Don Quixote von Miguel de Cervantes und Rob Davis (Graphic Novel)

„Ich sag dir was, dieses Zweite Buch von Don Quixote ist längst nicht so gut wie das Erste.“ (Seite 263)

In einem Ort in La Mancha lebte einst ein Edelmann, der all sein Geld in Bücher über das Rittertum investierte, sich schließlich in den Geschichten verliert und die kuriose Idee entwickelt, selbst ein fahrender Ritter werden zu wollen.

In einer halb verfallenen Rüstung und auf dem klapprigen Gaul Rosinante macht sich Don Quixote, wie er sich nun nennt, auf zu seinem ersten Abenteuer. Mit von der Partie ist sein Knappe Sancho Pansa, und zu Hause wartet die holde Dame Dulcinea del Toboso auf die Rückkehr ihres Ritters (die im echten Leben ein Bauernmädchen ist und kein bisschen auf den Don wartet).

Die Geschichten um Don Quixote kenne ich seit meiner Kindheit, obwohl ich den Roman von Miguel de Cervantes nie gelesen habe. Tatsächlich habe ich es vor vielen Jahren mit dem Roman versucht, aber wir sind keine Freunde geworden, und ich habe das Buch nach wenigen Seiten abgebrochen.

Nun habe ich die Graphic Novel gelesen, und obwohl ich nach wie vor nicht Feuer und Flamme für Don Quixote bin, bin ich froh, dass ich die Graphic Novel endlich gelesen habe.

Ich empfand die Zusammenfassung der Handlung sowie die Gestaltung und die Zeichnungen als sehr gelungen. Trotz der Kürzungen kann man der Geschichte gut folgen, und die Zeichnungen sind so ansprechend, dass das Anschauen und Lesen einfach Spaß macht.

Anfangs hat mir auch die Geschichte um den Don gefallen, aber bald hat sich der Humor ein wenig abgenutzt, und ich empfand den Roman im Verlauf weniger amüsant und weniger spannend.

Als Graphic Novel kann ich das Buch dennoch jedem empfehlen, der sich mit dem Roman beschäftigen will, aber (wie ich) vor der Ausführlichkeit des Originals zurückschreckt.

Miguel de Cervantes und Rob Davis: Don Quixote. Graphic Novel. Aus dem Englischen von Jan Dinter. Egmont, 2015, 288 Seiten; vergriffen.

Dieser Post ist Teil des Spanien-Monatsthemas im Mai 2019.

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