird bei einem Giftanschlag getötet – die Eltern und zwei Kinder sterben im eigenen Haus.

Im von Lis Castrop, der Souschefin im Hause der Harmans, zubereiteten Essen wurde Polonium‑210 gefunden. Nun liegt auch Lis im Sterben, hat nur noch fünf Tage zu leben und will die Zeit nutzen, um den Mord an der Familie aufzuklären und dadurch auch ihre Tochter schützen:

„Ich muss meinen eigenen Mord aufklären.“ (Seite 75)

Noch fünf Tage hat sich richtig gut angelesen und mich gleich zu Beginn vollauf begeistert.

Der Thriller ist auch im weiteren Verlauf anspruchsvoll, dennoch schnell lesbar und bietet einfach mal einen etwas anderen Plot. So einen Thriller habe ich nicht schon x-fach gelesen. Dabei ist nicht nur die Plot‑Idee sehr gut, sondern das Ganze wurde auch hervorragend umgesetzt.

Noch fünf Tage ist stimmungsvoll, spannend und bietet zudem Einblicke in die Sterneküche.

Mir hat das Ganze sehr gut gefallen, und ich freue mich schon auf ein weiteres Buch von Helena Falke, dem Pseudonym einer mehrfach ausgezeichneten deutschsprachigen Autorin.

Helena Falke: Noch fünf Tage. Thriller. Suhrkamp Verlag, 2026, 303 Seiten; 20 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!