Faust. Eine Graphic Novel nach Goethes „Faust I“, adaptiert von Jan Krauß, gezeichnet von Alexander Pavlenko

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„Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft.“ (Seite 40)

Dr. Heinrich Faust ist unzufrieden mit seinem Leben, seinen Errungenschaften und dem Wissen, das er erworben hat. So schließt er einen Pakt mit dem Teufel, und Mephistopheles offenbart ihm eine Welt, die Faust bisher verschlossen blieb.

Ich habe den Faust-Stoff vor einigen Jahrzehnten sehr intensiv im Deutsch-Leistungskurs behandelt, und obwohl ich immer eine gewisse Schwäche für Goethes Faust hatte, habe ich mich seitdem kaum noch mit der Thematik befasst. Da kam die Graphic Novel gerade recht, und auch wenn ich viele Details der Tragödie vergessen habe, haben mich Alexander Pavlenko und Jan Krauß wieder mitgenommen zu Faust und Mephistopheles.

Die Graphic Novel wurde grandios gezeichnet, ist insgesamt sehr düster, was perfekt zu Goethes Faust passt.

Natürlich geht etwas verloren, wenn Goethes Faust ohne Reime und ohne die vielen Details wiedergegeben wird, aber das sollte jedem, der sich eine Graphic Novel zum Thema besorgt, klar sein. Ich empfand die Graphic Novel als gelungene und stimmungsvolle Auffrischung sowie als unterhaltsame und spannende Lektüre, die Lust darauf macht, das Original von Goethe erneut zu lesen.

Ich vermute, dass jemand, der Neueinsteiger ins Faust-Thema ist, hier nicht so leicht Zugang findet, da der Text sehr gekürzt wurde, so dass Zusammenhänge und Details fehlen, um das Geschriebene wirklich zu verstehen. Ich bin mir aber sicher, dass die Graphic Novel dazu motivieren kann, Goethes spannende Tragödie in die Hand zu nehmen und das Original (mit viel Freude) zu lesen.

Faust. Eine Graphic Novel nach Goethes „Faust I“, adaptiert von Jan Krauß, gezeichnet von Alexander Pavlenko. editionfaust, 2021, 168 Seiten; 24 Euro.

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