Über Suizidalität sprechen. Erfahrungen aus der Angehörigenberatung von DIE ARCHE – Suizidprävention und Hilfe in Lebenskrisen e.V. (Herausgeber)

„Suizid ist in unserer Gesellschaft noch immer mit einem Stigma belegt.“ (Seite 11)

Das Buch vermittelt viel Wissen darüber, wie wichtig es ist und warum es wichtig ist, über Suizidalität zu sprechen. Es werden Warnsignale erwähnt und Informationen gegeben, wie man in Kontakt mit professionellen Helfern kommen kann. Es wird beschrieben, was man konkret tun kann, wenn Angehörige suizidal sind, wie man mit der eigenen Angst umgeht und was man bezüglich Selbstfürsorge und Grenzsetzung tun sollte. Außerdem wird dargestellt, was die Wissenschaft über Suizidalität weiß und was sie nicht weiß.

Wichtig zu erwähnen finde ich, dass im Buch nur Geschichten von Bewältigungen einer suizidalen Krise erzählt werden.

„Wissen über Suizidalität vermittelt zu bekommen oder sich anzueignen, kann Orientierung geben und den Umgang erleichtern.“ (Seite 44)

Ich finde es essentiell, über Suizidalität zu sprechen – nicht nur als Psychologische Psychotherapeutin, sondern auch als Privatperson und – vor allem – als Hinterbliebene nach vollendetem Suizid.

Ich empfand das Buch als sehr fundiert und dabei verständlich und praxisnah geschrieben. Für mich hat sich hier sehr viel wiederholt, weil ich mich schon sehr intensiv mit der Thematik befasst habe. So kann ich aber auch gut einschätzen, dass die Inhalte sehr gelungen zusammengefasst wurden, sehr relevant und sehr fundiert sind.

Ich weiß wegen meines Berufs sehr gut, wie man Suizidalität erkennt und wie man bei Suizidalität handelt. Mir ist aber bewusst, dass Laien damit schnell überfordert sind – und genau deshalb ist dieses Buch so wichtig, und ich empfehle es mit Nachdruck.

„Suizidprävention ist möglich.“ (Seite 17)

DIE ARCHE, Suizidprävention und Hilfe in Lebenskrisen e.V. (Herausgeber): Über Suizidalität sprechen. Erfahrungen aus der Angehörigenberatung. Psychiatrie Verlag, 2025, 208 Seiten; 20 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!