Fettnäpfchenführer Frankreich. C’est la vie – aber wie? von Bettina Bouju und Johanna Links

<<Winston Churchill hat einmal so etwas gesagt wie: „Bei den Engländern ist alles erlaubt, was nicht verboten ist. Bei den Deutschen ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Bei den Russen ist alles verboten, auch was erlaubt ist. Und bei den Franzosen ist alles erlaubt, auch was verboten ist.“>> (Seite 11)

Bettina Bouju und Johanna Links erzählen am Beispiel der fiktiven und absichtlich übertrieben dargestellten Austauschschülerin Paula und ihrer Familie von den Fettnäpfchen, die in Frankreich auf ahnungslose Besucher lauern.

Sie berichten von Paris und Metro, Frühstück und Trinkgeld, Maut und Hupen, Mode und Flirten, Smalltalk und Küsschen, Straßenverkehr und banlieue, Aussprache und Fremdwörtern, Parken und Zebrastreifen, Umweltschutz und Schulsystem, Vegetariern und foie gras, Taschendieben und Eiffelturm, Stehklos und Nacktbaden, Austern und Aperitif, Bretonisch und Verlan, Duzen und Siezen, Froschschenkeln und Schnecken, Wein und Champagner.

Ich bin frankophil, kenne Paris und Regionen wie das Elsass oder Südfrankreich von eigenen Reisen, mag die Sprache, die Mentalität und die Lebensart der Franzosen.

Der Fettnäpfchenführer Frankreich ist eine entspannte und entspannende Lektüre, die mir viel Spaß gemacht, mich nach Frankreich versetzt und mir Wissen über Frankreich und die Franzosen vermittelt hat.

Der Aufbau folgt anderen Fettnäpfchenführern: Eine Situation wird beschrieben, in der die Figuren einen Fehler gemacht haben, der Fehler wird explizit benannt, und es wird erläutert, wie man sich stattdessen hätte verhalten sollen. Mir gefällt dieses Konzept, und auch der Frankreich-Titel hat mich nicht enttäuscht und mich perfekt unterhalten.

Bettina Bouju und Johanna Links: Fettnäpfchenführer Frankreich. C’est la vie – aber wie? Conbook, 2019, 288 Seiten; 12,95 Euro.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.