Grundlagen der Motivierenden Gesprächsführung. Für Beratung, Therapie und Coaching von Andreas Jähne und Cornelia Schulz

„Menschen wehren sich nicht gegen Veränderung, sondern dagegen, verändert zu werden.“ (Seite 11, Zitat von Richard Beckhard)

Andreas Jähne und Cornelia Schulz berichten in ihrem Buch von den Ursprüngen der Motivierenden Gesprächsführung (z.B. Attributionstheorien, Kognitive Dissonanztheorie, Transtheoretisches Modell der Veränderung, Rubikon-Modell), von den Grundlagen der Gesprächsführung (z.B. Akzeptanz, Mitgefühl, Förderung von Selbstwirksamkeit), bevor sie auf Basistechniken (z.B. offene versus geschlossene Fragen, reflektierendes Zuhören, Würdigen und Zusammenfassen) und weiterführende Techniken (z.B. 4-Felder-Tafel, Sustain Talk, Change Talk) eingehen.

Ich bin echter Fan der Motivierenden Gesprächsführung, seit ich mich zum ersten Mal damit befasst habe, und wende sie gerne an, wenn meine Patienten (aber auch Personen in meinem privaten Umfeld) ambivalent gegenüber einer bestimmten Entscheidung, Veränderung etc. sind.

Die ersten Kapitel des Buches waren für mich eine gute Wiederholung von Inhalten, die ich bereits von meinem Psychologie-Studium kenne, und diese nochmals aufzufrischen fand ich wichtig und notwendig, weil im Verlauf des Buches immer wieder Bezug auf diese Inhalte genommen wird.

Das Buch vereinigt gute Lesbarkeit, Praxisnähe und eine Fülle an Informationen, und durch die vielen Übungen im Buch kann das eben Gelesene direkt trainiert und in praktisches Arbeiten umgesetzt werden.

Mir hat dieser Ansatz aus Theorie, Fallbeispielen und Übungsmöglichkeiten ausgesprochen gut gefallen, und ich werde vieles aus dem Buch in meine praktische Arbeit als klinische Psychologin einfließen lassen und immer wieder im Buch nachschlagen, um weitere Impulsen zu erhalten und neue Strategien zu entdecken.

Andreas Jähne und Cornelia Schulz: Grundlagen der Motivierenden Gesprächsführung. Für Beratung, Therapie und Coaching. Junfermann, 2018, 208 Seiten; 25 Euro.

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