Schöne neue Welt. Graphic Novel nach Aldous Huxley von Fred Fordham

„Das Spezielle, nicht das Allgemeine, macht Tugend und Glück aus.“ (Seite 8)

Im Jahre 632 nach Henry Ford gehören Krankheiten, Altern, Krieg und Armut der Vergangenheit an. Doch auch individuelle Lebenswege existieren nicht mehr; alles ist vorherbestimmt, und durch die Droge Soma werden starke Emotionen unterdrückt.

Dann taucht ein Mann auf, der sich auflehnt, gegen die allgegenwärtige Kontrolle rebelliert und hinter die Fassade von Willkür und vermeintlicher Freiheit blickt.

Ich habe Schöne neue Welt‘vor mehr als 20 Jahren gelesen, und ich konnte mich vor der Lektüre der Graphic Novel an kaum etwas erinnern. Lediglich die Tatsache, dass mir das Buch damals weniger gut als 1984 von George Orwell gefallen hat, war mir im Gedächtnis geblieben.

Ich empfand die Graphic Novel als gelungene Auffrischung meiner Erinnerungen an den Roman, und ich denke, dass sie ein guter Einstieg in das berühmte Buch von Aldous Huxley ist.

Die Zeichnungen sind wunderbar: ausdrucksstark, oft sehr farbenfroh, aber auch düster und befremdlich. Der Text wurde selbstverständlich stark gekürzt, wurde aber sehr gelungen zusammengefasst, ist trotz der Kürzungen gut verständlich und auch für absolute Neulinge in Sachen Schöne neue Welt geeignet.

Fred Fordham: Schöne neue Welt. Graphic Novel nach Aldous Huxley. Übersetzung von Anu Katariina Lindemann. Knesebeck, 2022, 240 Seiten; 28 Euro.

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