Niemand liebt das Leben mehr als wir. Mexiko – Unterwegs in einem Land voller Hoffnung von Alexandra Endres

„Hier lebt man nicht – man überlebt.“ (Seite 167)

Alexandra Endres war bereits früher in Mexiko und hat sich schließlich vorgenommen, das gesamte Land zu erkunden. Sie startet hierfür auf der Halbinsel Yucatán und „will das Land einmal durchkreuzen, von Ost nach West, von Süd nach Nord“ (Seite 21).

In Niemand liebt das Leben mehr als wir erzählt sie von Gewalt, Drogenkrieg, Mord, Mafia, Korruption, Armut, Kolonialzeit, Flüchtlingshilfswerk, Maras, dem Zug „La Bestia“, Katholizismus, Traditionen, Menschenrechten, Mezcal, Erdbeben, Verschwundenen, Gastfreundschaft, der Schönheit des Landes, verschiedenen Ethnien, Musik und Tänzen.

Ich war noch nie in Mexiko und habe mich bisher eher wenig mit dem Land beschäftigt. Endres bietet Einblicke in unterschiedliche Themen, spricht positive Aspekte des Landes, aber auch Missstände und Probleme an, wodurch sie ein komplexes Bild des Landes zeichnet und viel Wissen vermittelt.

Den Einstieg ins Buch mit dem Thema der verschwundenen Menschen und der Suche nach ihnen empfand ich als sehr packend, und auch im Verlauf weiß die Autorin zu fesseln, obgleich ich einige Schilderungen etwas zu ausführlich fand.

Gefallen haben mir auch die Beschreibungen der Landschaften und die vielen Erwähnungen von Begegnungen mit verschiedenen Menschen.

Neugierig gemacht hat mich Endres auch – jedoch eher auf eine nähere Beschäftigung mit dem Land in literarischer Hinsicht, weniger in Bezug auf eine Reise, denn die Ausführungen zu der scheinbar allgegenwärtigen Gewalt in Mexiko haben mich eher abgeschreckt.

Alexandra Endres: Niemand liebt das Leben mehr als wir. Mexiko – Unterwegs in einem Land voller Hoffnung. Dumont Reiseverlag, 2019, 328 Seiten; 16,95 Euro.

Dieser Post ist Teil meines Mexiko-Monatsthemas im Juli 2021.

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