Indien – Ein Fest für die Sinne von Rayman Gill-Rai

„Die Aufnahmen sind für die Ewigkeit eingefangene Momente einer Geschichte über exotische Düfte, Farben und Aromen.“

Die Fotografien im Buch stammen von jungen Fotokünstlern, die an einem Wettbewerb teilgenommen hatten. Die besten der eingesandten Bilder wurden schließlich für Indien – Ein Fest für die Sinne ausgewählt.

Das Buch ist in fünf Kapitel unterteilt, die die fünf Sinne – Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen – behandeln. Zu jedem Kapitel gibt es einen längeren Einführungstext, in dem der Leser mehr über die Geschichte Indiens, das Kastenwesen, Kultur und Traditionen, Religion und Alltag erfahren kann.

Ich habe mich schon sehr viel mit Indien beschäftigt, viele Bücher über das Land und von indischen Autoren gelesen. Ich bin fasziniert von dem Subkontinent, habe diesen aber noch nie bereist.

Der Bildband hat mir sehr gut gefallen, und die Gliederung in fünf Sinne fand ich eine großartige Idee, die zudem hervorragend umgesetzt wurde.

Das Buch ist farbenfroh und lebendig gestaltet, auch der Druck und die Bindung sind hochwertig. Die Fotografien sind oft großformatig, zeigen ästhetische und aufregende Motive aus spannenden Perspektiven und fernab der typischen Indien-Bilder, die man schon x-mal gesehen hat.

Doch nicht nur die ausdrucksstarken und wunderbaren Fotografien bedienen alle fünf Sinne, auch die Texte sorgen dafür, dass der Leser die Farben und Folkloretänze vor sich sieht, den Weihrauch und die Jasminblütenketten riecht, die Ghungru-Fußglöckchen und die Gebetsrufe hört, den Kardamom und das Lassi schmeckt, den Pashmina-Schal und die Ölmassage fühlt.

Indien – ein Fest für die Sinne ist ein wunderbar gestalteter Bildband mit schönen Fotografien und atmosphärischen Texten.

Rayman Gill-Rai: Indien – Ein Fest für die Sinne. Frederking & Thaler, 2016, 222 Seiten; 39,99 Euro.

Diese Rezension ist Teil des Indien-Themas im Januar 2017.

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