Ende einer Utopie. Der Mauerbau in Berlin 1961 von Jens Schöne

„In der letzten Nacht hat Ulbricht die Sowjetzone endgültig zum KZ gemacht.“

Jens Schöne beleuchtet in Ende einer Utopie die Hintergründe, die zur Errichtung der Berliner Mauer geführt haben, beschreibt das Vorgehen beim Mauerbau, setzt sich mit den Folgen auseinander und thematisiert im Epilog den Mauerfall. Die Texte werden durch zahlreiche s/w-Abbildungen veranschaulicht.

In leicht verständlicher Sprache und mit klarer Struktur erhält der Leser Informationen rund um die Berliner Mauer. Dadurch eignet sich das Buch meiner Meinung nach sowohl für Neueinsteiger als auch für diejenigen Leser, die sich schon intensiver mit dem Thema beschäftigt haben, denn Neues lernt man hier sicherlich auch, wenn man bereits Vorwissen hat.

Gefallen hat mir auch, dass das Buch zahlreiche Abbildungen enthält, die das Geschriebene oft deutlicher machen. Allerdings ist die Auflösung einzelner Bilder so schlecht, dass man nur wenig erkennen kann. Auch hätte ich mir bisweilen ausführlichere Bildlegenden gewünscht, denn die Informationen, die man zu den Abbildungen erhält, ist meist zu dürftig und lässt Fragen offen, statt Antworten zu geben.

Trotz kleinerer Kritikpunkte ist Ende einer Utopie ein spannendes und wichtiges Buch zum Mauerbau und Mauerfall, das ich empfehlen kann.

Jens Schöne: Ende einer Utopie. Der Mauerbau in Berlin 1961. Berlin Story Verlag, 2011, 160 Seiten; 7 Euro.

Dieser Post ist Teil des DDR-Monatsthemas im November 2019.

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