Böse Stimmen. Ein Fall für Sina Engel von Silke Ziegler

„Das Spiel beginnt“

Kriminalhauptkommissarin Sina Engel ist Leiterin der Weinheimer Kriminalpolizei und hat privat und beruflich jede Menge um die Ohren: Ihr Chef setzt sie massiv unter Druck, die Ex-Freundin ihres Partners fängt sie immer wieder vor dem Präsidium ab, ihre Schwester hat Beziehungsprobleme, ihre Mutter leidet womöglich an Brustkrebs.

Da erhält Sina zu allem Überfluss auch noch einen anonymen Brief mit den Worten „Das Spiel beginnt“, der sie und ihre Kollegen ratlos zurücklässt.

Bald kommt ein zweiter Brief: „Mann oder Frau? Entscheide dich und hänge deine Antwort gut sichtbar ans Fenster. Du hast zwei Stunden“.

Als Sina darauf nicht reagiert, bringt ein Mann zwei Menschen um, ein Paar, das abends mit dem Hund draußen war, und ein weiterer Brief kommt im Präsidium an: „Du hattest die Wahl“.

Sina und ihr Team gehen davon aus, dass es sich bei dem Täter um jemanden handelt, den Sina in der Vergangenheit überführt hat. Die Suche nach dem Täter beginnt, und dann kommt der nächste Brief…

Es handelt sich bei Böse Stimmen um das vierte Buch der Reihe. Ich kenne die Vorgängerbände nicht, was aber bei der Lektüre nicht gestört hat.

Ich mag Weinheim sehr, und der Weinheimer Handlungsort hat mir gut gefallen, obwohl bei mir keine echte Weinheim-Stimmung aufgetreten ist.

Die Idee mit den Briefen und den entsprechenden Opfern der Mordserie fand ich sehr kreativ, spannend und gelungen. Auch die Umsetzung hat mich überzeugt, obwohl das Ganze im Verlauf etwas vorhersehbar war.

Der Kriminalroman liest sich flüssig, doch so richtig in den Bann geschlagen hat mich das Buch trotzdem nicht. Sprachlich fand ich den Roman bisweilen etwas unbeholfen, und die Hauptfigur Sina fand ich recht unsympathisch.

Silke Ziegler: Böse Stimmen. Ein Fall für Sina Engel. Kriminalroman. Grafit, 2023, 288 Seiten, 14 Euro.

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