Der nasse Fisch von Arne Jysch und Volker Kutscher (Graphic Novel)

„Mit jedem Schritt, den ich vorankam, wurde die Sache komplizierter.“ (Seite 88)

Gereon Rath wurde von der Kölner Mordermittlung nach Berlin ins Sittendezernat versetzt. Ganz glücklich ist er da nicht und versucht, bei der Mordkommission einen Fuß in die Tür zu bekommen. Dies gelingt ihm, als er sich in einen neuen Fall einschaltet – eine männliche Leiche mit zertrümmerten Händen und Füßen wurde im Landwehrkanal gefunden. Allerdings ist der Mann weder an diesen Verletzungen gestorben noch ertrunken. Um wen handelt es sich? Und wer steckt hinter dieser Tat?

Der nasse Fisch war vor vielen Jahren mein zweites Buch, das ich von Volker Kutscher gelesen hatte, und obwohl mich das erste Buch der Gereon Rath-Reihe nicht vollends begeistert hat, habe ich schließlich die gesamte Reihe gelesen, denn glücklicherweise bin ich mit dem dritten Buch Goldstein eingestiegen und wusste deshalb schon, dass die Reihe noch sehr viel besser wird.

Mittlerweile kenne und liebe ich alle bereits erschienenen Bände der Reihe, und letztens habe ich mit großer Begeisterung die ersten beiden Staffeln von Babylon Berlin angeschaut. Schon länger wollte ich die gesamte Reihe nochmals als Hörbuch hören, um alle Bände wieder aufzufrischen, aber erst Babylon Berlin brachte mich dazu, das nun endlich in Angriff zu nehmen. Vorher wollte ich aber noch die Graphic Novel zu Der nasse Fisch lesen, die schon seit mehr als einem Jahr in meinem Regal steht.

Nach meiner zweiten Begegnung mit Der nasse Fisch kann ich sagen, dass mir die Geschichte nun viel besser als beim ersten Mal gefallen hat. Ich finde aber auch, dass sich die Graphic Novel nur bedingt für Einsteiger in die Reihe eignet, denn die Geschichte ist schon sehr gekürzt, und bisweilen werden Dinge erwähnt, die möglicherweise wenig Sinn ergeben oder verwirren, wenn man die ausführlicheren Zusammenhänge nicht kennt.

Ich finde aber auch, dass die Graphic Novel die Geschichte sehr gut veranschaulicht, und die düsteren Zeichnungen passen einfach perfekt zum Fall und zu den politischen Umständen im Jahre 1929.

Ich kann die Reihe allen ans Herz legen, die sich für kluge Krimis, für das Ende der Weimarer Republik und die Anfänge des Nationalsozialismus sowie für das Leben ima Berlin der 1920er und 1930er Jahre interessieren.

Arne Jysch: Der nasse Fisch. Graphic Novel nach dem Roman von Volker Kutscher. Carlsen, 2017, 216 Seiten; 17,99 Euro.

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